Oculus Rift vorbestellbar – Systemanforderungen und mehr

Von | 12. Januar 2016

Seit dem 6. Januar kann die mit Spannung erwartete Virtual Reality-Brille der Facebook-Tochter Oculus, Oculus Rift, endlich vorbestellt werden. Nachdem sich die, in Anbetracht des doch happigen Anschaffungspreises von 599U$, bzw. 741€ (inkl. Versand und Steuern), in Wallung gebrachten Gemüter etwas beruhigt haben, wollen wir Ihnen die finalen Spezifikationen, Systemanforderungen und Features vorstellen.

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Einstiegshürde Systemanforderungen

Die Mindestanforderungen für einen ruckelfreien VR-Genuss gestalten sich recht happig: Mindestens eine Grafikkarte vom Kaliber einer Nvidia GeForce GTX 970 oder AMD Radeon R9 290 werden von Oculus empfohlen. Für zukünftige VR-Games sollten sich diese Anforderungen jedoch noch weiter nach oben verschieben.
Etwas moderater sind die Anforderungen an den Prozessor. Hier soll laut Palmer Lucky, CEO von Oculus, ein Core i5-4590 oder ein gleichwertiger AMD FX-Prozessor ausreichend sein. Stehen der CPU noch mindestens 8 Gigabyte RAM zur Verfügung, sollten aktuelle Inhalte flüssig wiedergegeben werden.  Zur Verbindung mit dem PC setzt die Oculus Rift folgende Anschlüsse zwingend voraus:
1x HDMI 1.3, 3xUSB3.0, 1xUSB2.0.
Insbesondere die hohe Anzahl an benötigten USB3.0-Ports dürfte für einige PCs jedoch ein Problem darstellen. Hier muss ggf. mit PCIe-USB-Adaptern nachgerüstet werden. Als kompatible Betriebssysteme gibt Oculus Windows 7, Windows 8.0/8.1 und Windows 10 an. So müssen sich Linux- und Mac-User vorerst noch gedulden.

Die wichtigste Frage: Was kann die Hardware?

Im Vergleich zum Developers Kit 2 wurde die Auflösung weiter erhöht, was natürlich der Bildqualität zugute kommt: statt mit nur 1920×1080 Pixel, löst das Display der Consumer Version 1 mit beachtlichen 2160×1200 Pixel bei maximal 90 Bildern pro Sekunde (FPS – Frames per second) auf. Diese Auflösung, sowie die hohe Bildwiederholrate verstärken die Immersion beachtlich. Um mit dieser Immersion nicht zu brechen, unterstützt das Headset natürlich Headtracking, was mit dem mitgelieferten VR Sensor und Infratorsendern an der Brille realisiert wird. So werden alle Ihre Kopfbewegungen verzögerungsfrei und 1:1 in das Spiel oder die Anwendung übertragen, was ein extrem natürliches VR-Erlebnis ermöglicht. Dank dem zusätzlich integriertem HD-Kopfhörer wird nun auch der Ton, welcher bei der Orientierung im virtuellen Raum und dem Erzeugen der Immersion eine wichtige Rolle spielt, in höchster Qualität wiedergegeben. Trotz all dieser Neuerung wiegt die Endkundenversion der Oculus Rift nur leichte 440 Gramm, was den Tragekomfort erhöht, Ihren Nacken entlastet und so auch eine längere, unterbrechungsfreie Nutzungsdauer ermöglicht.

 

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Für noch mehr Immersion: Oculus Touch

Zum Verkaufsstart noch nicht verfügbar, aber bereits Vorbestellbar sind die Oculus Touch genannten VR-Controller. Wann genau Oculus plant, diese auszuliefern, ist noch nicht bekannt. Allerdings ist alles wichtige zu den beiden Steuergeräten bereits veröffentlicht: So bietet Oculus Touch neben den beiden Analogsticks und den Triggertasten für Zeige- und Mittelfinger auch zwei zusätzliche Tasten, welche mit dem Daumen bedient werden können. Wichtigstes Feature ist allerdings die durch Infrarot- und Beschleunigungssensoren realisierte Positionsbestimmung, was eine 4-Achsen-Steuerung im freien Raum ermöglicht und so das Benutzen der eigenen Hände im Spiel simuliert. Dies unterstützt die Immersion noch weiter und gibt dem Spieler das Gefühl, sich tatsächlich in der virtuellen Umgebung zu befinden.

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Die passende Software: Oculus Home

Mit Oculus Home ist bereits jetzt die passende Software zur Verwaltung der digitalen Inhalte – ohne ein nötiges Abnehmen der VR-Brille, verfügbar. Oculus Home verbindet die digitale Spielebibliothek mit diversen sozialen Funktionen und dem Marktplatz. So stehen Freundeslisten, Demoversionen neuer VR-Titel, sowie die bereits erworbenen Oculus Rift kompatiblen Spiele in einer aufwändigen 3D-Umgebung zur Verfügung. Dank der Ähnlichkeit zu Valve’s Steam sollte das Navigieren in Oculus Home für die wenigsten User ein Problem darstellen – vor allem, weil hier das Headtracking auf natürlich Art und Weise die Bedienung mit Maus und Tastatur ersetzt und so äußerst intuitive Handhabung möglich ist.

Was Vorbesteller geliefert bekommen

Ausgeliefert wird die Oculus Rift in einem ansprechenden, mattschwarzen Koffer. Abgesehen von der Rift selbst und deren Verbindungskabeln finden wir den äußerst hochwertigen Xbox One Wireless Controller für PC im Koffer – wie bereits erwähnt müssen wir auf die Oculus Touch Controller noch etwas warten. Doch auch mit Microsofts neuem Standardcontroller lässt sich die Oculus Rift einwandfrei nutzen.
Zusätzlich liegen dem Paket der benötigte VR IR-Sensor, sowie eine spezielle Fernbedienung, Oculus Remote, bei.

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Oculus Ready PCs und Komponenten

Um Käufern der Oculus Rift bei der Suche nach einem passenden System zu helfen, haben Oculus und Partner wie DELL und Nvidia ein eigenes Label für „zertifizierte“ Hardware, also Hardware, welche den Mindestanforderungen der Oculus Rift entspricht, entworfen: Oculus Ready. Mit diesem Label versehene Komponenten oder Komplettsysteme unterstützen alle Funktionen des VR-Headset – so ist es für den Kunden sofort ersichtlich, ob die gewünschte Hardware für den Betrieb der Oculus Rift geeignet ist.

Wermutstropfen Verfügbarkeit

Offiziell wird die Oculus Rift ab Anfang März 2016 ausgeliefert. Aufgrund vieler Vorbestellungen, werden Käufer, die sich erst jetzt für eine Vorbestellung entscheiden, allerdings erst im Juni das bestellte Gerät erhalten. Sobald wir die Möglichkeit für einen ausführlichen Test haben, werden wir diesen natürlich nachreichen!

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