Palit GTX 1050 Ti KalmX 4GB – passive Leistung

Von | 10. Februar 2017

Palit schickt mit seiner GTX 1050 Ti KalmX eine ganz besondere Version der beliebten Geforce Grafikkarte ins Rennen. Die GTX 1050 Ti gehört zwar nicht ganz zu Nvidias Topmodellen, bietet dem Gamer dennoch genügend Leistung für viele Spiele. Die hohe Grafikleistung fordern häufig einen Tribut: unerwünschte Hitze entwickelt sich, die lediglich durch ausgefeilte und teils Lärm erzeugende Kühlsysteme im Zaum gehalten werden kann. Statt per Lüfter soll die Wärme bei der neuen GTX 1050 Ti von Palit ausschließlich durch einen passiven Kühlkörper abgeführt werden.

Palit GTX 1050 Ti KalmX

 

Kühlkörper und Leistung der Palit GTX 1050 Ti KalmX

Der Radiator der Palit GTX 1050 Ti KalmX hat es sprichwörtlich in sich. Es finden sich gleich 42 außergewöhnlich hohe Lamellen aus Aluminium vor, denen zwei Heatpipes tatkräftig zur Seite stehen. Die Taktraten der Palit GTX 1050 Ti KalmX (1.290 Basis/1.759 Boost) brechen zwar, wie vermutet, keine Rekorde, sind für eine passiv gekühlte Grafikkarte dieser Klasse dennoch erstaunlich und liegen auf gleichem Niveau mit dem aktiv gekühlten Modell. Die Frage, ob diese angegebene Leistung der Palit GeForce GTX 1050 Ti KalmX, im Betrieb überhaupt voll ausgeschöpft werden kann, bleibt offen. Nachfolgend eine Gegenüberstellung der Palit GeForce GTX 1050 Ti ohne und mit Aktivkühlung:

Modell Palit GeForce GTX 1050 Ti
KalmX
Palit GeForce GTX 1050 Ti
StormX
Länge in Zentrierten 18,5 17,0
Kühlkörper 2 Heatpipes
Alu-Radiator, Kupfer-Kern
Alu-Kern, Alu-Radiator
Lüfter

1 × 75 mm (axial)
Lüfter abgeschaltet (2D)

Nein
GPU-Basis 1.291 MHz 1.291 MHz
GPU-Maximum 1.759 MHz 1.734 MHz
GPU im Idle-State 139 MHz 139 MHz
VRAM 4.096 MB GDDR5 4.096 MB GDDR5
Speichertakt 3.500 MHz 3.500 MHz
Anschlüsse 1 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI 2.0b
1 × DisplayPort 1.4
1 × Dual-Link-DVI
1 × HDMI 2.0b
1 × DisplayPort 1.4

Palit GTX 1050 Ti KalmX

Reicht eine passive Kühlung aus?

Die „normale“ GTX 1050 Ti gehört allgemein eher zu den sparsamen Modellen der Geforce 1000er Serie und wurde vielleicht auch deshalb von Palit auserkoren, um den Versuch einer passiven Kühlung zu wagen. Die Palit GTX 1050 Ti KalmX ist mit einer Länger von 18,5 Zentimetern zwar vergleichsweise kurz, jedoch mit 14 Zentimetern schon etwas breiter als aktiv gekühlte Modelle. Man sollte sich daher das Innenleben seines Computergehäuses vor dem Kauf etwas genauer ansehen und überprüfen, ob es diese Grafikkarte mit dem eher ungewöhnlichen Format aufnehmen kann.

Palit GTX 1050 Ti KalmX

Damit die Palit GTX 1050 Ti KalmX auch wirklich zuverlässig kühlen kann, wird auch sicherlich die Art des Gehäuses eine Rolle spielen. Um die Wärme des passiven Kühlkörpers effektiv ableiten zu können, sollte im Gehäuse genügend Spielraum und vermutlich auch eine ausreichende Luftzirkulation vorhanden sein. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass nicht jedes Gehäuse für den Einbau der Palit GTX 1050 Ti KalmX geeignet ist. Vermutlich sollte das Gehäuse daher über einen eigenen Lüfter verfügen, damit die erzeugte Abwärme herausgeleitet werden kann. Andernfalls könnte es schnell passieren, dass die Grafikkarte ihre Leistung aufgrund der fehlenden Luftumwälzung drosseln muss. Es bleibt daher abzuwarten, wie zuverlässig die Palit GTX 1050 Ti KalmX selbstständig auch bei hoher Leistung kühlen kann.

Die zwei großen Stärken der Palit GTX 1050 Ti KalmX sind sicherlich ihr komplett lautloser Betrieb und ihre sehr hohe Energieeffizienz. Eine Alternative zur dieser Grafikkarte  könnte die bereits schon länger erhältliche XFX Radeon RX 460 Passive darstellen. Diese Einsteiger-Grafikkarte arbeitet ebenso komplett ohne Lüfter und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.