Macht der Ryzen 5 2400G die Grafikkarte überflüssig?

Von | 6. Februar 2018

AMD verbaut in seinen neuen Prozessoren für Desktop-PCs starke Grafikchips und möchte so mit den Intels Grafikeinheiten gleichziehen. Intel bietet schon lange CPUs mit leistungsfähigen On-Board-Grafik an. Iris und UHD Graphics bieten genügend Power für 4K-Multimedia und sind sogar bedingt zum Bearbeiten Bild- und Videomaterial oder zum Zocken zu gebrauchen. Einem inoffiziellen Benchmark zufolge soll der Ryzen 5 2400 G die Intel UHD 620 Grafikeinheit um Längen schlagen.

Ryzen 5 2400G liegt im Benchmark sogar vor der GeForce GTX 1030

Der auf MoePC gesichtete 3DMark Vergleich sieht den Ryzen 5 2400 mit Vega 11 Grafikchip knapp vor der dedizierte Einsteiger-Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 1030. Mit 5.042 Punkten erreicht der AMD Chip fast dreimal so viele Punkte wie die UHD 620 Grafik von Intel und würde damit einen Spitzenwert erreichen. Der Ryzen 5 2400G besitzt vier physische Kerne und acht Threads, die zwischen 3,6 GHz (Basis) und 3,9 GHz (Boost) takten. Die Vega 11-GPU arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1.250 MHz. Der Stromverbrauch ist dank 14nm CPU und Stromsparmechanismen mit 65 TDP relativ gering.

Bild: MoePC.net

Im selben Benchmark taucht ebenso der Ryzen 5 2500U mit Vega 8 Grafik auf. Auch dieser erreicht hier eine beachtliche Leistung, zumal es sich hierbei um einen Notebook-CPU handelt. Falls diese Benchmark-Ergebnisse den Tatsachen entsprechen, könnten sich sowohl die Desktop- als auch die Mobil-CPUs der neuen Raven Ridge Reihe als sehr interessante Alternativen zu Intel entpuppen. Am 12. Februar 2018 wird AMD die CPUs offiziell vorstellen.