Die Wahl der passenden Digitalkamera

Von | 5. Mai 2017

Die Temperaturen steigen endlich allmählich, der Sommer steht vor der Tür. Viele zieht es daher ins Freie und bei einigen steht der nächste Urlaub bevor. Mit der passenden Digitalkamera lichten Sie die schönsten Momente in qualitativ hochwertigen Bildern ab. Um Szenen wie den Sonnenuntergang, den gemeinsamen Abend im Biergarten oder Naturaufnahmen in bestmöglicher Qualität aufnehmen zu können, sollte Ihre neue Digitalkamera auch schwierige Lichtbedingungen meistern. Welche Kamera eignet sich hier am besten?
Kompakt-, Spiegelreflex-, Bridge- oder Systemkamera – welches Modell darf es denn sein? Die unterschiedlichen Kameratypen weisen verschiedene Eigenschaften auf und haben häufig eigene Anwendungsgebiete. Die Wahl der passenden Digitalkamera fällt selbst den Profis nicht immer ganz leicht. Daher sollte man sich als blutiger Laie mit seinem individuellen Einsatz sowie den Vor- und Nachteile des jeweiligen Kameratyps auseinandersetzen. Nachfolgend ein kleiner Überblick.

 

 

Kompaktkameras – handlich und unkompliziert

Aufgrund der stetig steigenden Bildqualität der Smartphone-Kameras hat sich die Nachfrage nach Kompaktkameras drastisch reduziert. Die Frage, ob es heutzutage noch notwendig ist, auf eine digitale Kompaktkamera zurückzugreifen, ist daher durchaus berechtigt. Die Kompaktkameras des unteren Preissegments weisen tatsächlich ähnliche Eigenschaften wie hochwertige Smartphone-Kameras auf und unterscheiden sich hinsichtlich der Bildqualität nur unwesentlich von ihnen. Daher lohnt sich der Kauf einer sehr günstigen Kompaktkamera nur dann, wenn Sie kein High-End-Smartphone besitzen, das durch seine hohe Bildqualität besticht.

Etwas teurere Kompaktkameras übertrumpfen die Smartphones hingegen insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen. Während die meisten Smartphones am Tag noch recht ansehnliche Bilder produzieren, müssen bei schwachem Licht selbst die besten Smartphone-Kameras kapitulieren. Hier werden die Bilder von Smartphones zumeist verrauscht, zu dunkel und detailarm aufgenommen. Hochwertige Kompaktkameras mit großen Bildsensoren meistern diese Disziplin wesentlich besser und haben zudem einen erheblich stärkeren Blitz. Darüber hinaus besitzen die allermeisten Kompaktkameras auch einen kleinen optischen Zoom, mit welchem Sie Objekte ohne Verlust der Bildqualität näher heranholen können.

Einsatzspektrum

  • flexible Aufnahmen unterwegs
  • Landschaftsaufnahmen
  • Makroaufnahmen
  • Personenfotos
Vorteile Nachteile
bessere Bildqualität als Smartphones Objektiv nicht wechselbar
dennoch kompakt und flexibel günstige Modelle oftmals nicht viel besser als teure Smartphones
optischer Zoom und Suche Bei Besitz eines Smartphones mit passabler Kamera:

  • doppelte Anschaffung
  • Mitführen von zwei Geräten
einfache Bedienung

Empfehlung Kompaktkameras

Canon PowerShot G9 X – klasse Bildqualität und einfache Bedienung

Digitalkamera

Die Canon PowerShot G9 X macht ihrer Gattung alle Ehre, denn sie ist extrem kompakt. Mit gerade einmal 200 Gramm ist sie nur unwesentlich schwerer als ein Smartphone und passt locker in die Jackentasche. Der 20 Megapixel Sensor liefert detail- und rauscharme Aufnahmen auch bei wenig Licht. Mit einem kleinen 3-fach-Optischzoon können Sie die nähere Umgebung etwas heranzoomen und verpassen durch die fixe Auslösezeit auch keine schnellen Szenen. Die Canon PowerShot G9 X verfügt über WLAN und NFC und kann Full-HD-Video mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Da die Bedienung sehr einfach gestaltet ist, eignet sich diese Digitalkamera optimal für Einsteiger, die astreine Bildqualität erwarten.

