Das Bitcoin-Sorgentelefon von Bread tröstet verzweifelte Anleger

Von | 16. Februar 2018

Die undurchsichtige Kursentwicklung von Bitcoin und Co. zehrt an den Nerven vieler Anleger. Über große Geldverluste reden viele ungern mit Bekannten, Familie und Freunden. Daher können sich Betroffene bei Bread ihren Krypto-Kummer von der Seele reden.

BRD ist ein Venture-Capital-Unternehmen mit Hauptsitz in Zürich mit Kunden in über 150 Ländern. Das Unternehmen vertreibt mit Breadapp eine Anwendung für das iPhone und Android Smartphones, mit der man unter anderem mobil Bitcoins senden und empfangen kann. Seit Juli letzten Jahres bietet das Unternehmen ein Sorgentelefon für Bitcoin Verlierer an. Bei größeren Kurseinbrüchen war die kostenfreie Nummer der US National Suicide Prevention Lifeline – eine Hotline für Suizidgefährdete – vermehrt zu einer Anlaufstelle für verzweifelte Krypto-Anleger geworden. Das sei einer der Gründe gewesen, weshalb die Bread Hotline ins Leben gerufen hatten. Neben der telefonischen Seelsorge kann man mit den Betreuern der Hotline von Bread aber auch über allgemeine Themen rund um den Bitcoin diskutieren. Alles was dort gesagt wird, behandelt BRD vertraulich.

Keine Scherzanrufe und eine Frauenquote von 20 Prozent

Aaron Lasher, Marketingchef bei Bread, vermeldete eine Woche nach dem Start: „Die schockierendste Erkenntnis: Wir haben keinen einzigen Scherzanruf erhalten. Das hat unseren Glauben an die Menschheit wiederhergestellt.“ Er sagte weiterhin, die Hotline habe auch außerhalb der Geschäftszeiten Anrufe erhalten, besonders an den Wochenenden. Dies sei ein Beweis für die Popularität der Hotline. Viele der Anrufer hätten auch eine Voicemail hinterlassen. Lasher erwähnte, dass 20% der Anrufer Frauen waren. Das sei eine gute Nachricht für ihn, weil es andeute, dass sich die Bitcoin-Community diversifizieren würde.

Steht ihr auch schon kurze vor dem Nervenzusammenbruch und könntet eine telefonische Seelsorge gut gebrauchen? 😉

Wer in den letzten Tagen in Bitcoin investiert hat, kann sich aktuell allerdings freuen, denn der Kurs zog zwischenzeitlich wieder kräftig an:

Bitcoin Wochenchart, Grafik: finanzen.net