SD-Karten der neuen Generation

Von | 11. Dezember 2015

Da sich die Technologien in den modernen Mediengeräten rasant verbessern und immer mehr Daten produziert werden, werden auch permanent neue Möglichkeiten zur Datenspeicherung entwickelt. Speichermedien wie SD-Karten entwickeln sich ständig weiter. Dadurch hat sich in wenigen Jahren ein Wirrwarr aus Bezeichnungen für die genauen Spezifikationen von Speicherkarten ergeben – zum besseren Überblick darüber, was in der jeweiligen SD-Karte steckt, muss man wissen, was die einzelnen Logos und Bezeichnungen auf der Speicherkarte bedeuten.

Je nach Speicherkapazität unterscheidet man SDHC (SD High Capacity) und SDXC (SD eXtended Capacity) Speicherkarten. Bis zu einer Größe von 32GB wird von einer SDHC gesprochen, danach wird die SD-Karte als SDXC-Karte bezeichnet, welche Speichermengen bis zu 2TB beherbergen kann. Bei Abmessung und Kontakten ändert sich dabei nichts. Der Speicherkartenhersteller Kingston bietet momentan SDXC-Karten mit einer Kapazität von bis zu 512GB an.

Bei der Auswahl einer SD-Karte ist neben dem Speicher vor allem die Lese- und Schreibgeschwindigkeit wichtig. Je höher die sequentielle Schreib- und Leserate, desto schneller können große Datenmengen auf die Speicherkarte transferiert werden. Nutzt man die SD-Karte beispielweise für eine Kamera, kann mit einer schnelleren Übertragungsrate die Pufferzeit (die Zeit, die gebraucht wird, um die Daten auf der Karte zu speichern) zwischen Aufnahmen reduziert und dadurch hochauflösendere Fotos oder Videos in Kinoqualität aufgenommen werden. Auch mehr Bilder in kürzerer Zeit werden möglich, z.B. bei Serienbildreihen.

Ob man eine schnellere Speicherkarte benötigt, erkennt man an verschiedenen Anzeichen wie: Es dauert sehr lange, bis ein aufgenommenes Foto komplett auf die Karte geschrieben ist oder Videodateien als fehlerhaft oder in schlechter Qualität dargestellt werden. Wichtig bei der Wahl einer SD-Karte ist dabei, dass die entsprechende Schnittstelle und die Geschwindigkeitsklasse auch vom Endgerät unterstützt werden müssen, um die maximalen Geschwindigkeiten zu erreichen. Die Karten sind zwar abwärtskompatibel, arbeiten dann aber langsamer und können ihr Potential nicht ausschöpfen.

kingston SD

Leistungsklasse

Die Leistungsklasse gibt die Mindestübertragungsrate ohne einen UHS-Bus an. An erkennt diese Klasse (2, 4, 6 oder 10) durch eine auf der Speicherkarte aufgedruckte Zahl in einem rechts offenen Kreis. Sie gibt dabei die entsprechende Datenübertragung in Megabyte pro Sekunde an, eine Karte der Klasse 10 überträgt Daten also mindestens mit 10MB/s. Wenn das genutzte Gerät keine UHS-Schnittstelle hat, kann die Karte maximal mit dieser Geschwindigkeit arbeiten.

 

Die UHS-Schnittstelle (Bus) und die UHS-Geschwindigkeitsklasse

Geht es bei der Leistungsklasse um die minimale Geschwindigkeit, so wird mit der Ultra High Speed-Angabe (UHS) zweierlei definiert:

Die römische Ziffer (I oder II) steht für den entsprechenden UHS-Bus, also für die Schnittstelle, aus der sich die Maximalgeschwindigkeit der Übertragung ergibt. Wird die Highspeed-Karte mit einem kompatiblem Endgerät genutzt, ergeben sich bei Karten der Klasse UHS-I Lesegeschwindigkeiten von bis zu 104 MB/s und bei der neuen UHS-II-Schnittstelle können sogar bis zu 312 MB/s Lesegeschwindigkeit erreicht werden.

Außerdem findet man auf der SD-Karte eine kleine Zahl in einem „U“. Sie bezeichnet die UHS-Geschwindigkeitsklasse. Diese gibt die Mindestgeschwindigkeit der Karte an, wenn sie mit einem UHS-Bus genutzt wird. UHS-Klasse-1 steht dabei für eine Mindestgeschwindigkeit von 10MB/s und UHS-Klasse-3 für mindestens 30MB/s.

