Den richtigen Beamer finden mit JACOB

Von | 27. Juni 2016

Mithilfe von Beamern gelingen nicht nur Präsentationen gut, schon längst hat auch der Privatnutzer die Möglichkeiten des Videoprojektors für seine Zwecke entdeckt. Mit ihm holen Sie sich nämliche das Kinoerlebnis ins heimische Wohnzimmer. Mit großen Bilddiagonalen wird so das Schauen von Filmen oder das Zocken von Games daheim erst zum richtigen Genuss. Stetig sinkende Preise machen den Beamer inzwischen für jedermann erschwinglich, auch bei Veranstaltungen und Public Viewing kommen die Projektoren häufig zum Einsatz. Machen Sie sich auf die Suche nach einem neuen Beamer, sollten folgende Gesichtspunkte, im wahrsten Sinne des Wortes, näher beleuchtet werden:

Die Räumlichkeiten

Wohnzimmer

Die Räumlichkeiten, in denen Sie Ihren Beamer nutzen werden, können sich stark voneinander unterscheiden. In abgedunkelten Räumen muss der Helligkeitswert nicht allzu hoch sein, in helleren Räumen oder im Freien hingegen umso höher. Kleine Zimmer reduzieren den Abstand zum Bild oftmals zu sehr, daher kann die volle Fläche der Leinwand gar nicht genutzt werden. In größeren Räumen muss der Beamer das Bild ausreichend groß projiziert können, damit auch alle Zuschauer noch sämtlich Inhalte sauber sehen können. Das Zusammenspiel zwischen Projektor und Leinwand fällt dabei sehr stark ins Gewicht. In manchen Situationen kann sich auch eine Geräuschentwicklung des Beamers störend auswirken.

Der Einsatz

Um die richtige Wahl treffen zu können, sollte man sich im Vorfeld bewusst werden, wie und wo man seinen zukünftigen Beamer einsetzen möchte. Möchte man den Beamer lediglich für kurze Präsentationen nutzen, gelten ganz andere Kriterien als bei einem Heimkino-Beamer. Je nach Einsatzzweck müssen verschiedene Faktoren und Eigenschaften des Beamers berücksichtigt werden.

Qualitätskriterien eines Beamers

Helligkeit

Glühbirne Helligkeit

Je größer das zu projizierende Bild ausfallen soll, desto dunkler kommt es auf der Leinwand an. Denn das gesamte, austretende Licht muss hier eine größere Fläche abdecken können. Möchte man also mit dem Beamer große Leinwände bestrahlen, ist ein genauerer Blick auf den Helligkeitswert zu werfen, dieser wird in Lumen (lm) gemessen. Als Faustregel gilt: für 2,5 Meter Bildfläche sollte man im Allgemeinen über 2000 Lumen einplanen. Vor allem im Freien und in hellen Räumen gilt die Devise: mehr ist immer besser. Denn bei ungünstigeren Lichtverhältnissen bekommt man sonst sehr schnell große Schwierigkeiten beim Ablesen der Leinwand. Möchte man seinen Beamer jedoch lediglich in dunkleren Räumen betreiben, kann auch ein Wert um 1000 Lumen genügen.

Auflösung

Auch die Auflösung hängt vom Einsatzzweck ab, sie beträgt bei modernen Beamern häufig standardmäßig Full HD (1920 x 1080 Pixel). Diese Auflösung ist heutzutage generell sehr gängig und findet eine breite Anwendung. Für kleine Leinwände und diverse Einsatzgebiete kann auch eine HD-Auflösung genügen, mit Full HD ist man jedoch auf der sicheren Seite. High-End-Beamer projizieren mit einer satten Auflösung von 4.096 x 2.160 Pixel (4K-Auflösung) und sorgen damit für Kinogenuss vom Allerfeinsten, sie sind jedoch auch dementsprechend teurer. Doch nicht alle Ausgabegeräte unterstützen auch die 4K-Auflösung, zum Beispiel ältere Grafikkarten können oftmals kein 4K ausgeben. Auch Fernsehsender strahlen ihre Inhalte (noch) nicht in 4K aus und die Filmauswahl für 4K-Filme ist noch begrenzt.

Kontrast

Kontrast

Der Kontrastwert gibt über den maximalen Helligkeitsunterschied zwischen den Farben Weiß und Schwarz Auskunft. Ist das Kontrastverhältnis hoch, wirken die Farben lebendiger und heller. Ist es klein, fallen die Farben etwas matter und Schwarztöne eher gräulicher aus. Besonders beim häufigen Betrachten von Bildern und Videos kann das die Bildqualität trüben. Um gute Ergebnisse im Videobereich erzielen zu können, sollte das Kontrastverhältnis mindestens 10.000:1 betragen.

Energieverbrauch

Der Energieverbrauch eines Beamers ist bei vermehrter Benutzung nicht zu unterschätzen und ist wesentlich höher als beim Fernseher. Der Stromfresser sind die Lampen des Beamers, die Leuchtdioden der LED-Beamer verbrauchen wesentlich weniger Strom. Ein energieeffizienter Projektor sollte 300 Watt auf keinen Fall überschreiten.power-306141_1280

Lärmentwicklung

Lärm

Die Abwärme, die beim Betrieb eines Beamers entstehen kann, wird durch dessen Lüfter abgeführt. Hierdurch entsteht ein Rauschen, das manchmal stark, manchmal weniger stark hörbar ist. Besonders bei Beamern, die für das Abspielen von Filmen ausgewählt werden, sollte man auf die jeweilige Geräuschentwicklung achten (Maßeinheit Sone oder Dezibel gemessen).Wird der Projektor in kleinen und hellen Büroräumen genutzt, können die Betriebsgeräusche auch schnell einmal den Vortrag stören. Bei Leinwänden in großen Räumen oder  im Freien spielt die Lautstärke eines Beamers eher eine untergeordnete Rolle.

