Kryptowährungen – die Top 15 nach Marktkapitalisierung

Von | 5. April 2018

Den meisten, die sich weniger stark mit digitaler Währung auseinandersetzen, ist wohl lediglich der Bitcoin ein Begriffe. Für viele steht er sozusagen stellvertretend für Kyptowährungen. Dabei tummeln sich neben Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. noch hunderte weitere Digitalwährungen. investing.com zufolge sind derzeit rund 1.662 aktiv gehandelte Kryptowährungen  im Umlauf, davon seien aber nur einige wenige „bedeutsame Player“. Nachfolgend ein Überblick über die derzeitigen Top 15 Kryptowährungen.

Die Top 15 der Kryptowährungen

Kryptowährung in % Marktkapitalisierung in Mio USD
Bitcoin 45,5 120.089
Ethereum 14,6 38.647
Ripple 7,4 19.486
Bitcoin Cash 4,4 11.546
Litecoin 2,5 6.700
EOS 1,7 4.413
Stellar 1,5 4.028
Cardano 1,5 3.972
NEO 1,2 3.194
IOTA 1,1 2.909
Monero 1,1 2.826
Dash 0,9 2.413
Tether 0,9 2.287
Tronix 0,8 2.140
NEM 0,8 1.982

Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus der Multiplikation des aktuellen Kurses und der sich gesamt im Umlauf befindenden Coins. Daher unterliegt sie ständigen Veränderungen.

1. Bitcoin – der „Mainstream-Coin“

Der Bitcoin war die erste auf Blockchain-Technologie basierende Kryptowährung und ist trotz technologischer Mängel immer noch die mit Abstand wertvollste und am weiten verbreitetste Kryptowährung. Er wird von immer mehr Anbietern als Zahlungsmittel akzeptiert und stößt schon seit geraumer Zeit bei zahlreichen Unternehmen auf reges Interesse. Durch seine hohe Medienpräsenz ist er bei großen Teilen der Bevölkerung bereits bekannt.

2. Ethereum – der schärfste Konkurrent des Bitcoins

Im Gegensatz zum Bitcoin ist Ethereum nicht nur eine Währung, sondern zugleich ein Netzwerk für sogenannte „Smart-Contracts“. Diese „intelligente Verträge“ können beispielsweise nur dann Geld ausschütten, wenn eine ganze Gruppe von Personen zustimmt. Mehr als 200 Organisationen, darunter Unternehmen wie JPMorgan Chase, Mastercard oder Cisco Systems, experimentieren derzeit mit Ethereum. Ethereum Blockchain bildet das technologische Fundament vieler weiterer Kryptowährungen und wurde 2015 eingeführt.

3. Ripple – „der Bitcoin der Banken“

Die großen Vorteile von Ripple liegen in den kurzen Abwicklungszeiten und den geringen Transaktionsgebühren, weshalb Ripple auch besondere Aufmerksamkeit im Bankensektor erlangt hat. Er ermöglicht einen kostengünstigen und effizienten grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Das macht ihn auch für Unternehmen wie American Express, Santander und MoneyGram International attraktiv.

4. Bitcoin Cash – die Abwandlung des Bitcoins

Bitcoin Cash ist am 1. August 2017 durch die Abspaltung  vom Bitcoin-Netzwerk hervorgegangenen und inzwischen zur viertgrößten Kryptowährung aufgestiegen. Die Vorteile von Bitcoin Cash liegen, ähnlich wie bei Ripple, in der schnelleren Informationsverarbeitung und den hieraus resultierenden schnelleren Transaktionszeiten.

5. Litecoin – schnellere Blockzeiten

Der Litecoind ist dem Bitcoin sehr ähnlich, verfügt aber über einen modifizierten Mining-Mechanismus und kann hierdurch Blöcke mit der vierfachen Geschwindigkeit verarbeiten. Er entstand bereits im Jahre 2011 und basiert auf einem Open-Source-Verschlüsselungsprotokoll. Ein Peer-to-Peer Netzwerk verwaltet Transaktionen, Bilanzen und Ausgaben.

6. EOS – hat den kleinen Crash unbeschadet überstanden

EOS zählt zu den wenigen Kryptowährungen, die den kleinen Krypto-Crash im Januar 2018 weitestgehend ohne Schaden überstanden haben. Neben kleinen Ausreißern ist EOS in den letzten drei Monaten durchgehend gestiegen. Laut Block.One schafft EOS bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde und übertrifft Ethereum damit deutlich. EOS ist noch nicht lange im Umlauf und konnte sich bereits in kürzester Zeit unter den Top Ten platzieren.

7. Stellar – der IBM Token

Die dezentrale Open Source Plattform Stellar basiert auf dem Ripple Protokoll und dient dem schnellen Geldwechsel. Stellar ist gut für Durchführung von ICOs geeignet und als Partner von IBM ermöglicht Stellar internationale Transaktionen beinahe ohne Verzögerungen durch.

