Update: Bitcoin, Ethereum und Co werden wieder billiger

Von | 11. Juli 2017

Update 11.07.2017:

Inzwischen fallen die Kurse für sämtliche Kryptowährungen wieder, Ethereum wird mit weniger als 200€ gehandelt. So dürfte sich die Situation am Hardwaremarkt in absehbarer Zeit etwas entspannen. Zwar sind die meisten Mittelklasse-Grafikkarten noch immer nicht in ausreichender Anzahl verfügbar, hält die Kursentwicklung bei ETH an, sollten die Bestände allerdings langsam wieder steigen – und die Preise im Idealfall wieder auf ein realistischeres Niveau sinken.

 

Original Beitrag:

Aktuell in sind sie in aller Munde: Sogenannte Krypto-Währung wie Bitcoin und Ethereum sorgt für eine wahre Goldgräberstimmung im Netz – und Verknappung von AMD-Grafikkarten. Doch was hat es mit dem virtuellen Geld auf sich, warum gibt es nirgendwo mehr aktuelle Radeons zu kaufen und wie kann ich selbst schürfen? Wir klären auf!

Der eigene PC als „Geld-Druck-Maschine“

Im letzten Quartal vervielfachte sich der Preis der Krypto-Währung Ethereum von rund 30€ im März auf knapp 320€ Mitte Juni. Auch der Bitcoin-Kurs verhält sich ähnlich. Dieser rapide Preisanstieg führt zu einer interessanten Lage am Hardware-Markt: Plötzlich ist es lukrativ, das virtuelle Geld mit dem eignen PC zu „schürfen“, die richtigen Komponenten vorausgesetzt.  Da sich AMDs Radeon Grafikkarten wie die R9 290X2, RX 470/480 und RX570/580 besonders gut zum „Mining“ eignen, ist der Markt praktisch leer gekauft. Doch auch Nvidia-Karten eignen sich: Insbesondere die GeForce GTX 1070 ist bei Minern beliebt. Auch die GeForce GTX 1060 erfreut sich steigender Beliebtheit. Die nötigen Investitionen für ein rentables Mining-System halten sich hier in Grenzen: Schon mit zwei RX 480 lassen sich, im Dauerbetrieb, Ethereum im Wert von aktuell rund 340 Euro im Monat erzeugen. Die Anschaffungs- und Stromkosten für den Betrieb von rund 80 Euro monatlich müssen natürlich noch abgezogen werden – daher sollten Sie die Investition in ein derartiges System genau kalkulieren.

Was brauche ich zum effektiven Mining?

Steht ihrem System mindestens 8 GB Arbeitsspeicher, 50 GB freier Festplattenspeicher und beispielsweise zwei RX 480 zur Verfügung, ist der Rest nur noch eine Frage der richtigen Software. Wichtig: Achten Sie darauf, dass sowohl Windows, als auch die Gerätetreiber (v.a. der Grafiktreiber) möglichst aktuell sind.

Hier finden Sie die idealen Grafikkarten für’s Mining:

Zum Schürfen des Krypto-Geldes sind nur zwei Programme nötig: Mit Geth synchronisieren Sie ihr System mit dem Ethereum-Netzwerk, mit Ethminer errechnen Sie das Ethereum.

Ist die aktuellste Version von Geth heruntergeladen, installieren sie diese. Der Standardpfad von Geth lautet C:\Programme\Geth

