Miner bedienen sich an Supercomputer im Atomforschungszentrum

Von | 12. Februar 2018

In einem russischen Atomforschungszentrum hat sich Skurriles abgespielt: in der Stadt Sarov haben Miner versucht, die enorme Rechenleistung eines Supercomputers anzuzapfen, um ihn kurzerhand als ultimative Mining-Machine zu missbrauchen. Mit einer Rechenleistung von einem Petaflop zählt der Supercomputer in Sarov zu den weltweit stärksten Computern. Die Miner, Angestellte des Forschungszentrums, hofften auf das schnelle Geld, scheiterten jedoch bereits bei der Initiierung des Vorgangs und sitzen nun hinter Gittern.

Ingenieure werden zu Minern

Im Forschungszentrum für kryogene Energie wird der Supercomputer eigentlich für komplexe wissenschaftliche Berechnungen, umfangreiche Simulationen, Datenanalysen und Modelle aus dem Bereich der Experimentalphysik verwendet. Ein derartiger Supercomputer hätte die Dauer des Schürfprozesses wohl drastisch gesenkt und den Tätern einen Krypto-Geldsegen beschert. Doch daraus wurde nichts. Die Täter, eine kleine Gruppe aus Ingenieuren, die eigentlich mit der Forschung am Zentrum für kryogene Energie beauftragt waren, gingen nämlich nicht gerade professionell vor.

Die Aktion flog wegen Internetverbindung auf

Der Supercomputer in Sarov besitzt keine direkte Verbindung zum Internet. Da die Ingenieure zum Schürfen aber eine Internetverbindung herstellten, flog die Aktion nach kürzester Zeit auf, ohne dass Kryptowährung erzeugt werden konnte. Die Täter wurden sofort verhaftet.
Laut BBC Angaben handele es sich bei diesem bizarren Tag nicht unbedingt um einen Einzelfall. Zuletzt seien vermehrt ähnliche Fälle gemeldet worden, bei denen Datacenter- und Industriecomputer zu Generierung von digitaler Währung zweckentfremdet wurden.