Sind Lootboxen mit Glücksspiel gleichzusetzen? Bayern prüft.

Von | 8. Februar 2018

Das Thema „Lootboxen“ ist nicht nur in der Gaming-Szene umstritten. Aktuell entbrennen in mehreren Ländern politische Debatten darüber, ob Lootboxen dem Glücksspiel gleichzusetzen sind.

Lootboxen bald erst ab 18 Jahren?

In Großbritannien kam man zum Schluss, dass Lootboxen nicht mit Glücksspielen vergleichbar sind. In anderen Ländern stehen sie derzeit noch auf dem Prüfstand. In Bayern wurden nun von CSU- und SPD-Fraktion sowie von den Freien Wählern Überprüfungsanträge bei der Landesregierung gestellt. Außerdem fordern sie die Kommission für Jugendmedienschutz auf, sich mit einzuschalten. Einige plädieren für eine grundsätzliche Freigabe ab 18 Jahren. Die Freien Wähler haben ihren Antrag sogar direkt an die Bundesregierung gestellt. Die Christdemokraten möchten parallel zu diesen Anträgen eine Aufklärungskampagne starten, um die Zielgruppe mehr für das Thema zu sensibilisieren.

LootboxenLootboxen

Was sind eigentlich Lootboxen und weshalb sind sie so umstritten?

Die sogenannten Lootboxen stellen virtuelle Schatzkisten dar, die innerhalb von Computerspielen erworben werden können. Sie enthalten zusätzliche, für das jeweilige Spiel nützliche Gegenstände wie beispielsweise Waffen, Kostüme oder Karten. Vor dem Kauf weiß der Spieler jedoch noch nicht, was er genau erhält. Insbesondere kostenlose Spiele finanzieren sich durch derartige Konzepte. Aber einige Hersteller sind auch inzwischen dazu übergegangene, bereits kostenpflichtige Spiele mit solchen Boxen voll zupacken – zum Ärgernis vieler Zocker. Als problematisch wird hierbei das süchtig machende Potenzial für jugendliche Spieler angesehen, die teilweise viel Geld investieren. Vor allem, weil der Käufer keine Kontrolle darüber hat, welchen Inhalt er mit dem Kauf einer Box erwirbt, ziehen viele Parallelen zum Glücksspiel.

Lootbox – Abzocke oder nützliches Feature?