Mixed Reality auf der IFA

Von | 3. September 2017

Mixed Reality, die Verschmelzung von realer und virtueller Welt, scheint einer der Trends der IFA 2017 zu sein. ASUS, Dell und Lenovo stellten in Berlin spannende Mixed-Reality-Brillen für Windows vor. In ihren Ausstattungsmerkmalen ähneln sich die Headsets stark, allesamt unterstützen sie SteamVR.

ASUS Windows Mixed Reality Headset

Das ASUS Windows Mixed Reality Headset versetzt Sie in die virtuelle Realität und beherrscht zugleich AR (Augment Reality). Die Kombination dieser beiden Technologien verknüpft Realität und virtuelle Inhalte miteinander. Im Vergleich zu den Headsets der führenden Hersteller wie Oculus oder HTC ist die VR-Brille von ASUS mit unter 400 Gramm recht leicht. Weiterhin sollen auch die gepolsterten und atmungsaktiven Materialien zu einem hohen Tragekomfort beitragen. Ziemlich spektakulär ist auch das Design der Brille. Die zwei 2,89 Zoll großen Anzeigeflächen haben jeweils eine Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixeln. Zwei integrierten Kameras registrieren und vermessen fortlaufend die gesamte Umgebung. Wer das ASUS Headset nutzen möchte, der sollte aber auch einen leistungsstarken Computer besitzen. Dieser muss nämliche die Rechenleistung für die das Headset erbringen, separat lässt es sich nämlich nicht verwenden.

Dell Visor

Auch Dell zeigte auf der IFA mit dem Visor ein interessantes Headset, das ebenso zusammen mit Microsoft für die Windows-Mixed-Reality-Plattform entwickelt wurde. Dabei greift das Dell Visior auf dieselbe Technologie wie die Microsoft Hololens zurück. Sogenannte Inside-Out-Tracking-Kameras ermöglichen dem Nutzer einen 360-Grad-Panoramablick. Die Sensoren sind im Headset bereits integriert, die Inbetriebnahme gelingt daher unkompliziert und schnell. Die Auflösung der zwei LCD Displays von Dell Visor gleicht der des ASUS Headsets. Ebenso muss das Modell von Dell an einen leistungsstarken Computer angeschlossen werden und funktioniert nicht unabhängig wie beispielsweise Microsoft Hololens oder die Oculus Rift. Praktisch: durch das aufklappbare Visier kann der Nutzer ganz einfach einen Blick auf seine reale Umgebung werfen. Dell Visior und der passende Controller sollen noch nächsten Monat für 345/99 Euro im Handel erhältlich sein.

Lenovo Explorer

Lenovo möchte zukünftig seine Aktivitäten im Geschäftsfeld VR vorantreiben und plant daher sogar Kooperationen mit Google und Disney. Die vorgestellte Mixed Reality Brille „Explorer“ für Windows soll nun das Tor zur virtuelle Welt für Lenovo Freunde aufstoßen. In ihren Eigenschaften ähnelt sie sich der Konkurrenz: kabelgebunden, per Controller steuerbar, ohne externe Sensorik einsetzbar, eine Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixel pro Auge und  ein vergleichbar geringes Gewicht. Die Systemvoraussetzungen fallen beim Explorer Headset dabei noch relativ human aus: Intel Core i5 und eine Intel HD 620-iGPU sollen ausreichen. Damit ist sie mit vielen aktuellen PC-Systemen kompatibel. Der Marktstart für Deutschland ist noch im Oktober vorgesehen, der Preis beträgt 450 Euro.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.