Ist das Endgerät nicht mit der neuesten Schnittstelle kompatibel, so wird die alte Leistungsklasse (Zahl im nach rechts offenen Kreis) betrachtet, welche den garantierten Mindestwert im Nicht-UHS-Modus darstellt. Durch diese Zahlen kann man also schnelle und langsame Übertragungsraten unterscheiden und eine SD-Karte anschaffen, die den eigenen Anforderungen gerecht wird.

Karten die eine UHS-Schnittstelle besitzen, werden Highspeed-Karten genannt und erreichen sehr hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeiten, wenn sie an einen kompatiblen Bus angeschlossen werden. Von diesen hohen Geschwindigkeiten durch die UHS-Schnittstelle profitieren vor allem Fotografen, die 4K-Filmaufnahmen oder lange Serienbildreihen machen wollen, oder wenn ein schnelles Kopiertempo erwünscht ist.

Kingston SDXC

Highspeed SDHC/SDXC-Karten von Kingston

Der Speicherkartenhersteller Kingston bietet solche SDHC/SDXC-Karten im Highspeed-Bereich mit enormen Speicherkapazitäten an:

Kingston bietet zwei Serien von UHS-1-Karten an (genauere Bezeichnung: SDHC/SDXC UHS-I-Klasse-10-Karten), deren Speicherkapazitäten von 8GB bis 512GB reichen.

Durch den hochentwickelten UHS-I-Bus und die UHS-1-Geschwindigkeitsklasse bieten sie enorme Geschwindigkeiten und beeindruckende Übertragungsraten. Und auch wenn sie mit einem nicht-UHS-I-fähigen-Gerät benutzt werden, wird der Nutzer dank Leistungsklasse 10 (mindestens 10MB/s) nicht enttäuscht.

Die SD-Karten der SD10VG2-Reihe bieten dabei eine maximale Lesegeschwindigkeit von 45MB/s und die Karten der SDA10-Reihe lesen mit bis zu 90MB/s.

Diese enormen Geschwindigkeiten sorgen beim Fotografieren für reduzierte Pufferzeiten zwischen den Shots, sind optimal für Serienbildreihen von bewegten Objekten oder auch die Aufnahme von Full-HD-Videos und 3D-Videos in Kinoqualität. Und durch bis zu 512GB Speicherkapazität bieten die SD-Karten auch genug Platz für hochauflösende Aufnahmen in HD-Qualität.

SDC10G2_64GB_hr

Der kleine Bruder: microSDHC/SDXC

Neben den normalen SD-Karten bietet Kingston seit Oktober in der gleichen Reihe auch eine microSDHC/SDXC-Karte an, die mit den gleichen Übertragungsraten arbeitet. Sie ist deutlich kleiner und leichter als eine normale SD-Karte, was sie vor allem für kleinere Geräte optimiert. Auch sie liefert dank UHS-I Klasse 10-Spezifikationen enorme Geschwindigkeiten. Mit einer Lesegeschwindigkeit von 45MB/s und bis zu entspricht sie der Leistung klassischer SD-Karten, durch ihren kleinen Formfaktor ist sie geeignet für kleine und kompakte Mediengeräte wie Smartphones, Tablets oder Actioncams. Auf bis zu 128GB Speicherplatz können Fotos, Videos, Musik, Dateien, Apps, Spiele, Filme und vieles mehr gespeichert werden.

Die microSD-Karten können mit einem Adapter in SD-Format gebracht werden, was sie mit Geräten mit SD-Slot oder den PC kompatibel macht.

Noch dazu sind die SD-Karten von Kingston enorm langlebig: Auch bei rauen und unsicheren Witterungsbedingungen sorgen sie dafür, dass die Daten auch in Ausnahmesituationen geschützt sind. Sie sind wasserdicht, stoßresistent und funktionieren auch bei Extremtemperaturen.

Außerdem bietet Kingston auf seine SD- und microSD-Karten eine lebenslange Garantie sowie kostenlosen Support. Die SDHC/SDXC-Speicherkarten sind dadurch eine optimale Ergänzung zu den mobilen Geräten der neuen Generationen.

 

 

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One thought on “SD-Karten der neuen Generation

  1. Jens

    Danke für den tollen Artikel. Ich finde es gerade auch im Bereich der Fotografie immer wieder wichtig, sich gute Karten mit einer optimalen Schreib- und Leserate zu kaufen. Man sollte nicht am falschen Ende sparen. Hatte es schon oft bei Serienaufnahmen, dass die Karten einfach zu langsam waren. Ich bin ein Freund von SanDisk – habe dort gute Erfahrung!

    Grüße Jens

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