SSD – Warum der Umstieg lohnt

Von | 10. April 2016

Die SSD (Solid-State-Drive) ist eine immer weiter verbreitete Form des Massenspeichers, der die altbekannten, magnetischen Festplatten (HDD) mittelfristig ersetzen wird. Die SSD besitzt einige Vorzüge gegenüber den herkömmlichen, mechanischen Speicherlaufwerken. Eine Mischform aus beiden Technologien stellt die neue Hybrid-Festplatte dar. Nachfolgend wird auf die für den Benutzer relevanten Eigenschaften der HDD und der SSD eingegangen.

SSD-or-HHD

Geschichtliches

Hard Disk Drive (HDD)

Die altbewährte, magnetische Festplatte kann bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits 1956 wurde die erste dieser Art durch IBM vorgestellt. Dieses Speichermedium hatte damals eine Kapazität von 5 Megabyte (MB) und wog sage und schreibe 500 Kilogramm, heute unvorstellbar. Auf eine derartige Festplatte würde heutzutage gerade einmal noch ein hochauflösendes Foto passen. Die heutigen HDDs können mehrere Terabytes (1 TB= 1.000.000 MB) fassen. Diese Festplatten wurde über Jahrzehnte hinweg in allen Computern genutzt.

Solid State Drive (SSD)

Die ersten Festplatten dieser Generation kamen 1995 auf und waren damals extrem teuer. Für Privatanwender war die SSD nicht vorgesehen und diente nur speziellen Einsatzzwecken Einsatzzwecken im professionellen Bereich.

Eigenschaften

HDD

Dieses elektrische Speichermedium funktioniert magnetisch. Die Daten werden hier auf magnetische Scheiben geschrieben. Diese Schreibvorgänge machen sich mit einem „Knattern“ bemerkbar. Die heutige Technologie verringert diese Geräusche stark, oft sind sie dennoch hörbar.

SSD

SSD

SSDs speichert Daten – im Gegensatz zur HDD – nicht auf Magnetscheiben, sondern auf elektronischen Halbleiter-Bausteinen (Flash-Chips). Die SSD Speichertechnik ist in einer etwas abgewandelten Form auch in USB-Sticks, SD-Speicherkarten oder in Smartphones und Tablets wiederzufinden.

SSD

Die Vorteile der SSD Festplatte im Detail

Leiser

Sie arbeitet im Vergleich zur HDD komplett geräuschlos und gewährleistet so ein ungestörtes Arbeiten.

Robuster

Sie hat eine kompaktere Bauweise und ist robuster als die HDD, da diese noch auf viele mechanische Bestandteile setzt. Außerdem hat sie einen geringeren Energiebedarf.

Cooler

SSD Festplatten werden gegenüber den HHDs so gut wie gar nicht heiß. Außerdem vertragen sie Temperaturschwankungen besser und sind daher weniger störanfällig.

Schneller

Die größte Stärke der SSD ist ihre Geschwindigkeit. Die Lese- sowie die Schreibgeschwindigkeiten sind um ein Vielfaches höher. Das fängt beim Booten des Computers an und hört beim Herunterfahren auf – hier macht sich die hohe Durchsatzrate besonders bemerkbar. Aber auch vor allem die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht sich drastisch. Das Aufrufen von Dateien funktioniert wesentlich schneller.

Die Vorteile der herkömmlichen Festplatten

Hier ist die Antwort ganz klar: HDDs sind wesentlich billiger. Wer viel Speicherplatz benötigt,  fährt mit einer HDD eventuell besser, denn die Vorzüge der SSD stehen deren Kosten gegenüber. SSD sind um ein Vielfaches teurer und bei erhöhtem Speicherbedarf gehen die Kosten schnell durch die Decke. Daher sind die HDDs noch sehr weit verbreitet, obgleich hier der Trend zu erkennen ist, dass die Kosten der SSD inzwischen stark sinken.

Für wen lohnt sich der Kauf einer SSD?

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Entscheidung zugunsten einer SSD oder einer HDD individuell abgewägt werden sollte. Möchten Sie Leistung um jeden Preis? Dann sollten Sie wohl zur Solid State Disk greifen. Auch lohnt es sich, alte Computer mit einer SSD aufzurüsten. Die Geschwindigkeitsschübe sind hier teilweise erstaunlich und können einem älteren PC durchaus wieder Leben einhauchen. Wer jedoch große Datenarchive pflegt, kommt wahrscheinlich vorerst nicht an einer altbewährten Festplatte vorbei. Diese bieten im Endeffekt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Kosten bleiben überschaubar.

