GTX 1080: viele Varianten mit unterschiedlichen Features

Von | 18. Oktober 2016

Asus, EVGA, Gigabyte, MSI, Palit oder Zotac – alle stellen sie Nvdias Geforce GTX 1080 her. Zweifelsohne gehören sämtliche Modelle zu den derzeitigen Top-Grafikkarte und bieten beste Performance für Gaming und VR.
Dennoch unterscheiden sich diese Grafikkarten nicht nur durch ihr individuelles Design oder den Formfaktor, vielmehr sind es auch kleine aber feine Unterschiede der Hardware, die das letzte bisschen Power aus der Grafikkarten herauskitzeln. Welche GTX 1080 ist die schnellste, welche verbraucht wenig Strom, welche macht am wenigsten Lärm?

Generelle Unterschiede zu Nvidias Founders Edition

GTX 1080

Nvidia Geforce GTX 1080 in der Founders Edition

Die ursprüngliche Variante der Geforce GTX 1080 von Nvidia (Founders Edition) stellt bekanntlich das Grundgerüst, auf dem die modifizierten Karten aufbauen. Die Größe des Videospeichers der Founders Edition ist mit 8 Gigabyte allerdings bei allen Partnerkarten identisch. Die verschiedenen Hersteller verbessern und ergänzen die GTX 1080 in vielerlei Hinsicht:

Kühlsysteme

Bei den Grafikkarten der Partner kommen andere Kühlsysteme zum Einsatz,  bei allen bleibt der Lüfter unter niedrigen Lasten still. Erst wenn mehr Power abverlangt wird, fangen die Lüfter an zu drehen. Auch durch mehrere, teilweise verstärkte Heatpipes und Radiatoren unterscheiden sich die einzelnen Modelle.

Performance

Die Taktfrequenzen der Partnerkarten sind allesamt höher als die der Standard GTX 1080 von Nvidia, daher erreichen diese auch höhere Leistungen. Der Basistakt der Founders Edition beträgt 1.607 MHz und die Boost-Taktung 1.733 MHz. Der Speichertakt von 5.000 Mhz wird allerding nur von wenigen Herstellern überboten.

Stromverbrauch

Beim Stromverbrauch hat die Founders Edition mit einer Leistungsaufnahme von 180 Watt die Nase vorne. Da die anderen Modelle eine höhere Performance bieten, verbrauchen sie in aller Regel auch mehr Strom.

Die Eigenschaften der unterschiedlichen Modelle näher betrachtet:

Asus Geforce GTX 1080 Strix OC

  • +hohe Übertaktung       
  • +gute Kühlung (3 Lüfter)
  • +Stromverbrauch
  • +auffällige LED Beleuchtung
  • -Formfaktor
  • -relativ teuer
  • -Lautstärke auf Niveau der Founders Edition

GTX 1080

Die  Asus Geforce GTX 1080 Strix OC übertaktet auf bis zu 1.784 MHz und schafft im Boost-Modus sogar ganze 1.936 MHz. Sie ist bereits werkseitig übertakte und kitzelt einiges aus der GPU heraus. Darüber hinaus beweist die Asus wahre Größe: ganze 30 Zentimeter ist sie lang und damit recht sperrig. Sie verbraucht also viel Platz im Gehäuseinneren. Weiterhin ändert sich etwas bei den Anschlüssen: es gibt einen Display Port weniger und dafür einen weiteren HDMI-Anschluss. Insgesamt drei Kühler lösen das Problem der Founders Edition und kühlen die GTX Strix OC zuverlässig und leise – und dies bei verhältnismäßig geringem Stromverbrauch (TDP:198).

EVGA GeForce GTX 1080 – FTW Edition         

  • +platzsparend
  • +optionale Garantieerweiterung
  • +hochwertige Optik
  • -Temperaturentwicklung 

GTX 1080

Mit einer Taktung von 1.721 MHz und 1.860  MHz (Boost) ist sie der GTX 1080 von Asus auf dem Datenblatt etwas unterlegen. Die maximale Leistungsaufnahme ist mit 215 Watt auch etwas höher, dennoch akzeptabel.
EVGA bietet seinen Kunden neben der normalen Garantie eine optionale Verlängerung. Gegen einen Aufpreis von 25 Euro erweitert sich die Garantie auf 5 Jahre, bei 50 Euro sogar bis zu 10 Jahre. Die passive Kühlung erfolgt über ganze 6 Heatpipes und einen Alu-Radiator. Im Vergleich zu den Varianten der anderen Hersteller ist die EVGA GeForce GTX 1080 mit einer Länger von rund 27 Zentimetern die kleinste.

Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming

  • +Stromverbrauch   
  • +leise bei kleinem Kühler
  • +etwas niedrigerer Preis
  • -Performance etwas schwächer

GTX 1080

1.721 MHz im Basis Takt und 1.860 MHz im Boost Modus – damit liegt die Gigabyte GeForce GTX 1080 G1 Gaming ungefähr im Mittelfeld. Die Software Xtreme-Gaming-Tool ermöglicht die Erstellung individueller Lüfterprofile. Mit diesem Programm kann die Lautstärke des Lüfters effektiv angepasst werden und ermöglicht so auch Silent-Systeme.

MSI GeForce GTX 1080 Gaming X

  • +Gute Performance dank drei Übertaktungsstufen
  • +extravagantes Gaming Design
  • +Formfaktor
  • -Stromverbrauch  

GTX 1080

Mit Taktraten von 1.708 / 1.847 MHz bewegt sich die GTX 1080 von MSI ebenso im Mittelfeld. Das ausgeprägte TWIN FROZR-Design wird durch die flexibel steuerbare RGB-LED Beleuchtung des typischen Gaming-Drachens zusätzlich betont. Auch die MSI Geforce GTX 1080 kühlt mit gleich 6 Heatpipes sowie einem Kupferkern und Alu-Radiator. Mit knapp 28 Zentimetern ist sie ziemlich komfortabel im Gehäuse unterzubringen. Die MSi Geforce GTX ist ein guter Allrounder. Sie beherrscht alle Disziplin gut, ohne allerdings in einem Bereich besonders zu glänzen

Zotac GeForce GTX AMP! Extreme Edition

  • +Durch konstant hohe Taktraten überdurchschnittliche Leistung    
  • +leise             
  • +gute Kühlleistung
  • +optionale Garantie bis zu 5 Jahren
  • -wuchtige Größe
  • -hoher Stromverbrauch
  • -teuer

GTX 1080

Die Zotac GeForce GTX AMP! Extreme Edition hat mit 1.771 MHz einen sehr hohen Basistakt und auch der Boost-Takt gehört mit 1.911 MHz zu den schnellsten. Den Unterschied macht  bei der Zotac jedoch der Speichertakt aus: mit bis zu 5,4 GHZ ist dieser der höchste und trägt zur erstklassigen Performance bei. Diese hohe Leistung fordert jedoch einen Tribut: unter hoher Last ist der Stromverbrauch vergleichsweise hoch.
Mit 31 Zentimetern Länge ist die Grafikkarte von Zotac sogar noch einen Zentimeter länger als die von Asus. Man sollte daher vor dem Einbau unbedingt darauf achten, dass die Grafikkarte auch ins Gehäuse passt.

Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium Edition

  • +auch unter Volllast sehr leise und kühl
  • +sehr gute Performance
  • +hoher Speichertakt
  • – sehr großer Kühler
  • – erhöhte Leistungsaufnahme durch werkseitige Übertaktung
  • -verhältnismäßig teuer

GTX 1080

Der GPU-Takt der Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium  beträgt 1.747  und erreicht im Boost sogar 2.050 MHz. Zudem hat die Grafikkarte von Palit mit 5.250 MHz einen erhöhten Speichertakt. Insbesondere bei der Geräuschentwicklung kann diese Variante der GTX 1080 punkten. In vielen Benchmark Tests steht sie hier ganz vorne. Auch die Temperaturentwicklung ist sehr gering.

Fazit

Wer um jeden Preis Höchstleistung bekommen möchte, der greift zur GTX 1080 von Zotac. Allerding leidet unter dieser hohen Performance die Energieeffizient. Falls Sie viel Wert auf eine energiesparende GTX 1080 legen, könnte die Asus für Sie in Frage kommen. Diese spart viel Strom und hat eine schicke LED-Beleuchtung. Für alle, die es schnell und leise lieben, ist die Palit GeForce GTX 1080 GameRock Premium eine interessante Option.
Nach diesem kleinen Vergleich einen eindeutigen Sieger zu küren fällt schwer. Jede einzelne Geforce GTX 1080 bietet ihre Vor- und Nachteile. Alle Grafikkarten der Partnerhersteller haben jedoch eines gemeinsam: sie sind besser als das Original.

 

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.