Tolle Luftaufnahmen mit Kamera-Drohnen

Von | 20. November 2018

Beeindruckende Bilder und Videos aus der Vogelperspektive

Drohnen im allgemeinen Sinne sind unbemannte Flugobjekte, welche beispielsweise per Fernsteuerung bedient werden können. Allerdings gibt es große Unterschiede bei den Größen und Anwendungsgebieten. Ein Beispiel sind kleine Minidrohnen zur Aufnahme von Fotos und Videos aus der Luft. Diese sind nur wenige Zentimeter groß und erfreuen sich bei Hobbyanwendern immer größerer Beliebtheit, denn sie ermöglichen beeindruckende Aufnahmen aus der Luft. Jedoch muss die Qualität hierfür stimmen und einige rechtliche Vorgaben müssen beachtet werden. Nicht zuletzt bedarf auch das Fliegen einer Fotodrohne etwas Übung.

Bild: patkayaway

 

Beispiele für gute Drohnen die ihr Geld wert sind

Für eine gute Foto-und Videoqualität, sowie auch ein gutes Flugverhalten muss man meist etwas tiefer in die Tasche greifen. Daher ist es wichtig sich im Voraus zu informieren, um letztendlich eine gute und zufriedenstellende Wahl zu treffen.

DJI Mavic Air

Der Mavic Air ist ein Quadrocopter des chinesischen Marktführers DJI und bietet ein überzeugendes Gesamtpaket bezüglich Portabilität, Kameraqualität und Flugfunktionen. Er ist mit einer 12-Megapixel-Kamera mit 4K-Videoauflösung plus Ton ausgestattet, welche schöne Luftaufnahmen in Top-Qualität aufnimmt. Eine 3-Achsen-Stabilisierung, sowie eine umfangreiche Hinderniserkennung mit sieben Sensoren sorgen für die Sicherheit des Flugobjekts. Um auch auf unebenen Flächen, wie hohem Gras, problemlos landen zu können, ist er mit klappbaren Landebeinchen ausgestattet.

DJI Mavic Air

DJI Mavic Air – Bild: DJI

Ein flinkes Leichtgewicht

Praktisch ist auch die kompakte Bauweise des Mavic Air. Er wiegt nur 430g und ist dank faltbarem Design einfach und gut transportierbar. Robuster Kunsstoff und Oberflächen in gebürsteter Alu-Optik geben dem Mavic Air ein flottes Äußeres. Der DJi Mavic Air erreicht eine recht durchschnittliche Flugdauer von ca. 21 Minuten und flitzt im Sportmodus mit bis zu 68,4 km/h durch die Luft. Für die Bedienung gibt es eine Fernsteuerung  mit abnehmbaren Joysticks, ohne ein integriertes Display. Stattdessen wird das Smartphone mit der Fernsteuerung verbunden. Die maximale Reichweite liegt aufgrund der WLAN-Verbindung bei 2km, was allerdings aufgrund rechtlicher Vorschriften nicht weiter ein Problem ist. Dazu später mehr.
Das Standard-Kit ist für einen vergleichsweise günstigen UVP-Preis von 849€ erhältlich. Der DJI Mavic bietet also alles in allem Top-Qualität zu einem guten Preis und ist auch für Einsteiger eine sehr gute Wahl.

DJI Mavic 2 Zoom

Eine weitere empfehlenswerte Kamera-Drohne ist die Mavic 2 Zoom des gleichen Herstellers. Sie ist ebenfalls klappbar, und mit 905g etwas schwerer als die Mavic Air. Gehäuse und Ausleger sind hauptsächlich aus robustem Kunststoff gefertigt, das Design ist allerdings nicht ganz so schick wie das der Mavic Air. Besonders stabil und unempfindlich ist zum Ausgleich die Gimbal-Einheit, also die kardanische Aufhängung des Quadrocopters. Zahlreiche Sensoren sorgen für eine sichere und ausgefeilte Hinderniserkennung. Dank der sportlichen Form ist der Luftwiderstand gering und das Gerät kann bis zu 72 km/h erreichen. Dabei ist auch das Flugverhalten bemerkenswert sicher und stabil. Sogenannte Low-Noise-Propeller lassen den Quadrocopter, wie der Name schon sagt, recht leise durch die Luft gleiten und machen die Nutzung angenehmer. Trotz des vergleichsweise hohen Gewichts erreicht der Mavic 2 Zoom eine Flugzeit von bis zu 31 Minuten.