8. Cardano ADA – in Japan gibt es bereits „Geldautomaten“

Cardano gehört zur dritten Generation der Blockchain-Technologie und behebt die Kinderkrankheiten des Bitcoins. Im Gegensatz zu Ethereum sind die intelligenten Verträge mehrschichtig statt einschichtig, was den Coin für die Finanzwelt sicherer macht. In Japan wurden bereits 25 Geldautomaten unterhalten, an denen Cardano ge- und verkauft werden kann.

9. NEO – „Ethereum of China“

NEO ist ebenso eine Kryptowährung, die sich auf intelligente Verträge fokussiert und versucht die Vorteile von Bitcoin und Ethereum miteinander zu kombinieren. In kürzester Zeit gelangte die erst 2016 eingeführte Währung unter die Top Ten. Im Gegensatz zu Ethereum wurde NEO hauptsächlich für den chinesischen Markt entwickelt und vorwiegend für Smart Contracts verwendet. Daher wird der Coin auch „Ethereum of China“ genannt. Die Währung bietet keine manuelle Vertragsprüfung, keine Abstimmung mit Dritte, eine automatisierte Vertragsabwicklung in Echtzeit und es ist keine Manipulation durch Dezentralisierung möglich.

10. IOTA – Bosch investiert

IOTA wird von einer deutschen, 45-köpfigen Non-Profit-Organisation unter der Leitung des 22-jährigen Berliner Jungunternehmers Dominik Schiener betrieben und erst namhafte Unternehmen haben bereits ihr Interesse bekundet. Letzten Dezember habe Bosch eine nicht unerhebliche Summe Iotas gekauft. Bosch-Manager Ingo Ramesohl sagt: „Die IOTA-Technologie wird in der Industrie von morgen eine wichtige Rolle spielen“. Der große Vorteil von IOTA ist, dass die Blockchain für die Nutzer kostenlos ist. Es fallen also keinerlei Transaktionsgebühren an.

11. Monero – wahrt die Privatsphäre

Wie Bitcoin ist auch Monero als Währung konzipiert und fokussiert sich dabei auf Anonymität und Sicherung der Privatsphäre der Nutzer. Monero wurde im Jahr 2014 eingeführt und ähnelt in technischer Hinsicht stark dem Bitcoin. Der von Monero genutzte Hash-Algorithmus heißt CryptoNight und unterscheidet sich von anderen dadurch, dass er weniger rechenintensiv ist. Es sind also keine Hochleistungcomputer oder teure Grafikkarten vonnöten, um ihn zu generieren.

12. Dash – Datenschutz spielt eine wichtige Rolle

Dash (auch XCoin oder Darkcoin) ist eine Open-Source-Peer-to-Peer-Kryptowährung, die ähnlich wie Monero, besonderes Augenmerk auf Datenschutz legt. Auch hier sind die Transaktionen nicht öffentlich einsehbar. 10 % der Mining-Gewinne werden vom Unternehmen für die Finanzierung der Entwicklungsarbeiten einbehalten. Die Marktkapitalisierung von Dash steig seit Anfang 2017 stark an, weshalb sich der Coin inzwischen unter den Top 15 platzieren konnte.

13. Tether – sehr stabil

Tether ermöglicht den weltweiten Austausch von Token in Echtzeit und gilt im Gegensatz zu anderen Währungen als verhältnismäßig sicher und stabil, da er an eine reale Fiatwährung gebunden. Somit ist er durch einen realen Geldwert abgesichert. Die Kursentwicklung gestaltete sich daher bisher relativ konstant.

14. TRONIX – Gerüchte um Kooperation mit Alibaba

TRONIX basiert auf Ethereum und befindet sich seit 2017 im Umlauf. Im Dezember 2017 stieg der Kurs rasant an. Innerhalb weniger Wochen stieg der Wert des Token von etwa 0,0018 auf 0,045 Euro. John David McAfee, einer der bekanntesten Entwickler von Antiviren-Software, empfahl den TRONIX sogar als langfristiges Investment. Gerüchten zufolge soll der chinesische E-Commerce-Gigant Alibaba mit einer Partnerschaft liebäugeln.

15. NEM

NEM stammt aus Japan und  steht für „New Economy Movement“. Die NEM Blockchain-Plattform wurde von Grund auf für Skalierung und Geschwindigkeit entwickelt.  Um teilnehmen zu können, muss der Trader über ein Mindestguthaben von 10.000 Token verfügen. Die modulare Systemarchitektur ermöglicht es customized Blockchains zu erstellen. Vorteile von NEM sind unter anderem die geringen Transaktionskosten, hohe Skalierbarkeit und der besonderere Harvesting-Algorithmus.

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