Toshiba OCZ RD400 – eine neue SSD im M.2-Format

Von | 7. Juli 2016

M.2 (auch Next Generation Form Factor) ist ein sehr kleines Steckkartenformat, auf dem diverse Hardware eingesteckt werden kann. Derzeit kommen SSD Festplatten beinahe ausschließlich im größeren 2,5-Zoll-Format daher. Dabei hat dieses Format zwei bedeutende Nachteile gegenüber dem neueren M.2: der wesentlich höhere Platzbedarf und die langsamere mSATA-Verbindung zur Hauptplatine. Die vor kurzem erschienene OCZ RD400 von Toshiba nutzt bereits die Datenübertragung via M.2.

Toshiba OCZ RD 400

Toshiba OCZ RD400 gegen Samsung 950 Pro

Bis dato hatten die potentiellen Käufer einer SSD im M.2-Format eine relativ überschaubare Auswahl. Die Kingston HyperX Predator ist schon etwas älter, bietet in Anbetracht des inzwischen gesunkenen Preises dennoch einen guten Kompromiss aus Preis und Performance. Die leistungsstärkere Samsung 950 Pro SSD ist auch schon seit geraumer Zeit erhältlich und stellte bisher für viele Power-User die M.2 Platte der ersten Wahl dar. Toshiba versucht nun mit der OCZ RD400 den Markt etwas aufzumischen.

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Hohes Tempo

2.600 MB/s (lesen) und 1.600 MB/s (schreiben), damit ist die OCZ RD400 sehr schnell und erreicht beinahe das Leistungslevel der Samsung 950 Pro. Durch die Anbindung an die schnelle PCI Express- (Nachfolger von PCI) Schnittstelle übertreffen beide Modelle SATA-SSDs um Längen. Unter anderem durch die Unterstützung des neuen NVM-E-Protokolls verringern sich die Latenzzeiten.

Die SSD von Toshiba siedelt sich im High-End-Markt an und richtet sich an alle Käufer, denen sehr hohe Performance wichtig ist. Durch ihre hohe Geschwindigkeit kommt die OCZ RD400 besonders auch für alle anspruchsvollen Gamer in Frage.

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Mobiler Einsatz

Die OCZ RD400 eignet sich aufgrund ihrer geringen Größe optimal für den Einbau in Mobilgeräten wie Notebooks. Wegen der hohen Leistung kommt die Festplatte aber auch in High-End-Desktop-PCs und Workstations zum Einsatz.

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Adapter wird mitgeliefert

Sie sind als Nutzer allerdings nicht zwingend an ein Mainboard mit schnellem M.2-Anschluss gebunden. Wenn Sie Ihr Motherboard gerade noch nicht upgraden möchten, können Sie das auch erst zu einem späteren Zeitpunkt tun. Die Festplatte kann dann nämlich auch schon mit dem mitgelieferten M.2 PCIe –Adapter betrieben werden. So können Sie mit der Investition in ein Mainboard noch einige Zeit warten und sind dennoch schon für die Zukunft gerüstet.

SSD-Utility-Management

Die SSD-Utility-Management-Software hilft Ihnen bei der Verwaltung und Wartung der Festplatte. Einige Tools wie SSD und OS-Tuning sowie Partitionsmanagement optimieren die Leistung der SSD.

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Fazit

OCZ hat mit der RD400 eine schnelle SSD konzipiert, die das M.2 Format zum relativ günstigen Preis an den Endkunden gelangt. Die Leistung der RD400 ist der Samsung 950 Pro zwar ein klein wenig unterlegen, gehört aber dennoch zum Besten, was derzeit an M.2-SSD erhältlich ist. Für die Platte von OCZ spricht vor allem die hohe Auswahl an Speichervarianten, es gibt sie in 128, 256, 512 und 1000 GB.

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