Peercoin – der Öko unter den Altcoins

Von | 1. März 2018

Das kommerzielle Schürfen von Blockchain-Kryptowährung ist nur mit extrem leistungsfähiger Hardware realisierbar. Um die hierfür benötigte Rechenleistung erzeugen zu können, laufen Grafikkarten, Prozessoren, Arbeitsspeicher und Kühlsysteme auf Hochtouren. Dabei fressen die Mining-Systeme sehr viel Strom und verursachen damit auch Probleme. Das verdeutlicht der Fall Island. Dem dort ansässigen Energieunternehmen HS Orka zufolge dürften die professionellen Bitcoin-Produzenten im eigenen Land dieses Jahr schon mehr Strom verbraucht haben als alle isländischen Privathaushalte zusammen. Dieser enorme Energiebedarf geht auch zulasten der Umwelt. Bei Peercoin besteht dieses Problem allerdings nicht.

Der Peercoin gilt als klimaschonend, kostengünstig und sicher

Beim Peercoin wird keine spezielle Mining Hardware benötigt, er lässt sich generell auf jedem Computersystem prägen und ist dabei nicht auf eine bestimmte Rechenleistung angewiesen. Eine weitere Besonderheit des Peercoins ist seine Verzinsung. Anleger, die auf Peercoin setzen und das Netzwerk stärken, werden mit einer jährlichen Verzinsung von einem Prozent belohnt. Darüber gilt der Coin als wesentlich sicherer als andere Kryptowährungen. Von Krypto-Raubzügen, wie sie beim Bitcoin täglich stattfinden, war beim Peercoin bisher noch nichts zu hören.

Peercoin

In der „breiten Masse der Miner“ ist umweltfreundlich Peercoin allerdings noch nicht angekommen. Mit einer relativ niedrigen Marktkapitalisierung von etwa 125 Millionen Dollar belegt er gerade einmal den 159. Platz unter den rund 1.500 bekannten Kryptowährungen. Diese geringe Popularität ist wohl auch der Kursentwicklung zuzuschreiben. So schnell wie der Kurs kurz nach der Einführung in die Höhe schoss, so schnell fiel er auch wieder auf das Ausgangsniveau zurück. Dreieinhalb Jahre lang hat sich dann kaum etwas getan. Letzten Sommer nahm der Kurs wieder kräftig Fahrt auf und erreichte vor kurzem im Januar seit Allzeithoch, um kurz darauf wieder stark abzustürzen.

Konnte von euch schon jemand (positive) Erfahrungen mit Peercoins sammeln?

14 thoughts on “Peercoin – der Öko unter den Altcoins

  1. Nils KortlangNils Kortlang

    Ihr wisst schon wie Proof of stake funktioniert oder? Man kann einen Node über nen Raspberry Pi 3 laufen lassen und der zieht grad mal 5 Watt!
    Schaut mal bei ecc.network vorbei und seht was mit ner POS Multichain möglich ist.

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  2. Sebastian KaiserSebastian Kaiser

    umweltschonende Kryptowährung….???? selten so nen mist gehört. Ich hoffe die ist auch Vegan fair trade und ohne Kinderarbeit…….

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  3. Alfred E. NeumannAlfred E. Neumann

    umweltschonend…ah ja…und wie sehr schont der Strom, der beim Minen verbraucht wird die Umwelt?

    Und das er nicht so stark angegriffen wurde wie Bitcoin liegt vielleicht auch daran, was der Angreifer im Erfolgsfall erbeuten könnte? Nicht viel.

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    1. Armin BruhnsArmin Bruhns

      Naja so umweltschonend wie es bei etwas virtuellem nunmal geht. Ein Minimum an Strom braucht man nunmal um ein virtuelles Netz aufbauen zu können. Das funktioniert hier aber mit JEDER Hardware, also auch ARM Prozessoren(Handy, RasPi,usw.) wärend man für Bitcoin Mining gigantisch viel Strom braucht (mindestens ~500 Watt damit es irgendwas bringt). Selbst für eine Zentral verwaltete Kryptopwährung bräuchte man wahrwcheinlich mehr Strom, denn diese hier lässt sich auch nebenbei minen.

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