Sony Cyber-shot DSC-RX100 III

Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III ist nicht ganz billig, bietet dafür jedoch eine ausgezeichnete Bildqualität und ist eine der besten Kompaktkameras am Markt. Die 20-Megapixel Digitalkamera verfügt über ein neu entwickeltes Zeiss-Vario-Sonnar-T-Objektiv mit einer hohen Lichtstärke von F1,8 bis 2,8. Die Kamera hat einen hochauflösenden, elektronischen OLED-Sucher und einen sehr leistungsstarken Autofokus. Das wertige Edelstahlgehäuse fällt mit Abmessungen von 10, 1x 5,8 x 4,1 Zentimeter sehr kompakt aus. Die Sony Cyber-shot DSC-RX100 III erfüllt durch die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten auch die Anforderungen ambitionierter Fotografen.

Sonderform: Reise-Zoom-Kamera

Eine Sonderform der Kompaktkamera ist die Reisezoom-Kamera. Sie ist nur etwas größer und schwerer, findet häufig aber immer noch Platz in der Jackentasche. Die Besonderheit ist ihr großer Zoombereich. Mit einem bis zu 30-fach Optisch-Zoom können Sie alle Motive sehr nahe heranholen. Ein empfehlenswertes Modell ist die Sony Cyber-shot DSC-HX90. Sie passt sogar gerade noch in die Hosentasche und hat dabei erstaunlicherweise einen sehr großen 30-fach-Zoom. Hohe Bildqualität, viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten und eine großzügige Ausstattung zeichnen diese 18 Megapixel-Kamera aus.

Spiegelreflexkamera – große Sensoren sorgen für optimale Bildqualität

Digitalkamera

Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) bietet Ihnen durch ihre meist sehr großen Bildsensoren, die höchstmögliche Bildqualität. Es sei allerdings gesagt, dass die Spiegelreflexkamera nicht per se eine bessere Bildqualität hat. Günstige Modelle mit kleinen und billigen Sensoren haben oftmals auch mit Qualitätseinbußen zu kämpfen. Die Spiegelreflexkamera erlaubt vielfältige, manuelle Einstellungsmöglichkeiten für Blende und Verschlusszeit sowie eine hohe Auswahl an unterschiedlichen Objektiven. Eine Spiegelreflexkamera ist komplett manuell steuerbar und daher prädestiniert für den professionellen Fotografen. Viele Modelle verfügen auch über einen vollautomatischen Modus für Einsteiger.

Einsatzgebiet

Spiegelreflexkameras eignen sich bestens für professionelle Aufnahmen im Fotostudio und bieten dem ambitionierten (Hobby-) Fotografen dabei vielfältige manuelle Einstellungs- sowie Gestaltungsmöglichkeiten.

Vorteile Nachteile
höchstmögliche Bildqualität durch sehr große Sensoren groß und schwer
vielfältige Einstellungsmöglichkeiten Bedienung ist für Einsteiger teilweise etwas kompliziert
wechselbare Objektive, Stative und Blitze Eindringen von Staub verursacht Probleme
hohe Auslösegeschwindigkeit

Canon EOS 1300D – Spiegelreflexkamera für Einsteiger

Digitalkamera

Eine anständige Spiegelreflexkamera muss heutzutage keine Unsummen mehr kostet, das beweist die Canon EOS 1300D. Einsteiger werden die einfache Bedienung zu schätzen wisse. Sogar bei Dämmerung gelingen gute Aufnahmen ohne Bildrauschen. Nutzen Sie den automatischen Modus und nehmen Sie tolle Fotos auf, ohne sich um die Einstellungen kümmern zu müssen. Falls Sie bereits Fortgeschrittener sind, können Sie im manuellen Modus zahlreiche Einstellungen selbst vornehmen. Dabei laden viele kreative Filter und Feinjustierungen zum Ausprobieren ein und verleihen Ihren Bildern eine ganz spezielle Note.

Nikon D5600 – die Mittelklasse DSLR für Fortgeschrittene

Die Nikon D5600 spricht anspruchsvolle Nutzer an. DSLRs sind in aller Regel ziemlich klobig und schwer, nicht so die Nikon D5600. Sie ist vergleichsweise leicht (495 Gramm) und überzeugt dennoch mit guter Bildqualität und komfortable Bedienung. Der APS-C-Sensor nimmt Bilder mit 24 Megapixeln (6000×4000 Pixel) sehr scharf auf. Die Nikon D5600 punktet weiterhin mit einer hervorragenden Akkulaufzeit. Sie können bis zu 3.000 Fotos mit einer Akkuladung schießen. Die Features wie WLAN und Bluetooth der Nikon D5600 sind noch nicht bei allen Spiegelreflexkameras eine Selbstverständlichkeit. Im Nikon Kit ist bereits ein AF-P 18-105 VR DX (VBA500K003) Objektiv enthalten.