DJI Mavic 2 Zoom

DJI Mavic 2 Zoom – Bild: DJI

Verlustfreier Zoom

Aufgrund des besonders guten Zooms der 12-Megapixel-Kamera kann sogar Flugzeit sowie auch Akkuleistung gespart werden. Denn der DJI Mavic 2 Zoom ist der erste Einsteiger-Kopter mit verlustfreiem Zoom, wodurch Motive auch aus größerer Entfernung aufgenommen werden können. Die Kamera mit 1/2.3-Zoll-Sensor und fixer Blende ermöglicht durch zweifachen optischen Zoom, gemeinsam mit optischem Digitalzoom einen vierfachen verlustfreien Zoom bei Full HD-Aufnahme. Zudem verfügt der Mavic 2 Zoom über eine schnellen und genauen Hybrid-Autofokus, bestehend aus Phasen- und Kontrastfokus.

Parrot Bebop 2

Ein etwas anders Flugerlebnis bietet die Bebop 2 des französischen Herstellers Parrot. Denn mit einer zugehörigen FPV-Brille (First Person View) hat man das Gefühl selbst durch die Luft zu fliegen. Eine 14-Megapixel-Kamera nimmt zusätzlich schöne Bilder und Videos in Full HD auf, die per zugehöriger App geteilt werden können. Die Bebop 2 wiegt nur 500g und lastet auch deutlich leichter als die zuvor beschriebene Konkurrenz auf dem Geldbeutel. Gesteuert wird sie mit dem Parrot Skycontroller 2, wobei die Bilder über eine WLAN-Verbindung auf dem Tablet oder Smartphone in Echtzeit mitverfolgt werden können. Wie auch bei den beiden DJI-Drohen kann das Smartphone an der Fernbedienung befestigt werden.

Parrot Bebop 2

Parrot Bebop 2 – Bild: Parrot

Praktisches „Follow-Me“-Feature

Mit einer Flugzeit von 25 Minuten befindet sich diese Drohne im Mittelfeld zwischen DJI Mavic Air und Mavic 2 Zoom. Auch die maximale Geschwindigkeit ist mit etwa 57 km/h etwas geringer, aber dennoch allemal ausreichend. Falls die Drohne aus dem Sichtfeld gerät, kann sie einfach mittels Knopfdruck zum Startpunkt zurückgeholt werden. Mithilfe einer visuellen Erfassungstechnologie und dem GPS-Tracking auf dem Smartphone, kann sie auch autonom filmen und hinter dem Benutzer her fliegen. Auch sonst ist die Bebop 2 einfach zu steuern und somit besonders für Anfänger zu empfehlen.

Vorschriften für die Nutzung von Drohnen und Multicoptern

Für die Nutzung einer Drohne müssen einige rechtliche Vorgaben beachtet werden. Egal zu welchen Zwecken sie genutzt wird – grundsätzlich muss jede Drohne versichert werden. Eine Zusatzversicherung ist hierfür nötig, da die private Haftpflichtversicherung dies in der Regel nicht abdeckt. Außerdem müssen die Geräte ab einem Gewicht von 250g mit der Adresse des Eigentümers und dem Drohnen-Kennzeichen auf einer feuerfesten Plakette ausgezeichnet sein. Für Fluggeräte mit einem Gewicht über 2kg wird ein Drohnen-Führerschein nötig, was die oben beschriebenen Beispiele aber nicht betrifft.

Vorschriften zum Fliegen der Drohne

Laut der Drohnen-Verordnung ist die maximal erlaubte Flughöhe auf 100m begrenzt. Auf ausgewiesenen Modellflugplätzebn darf sie aber überschritten werden. Außerdem muss das Fluggerät immer im Sichtfeld des Nutzers bleiben. Fliegen darf man auf freien Flächen, fern von Wohngrundstücken, Naturschutzgebieten, sowie außerhalb eines Radius von 1,5 km zu Flugplätzen. Auch zu Menschenansammlungen, militärischen- und Justizvollzugsanstalten, sowie Krankenhäusern und Unglücksorten müssen 100m Sicherheitsabstand eingehalten werden. Dies gilt auch für Bundesfern- bzw. Wasserstraßen, Bahnanlagen, sowie Energie- und Industrieanlagen. Für den Einsatz bei Nacht ist eine Zusatzgenehmigung notwendig.

Damit die neu gekaufte Kamera-Drohne nicht gleich im nächsten Baum hängen bleibt, sollte man das Starten und Landen zunächst in geringer Höhe üben. Dann kann es endlich los gehen zu spannenden Abenteuern mit Aufnahmen aus der Vogelperspektive.