Mit dem Druck der Windows-Taste+STRG+Enter starten Sie die Windows-Kommandozeile. Wechseln Sie mit dem Kommando „cd Programme\Geth“ in das Verzeichnis der Installation. Im nächsten Schritt legen sie mit dem Befehl „geth account new“ ein neues Konto, in welches Ihre geschürften Ethereum-Einheiten geladen werden, an. Nun fragt Geth nach einem Passwort. Definieren Sie die ausreichen komplex und notieren Sie sich das Passwort auf einem Blatt Papier. Achtung: Ohne das Passwort erhalten Sie keinen Zugriff auf Ihr Ethereum!
Unter der in den geschweiften Klammern ausgegebenen Kontoadresse legt Geth Ihr Ethereum ab. Speichern Sie diese Adresse in einer Textdatei.
Damit Geth sich mit dem Ethereum-Netzwerk synchronisieren kann, muss zunächst die gesamte Blockchain heruntergeladen werden. Dies geschieht durch den Befehl „geth -rpc
Nach einigen Stunden sollte der Download vollendet sein. Mit einer zweiten Geth-Instanz können Sie den Fortschritt des Downloads überwachen: Starten Sie Geth in einem weiteren Kommandozeilenfenster und führen Sie den Befehl „geth attach“ aus. Mit „eth.syncing“ wird der Fortschritt sichtbar.

Ist die gesamte Blockchain synchronisiert, kann das Schürfen der Krypto-Währung beginnen!

Laden Sie nun Ethminer herunter und entpacken Sie diesen in ein beliebiges Verzeichnis. Über den Startparamter „ethminer.exe -G –opencl-platform 0“ lassen Sie Ethminer nun schürfen. Wichtig: Falls Sie zwei GPUs verwenden, deaktivieren Sie den Crossfire- oder SLI-Verbund im Grafiktreiber! 

Um das Mining noch lukrativer zu gestalten, sollten Sie in einem Rechenverbund arbeiten. In diesen sogenannten „Pools“ werden zahlreiche einzelne Maschinen zusammen zum errechnen von Ethereum verwendet – die errechneten Einheiten teilen sich dann anteilig auf alle Mitglieder im Pool aus. Der Pool „Nanopool“, welcher keine Anmeldung erfordert, bietet sich zum ersten testen an. Mit dem Kommando „ethminer.exe –farm-recheck 200 -G –opencl-platform 0 -S eth-eu1.nanopool.org:9999 -O 0xIHREADRESSE/IHRE@EMAIL.de“ verbinden Sie sich mit diesem Pool.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Schürfen der virtuellen Währung!

 

 

 

[Gesamt:6    Durchschnitt: 2.2/5]

60 thoughts on “Update: Bitcoin, Ethereum und Co werden wieder billiger

  1. Nicko WeNicko We

    Wie schon viele hier festgestellt haben ist halbwissen gefährlich. Deshalb sollte man die Finger von bitcoins lassen. Wieso man das hier noch bewirbt ist unverständlich. Die Idee eine unabhängige Währung zu schaffen ist doch schon lange ein running gag bei Börsianern.

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    1. Daniel PeschekDaniel Peschek

      Vor allem eine Währung die ich nicht in der Hand halten kann und die bei Stromausfall einfach weg ist 🙂 Menschen bleiben dumm…statt die Macht des Geldes zu brechen, erfinden Sie es immer wieder neu!

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  2. Norman FoberNorman Fober

    Ganz doof gefragt…
    Die Coins werden über Blockchains berechnet, wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wenn ich nun einen dieser Coins habe, besitzt dieser einen Wert.
    Wer hat den aber zuvor festgelegt?
    Warum kauft jemand Coins von anderen auf und zahlt dafür gängige Währungen?
    Ich empfinde es irgendwie als dubios, dass aus dem „Nichts“ Geld entsteht.

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    1. Fings MeisterFings Meister

      Naja echtes Geld entsteht auch aus dem nichts grob gesagt. Es ging mehr virtuelles Geld, deins am Konto und das der anderen Leute als auf Papier oder Münzen deshalb wird nachgedruckt.

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  3. Hans Christian RHans Christian R

    Spornt die User doch nicht noch an ETH zu farmen. Der Artikel ist zwar recht gut verfasst und deckt die Basics ab, aber jetzt noch mit ETH mining zu beginnen lohnt sich unter genau 2 Bedingungen:

    Man(n) hat Gratisstrom oder zahlt <15 Cent/kWh

    Und/oder hat einen Plan B für das farming möglicher Altcoins.