Bridge Kamera – baut Brücke zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkamera

Die Bridgekamera vereint die Eigenschaften von Spiegelreflex- und Kompaktkamera, daher hat sie gleich mehrere potentielle Zielgruppen: egal ob begeisterte Hobbyfilmer, unerfahrene Anfänger oder professioneller Fotograf – eine Bridgekamera führt die unterschiedlichen Eigenschaften in einem Gerät zusammen. In einem noch relativ kompakten Gehäuse bringt die Bridge Digitalkamera eine Menge Technik unter. Zusätzlich habe viele Bridge Kameras einen sehr hohen Zoombereich zu bieten.

Vorteile Nachteile
größerer Sensor als Kompaktkamera Objektiv nicht wechselbar
Mächtiges Zoomobjektiv (Weitwinkel bis Teleobjektiv) weniger portabel als Kompaktkamera
kompakter als Spiegelreflex

Sony Cyber-shot DSC-RX10 III – eierlegende Wollmilchsau

Die teure Sony Cyber-shot DSC-RX10 III Bridge Digitalkamera gehört definitiv zu den besten ihrer Klasse. Sie hat genau die Eigenschaften, die eine Bridgekamera ausmachen sollte: ein relativ kompaktes Gehäuse, ein sehr lichtstarker Bildsensor und ein Objektiv mit hohem 25-fachen Zoombereich. Auch bei der Aufnahme von hochauflösenden Videos kann die Sony Cyber-shot RX10 auf ganzer Linie punkten.

Canon PowerShot SX540 HS – gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Die Canon PowerShot SX540 HS ist nicht unbedingt eine Digitalkamera für Profis, bietet jedoch ein sehr stimmiges Gesamtpaket. Die 20,2 Megapixel Bridge Kamera eignet sich optimal für die Aufnahmen von Urlaubsfotos, da sie recht kompakt ist. Dennoch verfügt diese Kamera über ein mächtiges 50-fach-Zoomobjektiv, mit dem Sie selbst sehr weit entfernte Objekte ablichten können. Filme dreht die Canon mit Full-HD-Auflösung, Ihre Bilder können Sie auf Wunsch schnell über Ihr Smartphone in die sozialen Netzwerke laden oder mit in einer optionalen Cloudspeicher sichern. Aufgrund des fairen Preises ist die Canon PowerShot SX540 für jeden interessant, der gerne nahe heranzoomen möchte, eine Bridge Kamera mit solider Ausstattung sucht und dabei nicht allzu tief in die Geldbörse greifen möchte.

Systemkamera – noch näher an der Spiegelreflexkamera

Bei Systemkameras(DSLM) kommen oftmals ähnliche Sensoren wie bei Spiegelreflexkameras zum Einsatz. Hiermit ist die Bildqualität von Systemkameras teilweise über der einer Bridge Kamera angesiedelt. Da bei der Systemkamera kein Spiegelkasten verbaut ist, fällt das Gehäuse wesentlich kompakter aus. Außerdem können viele unterschiedliche Objektive genutzt werden. Preislich liegen Systemkameras etwas über den Bridge Kameras. Wer den Anspruch hat, individuelle Szenarien kreativ und qualitativ hochwertig in Bildern festzuhalten, für den kann eine Systemkamera das passende Modell sein. Sie richtete sich aufgrund zahlreicher, manueller Einstellungsmöglichkeiten eher an fortgeschrittene Nutzer und weist stärkere Ähnlichkeiten zur Spiegelreflexkamera als die Bridge-Kamera auf.

Vorteile Nachteile
viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten und flexibler Einsatz von Objektiven Zoombereich niedriger als bei Bridge Kameras
sehr hohe Bildqualität Ausstattung wie Objektive müssen zusätzlich mitgeführt werden
kompakter und leichter als Spiegelreflex teurer als Bridge Kamera

Zwei kompakte Systemkameras mit toller Bildqualität:

Panasonic Lumix DMC-GX80

Digitalkamera

Die Panasonic Lumix DMC-G80 biete ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Preis ist moderat und die Qualität dieser Systemkamera sehr hoch. Die Panasonic ist sehr vielfältig ausgestattet: Ultra-HD-Video, elektronische Sucher, Touchscreen und WLAN/NFC, Serienbildaufnahme mit 30 Bildern pro Sekunde oder die zwei Rändelräder zum Verstellen von Blende und Verschluss sind einige der Highlights. Der 16 Megapixel Sensor nimmt knackig scharfe Bilder auch bei extrem schwierigen Lichtverhältnissen bis einschließlich ISO 3.200 verblüffen detailreich auf. Der 5-Achsen-Bildstabilisator gleicht selbst minimalste Bewegungen zuverlässig aus, auch die Aufnahmegeschwindigkeit überzeugt.

 

 

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