Sony kündigt neue Features für PlayStation 4 an

Von | 18. Dezember 2015

PlayStation 4 bricht Rekorde

Unter den Next-Gen-Konsolen ist es eindeutig die PlayStation 4, die den Konsolenmarkt dominiert. Nach eigenen Angaben wurden seit Verkaufsstart vor zwei Jahren (am 29.11.13 in Europa) mehr als 30 Millionen PlayStation 4-Geräte verkauft. Damit erreicht Sony in Kontinentaleuropa mit einem Marktanteil von 90% eindeutige Vormachtstellung. Allein im November habe Sony – laut offiziell nicht bestätigten Insiderinformationen – eine Million Endgeräte verkauft. Diese enorme Zahl ist auf den Beginn der Weihnachtssaison und den Black Friday zurückzuführen, an dem Kunden vor allem in den USA mit zahlreichen Sonderangeboten gelockt werden. Der Konkurrent Microsoft hält sich mit der Veröffentlichung von Verkaufszahlen der Xbox One seit 2014 zurück, daher kann damit nicht verglichen werden.

Die aktuelle Revision der PlayStation 4, die seit Juni 2015 auf dem Markt ist, bietet dem Kunden im Vergleich zum Vorgängermodell doppelt so viel Speicher (1 Terrabyte) und hat einen um acht Prozent verringerten Energieverbrauch. Optisch unterscheidet sich die neue Variante nur geringfügig von der alten, sie wird in Mattschwarz oder in Weiß angeboten. Für knapp 399€ ist die PlayStation der CUH-1200-Serie auf dem Markt erhältlich. Sony‘s PlayStation 4 punktet vor allem durch Features wie Zugriff auf Streaming-Services; der Möglichkeit, 3D-Blu-Rays abzuspielen sowie mit einer umfangreichen Spielebibliothek. Außerdem können ganz einfach Gameplay-Videos auf YouTube hochgeladen werden.

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Siebter Kern für Spieleentwickler freigegeben

„Added FMOD_THREAD_CORE6 to allow access to the newly unlocked 7th core.”

Diese Zeile in den aktuellen Patchnotes löste weitreichende Spekulationen aus: Die x86 basierte CPU von AMD, die in der aktuellen Konsole von Sony verbaut ist, bot bisher sechs der acht Kerne zur freien Verfügung für Spieleentwickler. Die beiden anderen waren für das Betriebssystem und parallel laufende Hintergrundprozesse reserviert. Nun könnte also der siebte Kern für Spieleentwickler freigegeben worden sein. Durch den dadurch entstehenden Leistungsschub können Spiele zukünftig noch schneller und schöner werden. Microsoft hatte mit der Xbox One diesen Schritt zu mehr Rechenleistung bereits im Januar 2015 gewagt. Ob die PlayStation 4 dabei tatsächlich nachzieht, wurde von Sony bisher noch nicht offiziell bestätigt. Falls dies aber der Fall ist, dürfen sich die Nutzer darauf freuen, dass die Entwickler zukünftig noch mehr Raum für überzeugende Grafik- und Geschwindigkeitsverbesserungen haben und so das Potential der Konsole optimal ausgenutzt werden kann.

PS 4-Inhalte auf dem PC streamen?

Was bei der Xbox One seit der Einführung von Windows 10 bereits möglich ist, soll nun in naher Zukunft auch bei der PlayStation 4 funktionieren: Nachdem ein privater Entwickler für 10 Dollar eine App angeboten hatte, mit der das Streaming von der Konsole auf den PC möglich sein soll, ließ Konzernchef Shuhei Yoshida bei Twitter verlauten, dass Sony ebenfalls an einer solchen App für PC und Mac arbeite. Bisher bot die PS 4 nur die Möglichkeit, auf die PlayStation Vita und auf einige Z3-Smartphones und Tablets zu streamen. Über WLAN können dabei die Bildschirminhalte auf dem entsprechenden Gerät angezeigt werden.

Ein solches Streaming auf dem PC kann vor allem dann praktisch sein, wenn der Familien-TV im Wohnzimmer durch den Partner oder die Kinder belegt ist – dann kann einfach auf den Rechner im Arbeitszimmer gestreamt und ohne Probleme gezockt werden.

Die alten Klassiker auf der neuen Konsole: Der PS2-Emulator

Eine weitere aktuelle Meldung von Sony lässt Zockerherzen höher schlagen: Ein Sprecher bestätigte, dass Sony an einer Emulationssoftware für PlayStation 2-Spiele arbeite. Dadurch könnten bald Klassiker wie Metal Gear Solid 3 oder Final Fantasy X auf der PlayStation 4 gespielt werden. Eine spezielle Software sorgt dafür, dass die alten Spiele auch auf der aktuellen Konsole von Sony gezockt werden können. Der Emulator könnte – wie bei der Xbox One – einfach als Update aufgespielt werden. Um die Spiele auch ohne Probleme auf den neuen Geräten zocken zu können, werden die Klassiker zusätzlich etwas optimiert: Die Auflösung soll auf 1292×896 Pixel (60 fps) hochskaliert werden, damit die Spiele auch neue Full-HD-Bildschirme ausfüllen. Außerdem sorgen die PS 4-Features dafür, dass die Kanten für eine bessere Grafik etwas geglättet werden.

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Final Fantasy X: Bald wieder in den Zockerregalen zu finden?

Wie genau der Emulator funktioniert oder wann er erscheinen soll, ist noch unklar, aber es wird spekuliert, dass Sony genaueres auf der „PlayStation Experience 2015“ am 5. und 6. Dezember bekannt geben könnten. Dort werden hoffentlich auch aktuelle Fragen geklärt wie: Wie kommt man an die Spiele? Kann man sie im PlayStation Store erwerben und herunterladen kann oder ist es auch möglich, die bereits gekauften alten Spiele-CDs zu installieren? Außerdem ist auch noch nicht klar, ob es bei allen Spielen funktioniert, sie auf dem Emulator abzuspielen, oder ob es nur eine bestimmte Auswahl geben wird. Eingefleischte Zocker hoffen zumindest darauf, Klassiker wie God of War wieder aufleben zu lassen. Die Abwärtskompatibilität ist erstmal nur für PS 2-Spiele gedacht, eine Abwärtskompatibilität zu PlayStation 3-Spielen sei wohl bisher nicht geplant.

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