    Was in dem Artikel leider nicht zur Sprache kommt ist die Miningdifficulty. Seit Zünden der Diff.Bomb steigt diese exponentiell ( in Vorbereitung auf den Switch von PoW auf PoS). Statistisch rückwirkend betrachtet ist der Kurs mit der Diff. zwar einigermaßen mitgezogen aber aktuell ist diese Korrelation schön nicht mehr gegeben.

    Mal ganz davon ab sind die geeigneten Karten nicht bzw nur extrem Schwer zu bekommen

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    1. Tobias HansenTobias Hansen

      wieso, die drehen jetzt allein die keine ahung haben rx 470/80 an und lachen sich kaputt wenn die leute zu hause merken das der strom mehr kostet als die ether die gemint werden.

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    1. David GeffersDavid Geffers

      Wenn du sie für 400€+ verkaufst bist du genauso ein Betrüger wie alle anderen auf ebay 😂😂
      Da warte ich lieber ein 1-2 Monate anstatt mich über den Tisch ziehe zu lassen

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    1. Felix FrankFelix Frank

      Vor 4 Tagen wurde sie verkauft und morgen kommt die neue. Noch nicht so lange her. Der kurs für ETH steigt immer noch

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  4. Christopher SchönfeldtChristopher Schönfeldt

    Mal an die Erfahrenen User. Ich hab mich zwar etwas über Bitcoin schlau gemacht aber so recht hab ich es nicht verstanden, da
    1) wieso soll „geld“ entstehen, wenn meine graka auf vollast arbeitet.
    2) ohne Investition kommt man nicht weit oder?
    3) wenn man also geld druckt, virtuell versteht sich, wieso steigt dann der wert der Währung?

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    1. Martin NowakMartin Nowak

      Gaaannnz einfach… Es gibt einen sxhwierigkeitsgrad beim mining der sich bei ETH noch rentiert… Derzeit machst du ca 300 Euro Pro mining… Du musst natürlich ca 80 Euro Strom abziehen und die Anschaffung für die Hardware… Die coins behält du in dem Wert… Steigt der Wert der coins, so wird der sxhwierigkeitsgrad erhöht und du erzeugt weniger coints… Irgendwann lohnt es nicht mehr mit normalen Rechnern zu Minen, aber die coints die man vorher erzeugt hat bekommen einen höheren Wert… Man muss nur schauen das man frühzeitig die coints verkauft, bevor der Wert fällt … Es ist eine Frage der Zeit bis es sich auch nicht mehr lohnt die coints zu Minen

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    2. Martin NowakMartin Nowak

      Für bitcoints brauchst du z.b einen chine rechner, da der sxhwierigkeitsgrad verdammt hoch ist und du zu lange brauchst um coints zu generieren… Und in de sind die strompreise auch sehr hoch gegenüber anderen Ländern

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    3. Robert VárallyaiRobert Várallyai

      Der Wert hat damit nichts zutun. Beim bitcoin steht im Programm fest wieviel bitcoins es geben sollen und bis wann die geminert werden. Umso schneller bitcoins gefarmt werden. Umso früher kommt auch dieser block half break. Was denn Erlös an einem Block halbiert.

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    4. David GeffersDavid Geffers

      1) du stellst Rechenleistung für die blockchain (achtung halbwissen!) zur Verfügung
      2) du investierst nur in Hardware
      3) es gibt ein coin maximum, damit die Währung nicht unendlich vervielfacht wird. Je weiter man sich diesem maximum nähert, desto schwieriger wirds. Die wert entsteht durch das Vertrauen in diese Währungen.
      1 Bitcoin zu Minen ist so rechen intensiv das es sich mit de gpu nicht mehr lohnt. Bitcoin ist aber nicht asic oder fpga resistent. (spezielle Hardware für spezielle Aufgaben). Ethereum ist z.b quasi „einzigartig“, „individuell“ sodass sich fpga und asic miner nicht rentieren bzw. Funktionieren. Da braucht man reine gpu Rechenleistung grobgesagt.

