Die neuen Nvidia Quadro Modelle

Von | 2. März 2017

Die Nvidia Quadro Modelle sind in der Regel Hochleistungsgrafikkarten, die sich durch ihre enorme Performance auszeichnen. Die Top-Modelle der Quadro Grafikkarten richten sich vielmehr an den professionellen Nutzer als an den Pro-Gamer. Auf der diesjährigen Fachmesse SolidWorks World 2017 wurden insgesamt 6 neue Grafikkarten der Quadro-Reihe mit Pascal-Grafikchip vorgestellt. Dabei variieren die Spezifikationen stark, Nvidia bietet auch neue Quadro-Grafikkarten im Low-Budget-Bereich an.

Nvidia Quadro

Das Anwendungsgebiet der Nvidia Quadro Chips

Die zwei neuen Top-Modelle der Quadro-Linie sind speziell auf die Bedürfnisse des Business User zugeschnitten, der im Arbeitsalltag mit grafisch anspruchsvollen Aufgaben konfrontiert wird. Das können CAD-Anwendungen, die Entwicklung von VR-Inhalten oder grafische Modellen im wissenschaftlichen Bereich sein. Ein weiteres Thema, das immer stärker in den Mittelpunkt rückt, ist das Schaffen von intelligenten und lernfähigen Systemen.
All diese Anwendungen erfordern Workstations, die in der Lage sind, ressourcenintensive Aufgaben optimal zu bewältigen. Für den Einsatz in derartigen Workstations eignen sich insbesondere die Quadro P 100 und die P4000.

Nvidia Quadro

Nvidia Quadro GP 100 und Quadro P4000 

Die Quadro GP 100 verfügt über 3.584 Shader-Rechenkernen, von denen 1.792 in der Lage sind, doppelgenaue Berechnungen durchzuführen (Double Precision/FP64). Der 16 Gigabyte große HBM2-Videospeicher arbeitet mit Transferraten von 720 GByte/s. Laut Nvidia soll ein gleichzeitiger Betrieb von 4 5K-Monitoren bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz über DisplayPort 1.4 möglich sein. Darüber hinaus lassen sich zwei GP 100 per NVLink aneinanderfügen. Selbstverständlich hat diese enorme Leistung auch ihren Preis: die Grafikkarte soll um die 7.000 Euro kosten. Die Quadro P4000 bietet ebenso Höchstleistung. Sie kann auf einen 8 GByte GDDR5 zurückgreifen und arbeitet mit einem GP104-Grafikchip mit 1792 Shader-Rechenkernen. Auch sie soll gleich vier 5K-Monitore bei 60 Hz betreiben können und genügend Ressourcen für die Entwicklung von VR-Anwendung bereitstellen.

Nvidia Quadro

Quadro P2000 und P1000

Diese Grafikkarten siedeln sich unterhalb der beiden Spitzenmodelle GP 100 und P4000 an, bieten allerdings immer noch genügend Leistung für CAD oder medizinische Bildverarbeitung. Die P2000 hat 1024 Shader-Kerne und 5 GByte GDDR5-Speicher mit 192 Bit, wohingegen die 1000er noch 640 Kerne und 4 GByte Speicher vorweisen kann. Diese wird via Mini-DisplayPorts mit dem Monitor verbunden. Die P2000 wird mit 670 und die P1000 mit 470 Euro zu Buche schlagen.

Quadro P600 und P400

Die mit 240 Euro im Low-Budget angesiedelte P600 ermöglicht erstaunlicherweise ebenso das Ansteuern von vier 5K-Monitoren und bietet eine ausreichende Leistung für die Verarbeitung von einfachen CAD-Anwendungen. Die Quadro P400 wird lediglich 190 Euro kosten und unterstützt keine 5K-Auflösungen.

Quadro Modell P4000 P2000 P1000 P100 P400 P600
Parallele CUDA-Recheneinheiten 1792 1024 640 3584 256 384
Speicher 8 GB GDDR5 5 GB GDDR5 4 GB GDDR5 16 HBM2 GDDR5 2 GB GDDR5 2 GB GDDR5
FP32 Performance 5.3 TFLOPS 3.0 TFLOPS 1.894 TFLOPS 5.2 TFLOPS 0.641 TFLOPS 1.195 TFLOPS
Max. Energieverbrauch 105 W 75 W 47 W 235 W 30 W 40 W
Grafikbus PCI Express 3.0 x 16 PCI Express 3.0 x 16 PCI Express 3.0 x 16 PCI Express 3.0 x 16 PCI Express 3.0 x 16 PCI Express 3.0 x 16
Formfaktor 4.4” H x 9.5” L Dual Slot 4.4” H x 7.9” L Single Slot 2.7” H x 5.7” L Single Slot 4.4” H x 10.5” L Dual Slot 2.7” H x 5.7” L Single Slot 2.7” H x 5.7” L Single Slot

 

 

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