Core OS – Microsoft unterzieht Windows einer Verschlankungskur

Von | 31. Januar 2018

Microsoft arbeitet derzeit an einer modifizierten Version von Windows 10 mit dem Codenamen Core OS. Hierbei entfernt der Softwarehersteller einige der älteren Komponenten wie Win32 zugunsten einer verbesserten Performance.

Einige Systemkomponenten werden verschlankt

Core OS basiert auf der Universal Windows Plattform (UWP), verwendet einen universellen Code und ist auf unterschiedlichen Geräten einsetzbar. Das modular aufgebaute Betriebssystem soll für Smartphones (Andromeda) und Desktops (Polaris) erscheinen. Alle Varianten verfügen über denselben  One-Core-Kernel. Die herkömmlichen Win32 Desktop-Anwendungen werden bei Core OS entfernt. Systemkomponenten wie der Desktop, der Explorer, das Startmenü, die Systemsteuerung oder der Geräte-Manager werden komplett durch UWP-Apps ersetzt und redesigned. Dennoch besteht die Möglichkeit, traditionelle Desktop-Programme via Remote Virtualisierung weiterhin zu nutzen. Windows Core OS soll ein eigenständiges Betriebssystem werden und zu Windows 10 koexistiert. Ein Update von Windows 10 auf Core OS ist daher nicht geplant.

Windows Core OS ist als schlankes System für den Endverbraucher konzipiert

Mit Maßnahmen wie der kompletten Entfernung von Win32 zielt Microsoft darauf ab, sein Betriebssystem zu verschlanken und zu modernisieren. Hierdurch soll die allgemeine Systemperformance gesteigert und der Stromverbrauch reduziert werden, was auch vor allem mobilen Geräten zugutekommen könnte. Windows Core OS ist eher für den Standard-Anwender konzipiert, der weniger komplexe Anwendungen nutzt. Für professionelle Anwendungen oder Gaming ist Core OS nicht vorrangig ausgelegt. Es steht vielmehr für ein schnelles, leichtes, ausdauerndes und effizientes Windows-System für Anwendungen wie Office, Internet und Multimedia. Daher wird es vermutlich auch vor allem bei günstigeren PC-Systemen mit schwächerer Hardware zum Einsatz kommen.