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    1. Marcel ModrzikMarcel Modrzik

      Du errechnest neue Coins also Ethereum und wirst dafür belohnt derzeitig ist halt eine rx 580 oder 480 dafür am besten geeignet

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  5. Tobias HansenTobias Hansen

    minen mit billig karten ohne spezial hardware ist in jeglicher hinsicht nutzlos. außerdem steigt die rechenleistung, die benötigt wird, im vergleich zum gewinn exponentiell an.
    kein scherz auf den philippinen (kennt jeder bitcoin) minen leute bitcoins 24/7, weil der strom für alle kostenlos ist.

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    1. Kim WeißmannKim Weißmann

      bitcoin? ein wenig sinnlos. und nein eine grafikkarte wie die rx 480 hat sich wenn man sie für 250€ einkauft nach ein paar monaten rentiert, 3-4 waren es glaube ich.

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    2. Tobias HansenTobias Hansen

      jetzt noch ~ 1000€/jahr, nächste woche 800€ und noch mal 2 wochen später vielleicht 500€. wir leben in zeiten des internets. der artikel ist so furchtbar wie der von vice

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    3. Marcel ModrzikMarcel Modrzik

      Bitcoins mit GPU rentiert nicht selbst 1 antminer dafür der 13.4 TH/s amortisiert sich erst nach 2- 3 Monaten Litcoin Schaft man in 30 Tagen und Ethereum sind sie GPUs so teuer geworden das es sich auch nicht mehr rentiert

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    4. Ron MalinowskiRon Malinowski

      Ethereum-Rig = ein „PC“ mit x GPU’s. Zumindest für meine Begriffe. Alles andere ist ne Farm.
      Ansich auch vollkommen egal. Wollte damit sagen, dass ich mich mit der Materie durchaus schon befasst habe.

      Is das wenigstens dein eigenes „Rig“? Oh warte…Eher nicht, oder?

      Sei es drum. ETH und BTC werden halt zu pauschal in einen Topf geworfen…

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    5. Tobias HansenTobias Hansen

      nein ist nicht meins, ein geneigter pc user würde das anhand des links und des darin stehenden datums erkennen. aber du bist ja auch nur ein blender der nicht 3 satz rechnen kann
      €: krasses halbwissen hier, rechne mir bitte jeden tag einmal den kosten/nutzen deines „zustandes“ vor. das ergibt eine schöne, stetig sinkende, kurve nach unten

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    6. Ron MalinowskiRon Malinowski

      Was bist du denn für ein Troll?
      Ich sagte Bitcoins werden nicht mit GPU’s errechnet!
      Ich habe ein Rig für Ethereum, was wiederum mit GPU’s gerechnet wird.
      Lern lesen!

      Von Ironie hast du auch noch nie was gehört, oder?
      Is mir schon klar, dass das nicht deine ist. Sonst hättest du ja Ahnung wovon du sprichst!

      Dreisatz scheint das einzige gewesen zu sein was du in der Schule gelernst hast. Gehst ja ganzschön dran fest!

      BTC lohnt bei unseren Strompreisen freilich nicht. Bei Ethereum siehts da allerdings zZ noch anders aus!

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    7. Tobias HansenTobias Hansen

      okay ich lese den text nicht, die intention hinter bitcoins war diese über die gpu’s zu rendern. du hast sogar aufgepasst! ich sagte ja kosten/nutzen. auch mit deinem ‚rig‘ wirst du in naher zukunft keine gewinner mehr einfach bei ether. einfach abwarten. ich habe mehr ahnung als du glaubst, du bist aber ein blender.

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    8. Tobias HansenTobias Hansen

      es geht nur um rechenleistung. arm cluster sind am effektivsten, nur weil du dir für 500€ billige radeon karten gekauft hast bist du noch kein profi 😀

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    9. Ron MalinowskiRon Malinowski

      ich bin weder profi noch blender.
      mir ist klar, dass PoS ansteht und die diff immer weiter steigt. aber noch lohnt sichs. bin ja auch erst eingestiegen.

      die berichte über BTC/ETH schießen genau wie der kurs in die höhe und überall liest man nur halbwahrheiten.

      mein kommentar war sicher etwas plump in den raum geworfen, da magst du recht haben.

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