Samsung PM1643 – Riesen-SSD mit 30 Terabyte

Von | 6. März 2018

Samsung knackt mit der PM1643 abermals Speicher-Rekorde. Die 30,72 Terabyte große SSD im 2,5 Zoll Formfaktor wird bei der Markteinführung das größte im Handel erhältlich Modell weltweit sein. Die Koreaner haben bereits im Januar mit der Massenproduktion der PM1643 begonnen. Einige Unternehmen sollen angeblich bereits erste Exemplare für ihre Rechenzentren erhalten haben.

PM1643
Samsung PM1643 – für professionelle Anwendungen bestimmt

Die hohe Speicherkapazität realisiert Samsung mit einer Doppel-Platine im Gehäuseinneren auf der 32 1-Terabyte-V-NAND v4-Speicherchips in 64 Schichten sitzen. Die Samsung PM1643 wird via SAS-12-GBit/s-Dual-Port-Interface angeschlossen und soll Daten mit 2,1/1,5 GByte/s  bei 400.000/50.000 IOPS lesen und schreiben können. Die Controller-Einheit umfasst neun einzelne SSD-Controller, die zu einem Bauteil zusammengefügt wurden. Darüber hinaus  stehen 40 GByte DRAM-Cache zur Verfügung. Weiterhin macht Samsung Angaben zur Lebensdauer (Mean Time To Failure, MTTF) der neuen Riesen-SSD. Diese beträgt zwei Millionen Stunden und innerhalb dieses Zeitraums können insgesamt rund  60 PByte oder 32 Tbyte Daten pro Tag  (1 DWPD, Drive Write Per Day) geschrieben werden. In den nächsten Monaten möchte Samsung sein Portfolio an Enterprise-SSDs um ein 15,36-, ein 7,68-, ein 3,84- und einem 1,92-TByte-Modell sowie um eine  960- und 800-GByte-Varianten ergänzen.

Ganz schön teuer…

Mit einem erwarteten Preis jenseits von 15.000 Euro richtet sich die PM1643 eindeutig an professionelle Business User. Aus technischer Sicht ist es beeindruckend zu sehen, wie viel Daten inzwischen auf eine SSD passen. Doch muss es immer eine SSD sein? In diesem Fall werden wohl selbst Unternehmen genauesten abwägen, ob bei SSDs wie der Samsung PM1643 das Preis-Nutzen-Verhältnis für den jeweiligen Anwendungszweck noch angemessen ist und sich eine Investition rentiert. In speziellen Einsatzgebieten kann das durchaus der Fall sein, doch in der Regel eignen sich auch herkömmliche Festplatten immer noch bestens für den Betrieb in Servern. Der Preis pro TB fällt bei HDDs weitaus geringer aus als bei SSDs. Enterprise HDDs mit Kapazitäten von 10 TB erhält man beispielsweise bereits ab rund 300 Euro von Seagate:

 

Vor allem aber für Privatnutzer, die sehr große Datenmengen speichern, sind HDDs häufig die bessere Alternative. Wer lediglich alte Bilder, Videos und große Dateien abspeichert, die nicht unbedingt stündlich abgerufen werden müssen, der komm häufig immer noch bestens mit modernen HDDs aus. Eine SSD mit einer sehr hoher Speicherkapazität macht nur dann Sinn, wenn die Daten zu jeder Zeit hochverfügbar sein sollen und täglich aktiv genutzt werden. Einen guten Kompromiss zwischen hoher Leistung, großer Speicherkapazität und günstigem Preis bieten beispielsweise die SSDs der DC400-Reihe von Kingston: