Geforce Now – Nvidia gibt auch älteren Rechnern eine Chance

Von | 5. Januar 2017

Nvidia stellte auf der CES 2017 seine neue Game-Streamig-Plattform Geforce Now vor. Das bereits von den Nvidia Shield Geräten bekannte Konzept wird nun auch auf PC und sogar auf den Mac übertragen.

Geforce Now

Die Funktionsweise von Geforce Now

Bislang wurden aufwändige PC-Games auf dem Computer installiert, von einfachen Online-Games einmal abgesehen. Die Nutzer von etwas betagten PCs hatten keinerlei Chance ohne eine leistungsfähige Grafikkarte in den Genuss von grafisch anspruchsvollen Games zu gelangen. Die fehlende Performance der Heimrechner gleicht Nividia nun aus. Geforce Now stellt dem Nutzer über die Internetverbindung einen sogenannten virtuellen Desktop zur Verfügung. Spiele werden über leistungsfähige Server von Nvidia auf den eigenen Rechner gestreamt. Die Hochleistungs-Computer im Rechenzentrum übertragen sozusagen ihre Leistungsfähigkeit auf den heimischen PC.
Um den Dienst nutzen zu können, müssen Spieler einen kleinen Client herunterladen. Nach der Installation soll das Starten von Spielen innerhalb weniger Sekunden möglich sein. Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes ist eine sehr flotte Internetverbindung.
Bisher ist noch unklar, ob Nvidia den Service mit seinen eigenen Rechenzentren realisieren wird oder auf einer Cloud-Computing-Plattform hostet.

Geforce Now

Spielen auch ohne teuren Gaming-PC

Der CEO Jen-Hsun Huang erklärte, dass Nutzer ab sofort nicht mehr auf einen eigenen Gaming-PC angewiesen sein werden. “Gaming-On-Demand” soll auch Nutzern ohne High-End-Hardware den Zugang zu aktuellen Spielen bieten. Der Gamer muss die Spiele nicht mehr im Laden kaufen oder große Installationsdateien downloaden.
Das Angebot richtet sich eher an Gelegenheits-Gamer, denn Nvidia lässt sich den interessanten Service ganz gut bezahlen. Dies geschieht nach einem anderen Modell, wie es bisher von den Shield Geräten bekannt war. Dem ambitionierten Gamer, der mehrere Stunden täglich zockt, könnte der Dienst schnell den Geldbeutel leeren.

Hohe Miete für den virtuellen Desktop

Bei Geforce Now für den Computer und Mac verändert sich nämlich das Prinzip der Zahlmethode. Spiele können nun nicht mehr für einen Pauschalbetrag gemietet werden, um sie beliebig oft und lange zu zocken, sondern der Nutzer zahlt für den virtuellen Desktop pro Stunde. Die Ressourcen dieses virtuellen Desktops können dann in vollem Umfang für Anwendungen genutzt werden. Nvidia schickt quasi den High-End-PC über das Datennetz zum Endverbraucher nachhause.
Die Preise beginnen in der Grundausstattung bei 25 $ für 20 Stunden Spielen und sind nach der Leistungsfähigkeit des virtuellen Desktops gestaffelt. Der Gamer darf sich entscheiden, ob er mit einer GTX 1080 oder einer GTX 1060 zocken möchte. Ob das Zahlungsmodell auf lange Sicht bestehen bleibt, ist noch unklar.

Besonders interessante Option für Mac User

Die Kompatibilität der meisten Games mit dem iMac hält sich stark in Grenzen. Ab sofort können auch Nutzer der Apple Rechner Gaming neu erleben. Was auf dem Mac nicht installiert werden kann, installiert Nvidia auf seinen Cloud-Rechnern und gewährt dem Apple-Jünger schnellen Zugriff. Es soll nun möglich sein, selbst grafisch aufwendige Spiele wie Rise of the Tomb Raider oder Rocket League in voller Pracht auf dem Mac zu zocken.

Wer profitiert von Geforce Now?

Geforce Now ist sicherlich keine schlechte Wahl für den Gamer, der nicht so viel Zeit hat und ab und an doch mal ein anspruchsvolles Game zocken möchte. Insbesondere der Mac User kann sich über die neue Spielevielfalt freuen. Auch auf dem Notebook wäre Geforce Now eine durchaus interessant Option.
Eingefleischten Gamer könnte der Service hingegen teuer zu stehen kommen und Hardware-Fetischisten werden wohl nicht auf Ihren stylischen, persönlich zusammengestellten Gaming-PC verzichten wollen.
Ob der Dienst dann auch tatsächlich auf Computern mit etwas schlechteren Hardware so reibungslos funktioniert wie versprochen, bleibt letztendlich abzuwarten.
Nvidias Spielspaß in der Cloud soll bereits im März 2017 zur Verfügung stehen.

[Gesamt:2    Durchschnitt: 4/5]

8 thoughts on “Geforce Now – Nvidia gibt auch älteren Rechnern eine Chance

  1. Julian Suck

    Ich denke nicht, dass sich das Modell durchsetzen wird. Ganz einfach zu teuer. Mittlerweile ist Hardware sehr erschwinglich geworden, sodass sich ein solcher Dienst kaum lohnt. Für 500-600 € bekommt man einen Rechner der aktuelle Spiele locker packt. Vielleicht nicht auf ultra, aber für zwischendurch allemal ausreichend!

    Reply
  2. Timmi HopfTimmi Hopf

    Darauf habe ich doch nur gewartet. Wenn sich diese Form der Dienstleistung etabliert hat und sich auch Marktbegleiter formieren dann werden die Preise sicherlich attraktiv. Ich freue mich schon auf die Zeit wenn ich zu meinem Highspeed Internetvertrag endlich auch diese Option hinzubuchen kann und wärmende Gaming Rechner aus meiner Wohnung verbannen kann 😃

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.