Stürzt der AMD Ryzen den Intel Core i7 vom Thron?

Von | 20. Dezember 2016

Zu seiner neuen Zen-Prozessor-Architektur hat AMD bereits viele Details preisgegeben und diese ausführlich erläutert. Genau auf dieser Architektur basiert auch der jüngst von AMD vorgestellte neue High-End-Chip. Der Codename des ersten Zen-CPUs lautete im Vorfeld “Summit Ridge”. Der neue Hochleistungs-Chip von AMD wird nun den Markennamen “Ryzen” tragen.

Ryzen

 

Ryzen bietet dem Intel Core i7 Paroli

AMD schickte bei seiner Präsentation den neuen Ryzen-Chip gegen den Intel Core i7 6900K in den Ring und begann das Duell mit Battlefield 1 in 4K. Hierbei lag der Ryzen mindestens gleich auf, bei einer TDP von lediglich 95 Watt. Im Vergleich: der Intel-Chip hat eine maximale Leistungsaufnahme von 140 Watt.
Weiterhin ließ AMD seinen neuen Chip gegen einen übertakteten Intel Core i7 6700K antreten. Dabei wurde Dota 2 gezockt und die zwei Kontrahenten durften gleichzeitg über Twitch.tv mit reiner Prozessorkraft streamen. Hier gewann auch der Chip von AMD, wobei dieser Benchmark nicht sonderlich alltagstauglich ist, denn normalerweise übernimmt diese Aufgaben die Grafikkarte.

Ryzen

40 Prozent höhere Recheneffizienz und intelligente Sensorik

Der Basistakt des Ryzen 8-Kerner wird 3,4 GHz betragen und soll per Boost sogar noch in die Höhe schießen, dabei können 16 Threads parallel verarbeitet werden. Alle Kerne werden auf einen L3-Cache mit 16 MB zurückgreifen können. Im Vergleich zum Vorgänger soll demnach die Instructions-per-Clock-Rate um 40 Prozent gestiegen sein.
Weiterhin misst der Chip mit 100 integrierten Sensoren ständig die Frequenz, Spannung sowie Temperatur und passt sich den aktuellen Gegebenheiten intelligent an, wodurch sich der Energieverbrauch bei gleichbleibender Leistung abermals senkt. Die Frequenzen werden vom Prozessor in Schritten von jeweils 25 MHz fein justiert.

Ryzen ist lernfähig

Die künstliche Intelligenz der Ryzen Prozessoren soll ihnen erlauben, Anwendungsprofile zu erkennen und zu analysieren. Die adaptiven CPUs können daraufhin vorhersehen welche Daten, Anwendungen und Prozesse als nächste ausgeführt werden.
Darauf stellen sich die CPUs dann automatisch ein und laden die Prozesse bereits im Vorhinein. Sie lernen wie sich die einzelnen Anwendungen verhalten und passen sich diesen an.

Unterschiedliche Ausführungen

AMD wird den Ryzen in verschiedenen Ausführungen mit 4, 6 und 8 Kernen mit unterschiedlichen Taktraten anbieten. Die ersten Ryzens für Desktop-PCs werden bereits im ersten Quartal 2017 auf den Markt kommen, im zweiten Halbjahr sollen auch Notebooks mit den neuen CPUs ausgestattet werden.