Radeon RX 460 und RX 470 – AMD’s Mittelklasse setzt Akzente

Von | 24. August 2016

Mit den beiden kleineren Polaris Grafikkarten Radeon RX 470 und RX 460 besetzt AMD die Preisklassen zwischen 130 und 250 Euro. Versprochen wird genug Leistung für das Spielen in Full HD mit maximal 60 Bildern pro Sekunde – bei hoher Effizienz und wenig Stromverbrauch.

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Ausreichend Leistung für Full HD – mit Abstrichen bei Grafikdetails

Nachdem AMD das Topmodell der neuen Grafikkartengeneration, die Radeon RX 480, bereits im Juni veröffentlicht hat, sind seit Anfang August auch die beiden kleineren Modelle der aktuellen Polaris-Grafikkarten verfügbar: Radeon RX 470 und RX 460.

Die RX 470 basiert, wie das  Topmodell RX 480, auf dem Polaris 10-Chip.  Allerdings mit nur 4 GB GDDR5 Grafikspeicher, welcher zudem in Bandbreite und Taktrate beschnitten ist und mit nur 2048 statt 2304 Shader-Einheiten auskommen muss. Das kleinere Modell RX 460 verwendet stattdessen den Polaris 11 Chip. Dieser wird zwar ebenfalls im 14-Nm-Verfahren gefertigt und ist so besonders Stromsparend (nur 75 Watt TDP). Doch müssen beim günstigsten Modell der RX-Serie massive Einbußen hingenommen werden. So wurde der Speicher auf nur 2 GB verkleinert. Auch der Chiptakt wurde im Vergleich zur RX 470 weiter gesenkt. Ebenso haben sich die zur Verfügung stehenden Shader-Einheiten von 2304 (RX 480) auf nur noch 896 (RX 460) mehr als halbiert.

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Radeon RX 470 als Preistipp?

Insgesamt liegt die RX 470 in den Benchmarks so ein klein Wenig über dem Leistungsniveau einer Geforce GTX 970 und nur wenige Prozentpunkte hinter der Leistung der Vollausbaustufe RX 480 – zumindest in FullHD. Interessanterweise bleibt der Abstand der RX 470 zum Topmodell auch in höherer Auflösung nahezu identisch. Dies macht  die Mittelklasse-Grafikkkarte zur echten Alternative, insbesondere im Preissegment um 250 Euro.

Unter dem Strich wagt AMD einen spannenden Spagat zwischen (relativ) hoher Leistung und günstigem Preis. Insbesondere da die RX 470 dem Spitzenmodell der Serie in Sachen extrem nahe kommt – allerdings für gut 50 Euro weniger. Einziges Manko des günstigeren Modells stellt der mit 4 GB nur bedingt zukunftsfähige Grafikspeicher dar. Hier ist die RX 480 mit ihren 8 GB deutlich besser bestückt, was den höheren Preis absolut rechtfertigt.

[Gesamt:1    Durchschnitt: 3/5]

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