Welche SSD darf es sein?

Auf dem Markt tummeln sich viele Anbieter von SSDs mit den unterschiedlichsten Preisen. Für Laien sind die Unterschiede oft unklar. Beim Kauf sollte man auf jeden Fall die Speichergröße und die Speichergeschwindigkeit im Auge behalten. Je nach Nutzungsverhalten eignen sich unterschiedliche Modelle. Nachfolgend stellen wir exemplarisch ein paar Festplatten verschiedener Hersteller vor.

Samsung EVO 500 (MZ-75E500B) – sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die 850 EVO 500 von Samsung bietet eine gute Mischung. Für einen erschwinglichen Preis bietet sie 500 GB an Speicher. Für viele Privatanwender kann das durchaus genügen. Die SSD kann mit guten Schreib- und Lesegeschwindigkeiten punkten (jeweils 500 MB pro Sekunde) und ist damit beim Arbeiten relativ flott unterwegs. Auch der Stromverbrauch ist niedrig.

SSD

 Sandisk Z400s – eine günstige Option

Sandisk ist führender Anbieter von Flash-Speicher-Produkten. Selbstverständliche bietet das Unternehmen daher auch SSD Festplatten in den verschiedensten Größen an. Viele auch im Low-Budget-Bereich. Exemplarisch kann man hier die SanDisk Z400s aufführen. Dieses günstige Modell könnte auch für Einsteiger interessant sein. Mit 256 GB bietet sie für einen günstigen Preis verhältnismäßig viel Speicherplatz. Kleinere Abstriche müssen hier in Sachen Schreibgeschwindigkeit (330 MB/Sekunde) gemacht werden.

SSD

Kingston V300 120 GB – gute Alternative für Heimanwender

Auch Kingston bietet diverse SSD-Festplatten im unteren Preissegment an. Wer als Heimanwender auf viel Speicherplatz verzichten kann, der sollte sich einmal die Kingston V300 mit 120 GB anschauen. Die Lese- und Schreibgeschwindigkeit ist hier relativ flott (450 MB/S). Die Festplatte gibt es in drei unterschiedlichen Speichergrößen: 60 GB, 120 GB und 240 GB. Aber 120 GB sollten es dann schon sein, denn 60 GB sind schon sehr knapp bemessen.

SSD

HyperX Predator – Geschwindigkeitsvorteile

Die HyperX Predator ist schnell, sogar sehr schnell: die Lesegeschwindigkeit beträgt beim 480er Modell 1290 MB/S und beim Lesen 910 MB/Sekunde. Das kleinere Modell mit 240 GB bringt es ebenfalls auf gute Werte.

SSD

Intel 750 – Daten-Highspeed

Die Intel 750 darf als Konkurrenten zur HyperX Predator betrachtet werden, sie ist in drei Größen erhältlich, 400, 800 und 1200 GB. Die Geschwindigkeit ist beim 1.200 GB Modell mit 2,5 GB/s (schreiben) und 1,2 GB/s (lesen) jeweils sehr hoch. Diese SSD ist eine der Schnellsten am Markt, das lässt sich Intel dann aber auch dementsprechend gut bezahlen.

SSD

 Crucial MX200 1 TB

Wer derzeit auf der Suche nach einer SSD ist, der sollte auch die Modelle von Crucial näher betrachten. Die Crucial MX200 1 TB beispielsweise bietet mit einem großen Speicher von 1 TB eine grundsolide Ausstattung.

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Transcend SSD370S 1 TB

Die SSD370S von Transcend zählt mit 1 TB zu den Modellen mit höherer Speicherkapazität und liegt preislich im Mittelfeld. Die Datentransferrate ist gut und die Transcend kann eine Option zur Crucial MX200 darstellen.

SSD

Fallende Preise machen SSD attraktiver

Die Solid State Drives besitzt die eindeutigen Vorzüge und da die Preise stetig sinken, stellt ein Umstieg eine sinnvolle Investition dar. Ein weiterer Trend sind die sogenannten Hybrid-Festplatten, die in Zukunft sicherlich auch an Bedeutung gewinnen werden.

 

4 thoughts on “SSD – Warum der Umstieg lohnt

  1. Max

    Habe vieles neues aus diesem Beitrag dazugelernt. Schnell und kurz auf den Punkt gebracht. Dankeschön! 🙂

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  2. Alex

    Guter Artikel, ich habe auch einiges zu den technischen Unterschieden zwischen SSD und HDD geschrieben
    Gruß
    Alex

    Reply

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