Die Anschlüsse

Anschlüsse Beamer

Ein Beamer sollte unterschiedliche Anschlüsse besitzen, um Spielekonsolen, Blu-Ray-Player, PCs, Laptops, Smartphones oder Tablets anschließen zu können, hierzu wird eine HDMI-Schnittstelle benötigt. Handy und Tablet werden oftmals über den MHL-Standard verbunden. Für DVB-T- und Sat-Tunern, sowie für einige ältere Spielekonsolen reicht ein analoger Videoeingang aus. Weitere, mögliche Anschlüsse zur Verbindung sind S-Video, D-Sub oder DVI. Vor dem Kauf eines Beamers sollte man also abklären, welche Geräte man verbinden möchte und welche Anschlüsse für diese benötigt werden. Besonders praktisch sind integrierte SD Kartenslots und USB-Anschlüsse. Werden diese Speichermedien an den Beamer angebunden, kann dieser deren Inhalte ohne weitere Hardware wiedergeben. Hier sollte man jedoch darauf achten, dass der Beamer auch alle gängigen Formate unterstützt. Über integrierte, oder optional erhältliche WLAN-Module, können die Präsentationsinhalte sogar drahtlos zum Projektor übertragen werden.

Die verschiedenen Einsatzgebiete

Optoma EH300 – für Vorträge und Präsentationen

Präsentationen – egal ob im Unternehmen, an der Uni oder auf Tagungen – werden hauptsächlich in großen und helleren Räumlichkeiten vorgetragen. Der Optoma EH300 ist mit 3.500 Lumen für den Einsatz unter helleren Gegebenheiten gewappnet. Aufgrund seiner Full HD Auflösung wirkt das projizierte Bild sehr scharf, auch das hohe Kontrastverhältnis weiß zu überzeugen.

Optoma W330Da bei Präsentationen in der Regel nicht überwiegend Videos abgespielt werden, muss der Projektor aber nicht zwangsläufig eine hohe Full HD Auflösung haben. Auch HD Auflösungen eignen sich für Präsentationen. Beamer mit HD Auflösung sind häufig auch günstiger als solche mit höheren Auflösungen. Der LG BX403B löst „nur“ in HD auf, erfüllt seinen Zweck dennoch gut. Er hat nämlich mit 4000 Lumen eine hohe Leuchtkraft, dieses Kriterium spielt bei Präsentationen oftmals die bedeutendere Rolle als die Auflösung.

LG BX403B

 

Der Epson EH TW5210 – Heimkino vom Feinsten

Mit dem Epson EH TW5210 holen Sie das Kinoerlebnis zu sich nachhause. Mit einer Full HD Auflösung bietet der Projektor ein sehr scharfe Bilder, ein Kontrastverhältnis von 30.000:1 und die tiefen Schwarztöne tragen zu einem dynamischen Bild bei. Das typische 16:9 Format des Beamers sorgt für tolle Kinostimmung. Mit 2200 Lumen sorgt er für eine helle Darstellung und ist dabei nicht nur in abgedunkelten Räumen gut ablesbares. Wer genug Platz im Wohnzimmer hat, der profitiert von der sehr großen Projektionsfläche von 300 Zoll. Mit USB 2.0 Typ A, USB 2.0 Typ Mini-B, VGA-Eingang, HDMI-Eingang (2x), Composite-Eingang, MHL, Stereo-Mini-Klinkenbuchsen-Ausgang und Cinch-Audioeingang lässt der Beamer in Sachen Anschlussvielfalt keine wichtige Schnittstelle aus. Medien von Handy, Tablet oder vom USB-Stick abzuspielen stellt daher kein Problem dar. Das Beste kommt zu Schluss: der Epson EH TW5210 unterstützt sogar eine 3D Projektion.

Epson EH TW5210

NEC V302H – Der Gaming-Beamer

An den Gaming-Beamer werden ähnliche Ansprüche wie an den Heimkino-Beamer gestellt:

  • Hohe Auflösung und gutes Bild
  • Mittlere Helligkeit
  • Anschlussvielfalt

Von besonderer Bedeutung ist hier die Reaktionsgeschwindigkeit, da der Gaming-Genuss durch „Nachziehen“ des Bildes sehr schnell getrübt wird. Daher sollten Gamer zu einem DLP-Beamer greifen, LCD-Beamer sind zum Zocken eher ungeeignet. Der NEC302H bietet mit Full HD die passende Auflösung und wird aufgrund seiner verwendeten Technologie auch in Sachen Reaktionsgeschwindigkeit jedem Actiongame gerecht. Mit seinen 3000 Lumen ermöglicht dieser Beamer auch Gaming in helleren Räumlichkeiten. Ob PC, Konsole, Tablet oder Smartphone – auch dieser Beamer überzeugt mit seinen vielen Anschlüssen.

NEC V302H

 

Panasonic PT EX16KE – High-End-Beamer für den professionellen Einsatz im Freien

Panasonic PT EX16KE

 

Möchten Sie einen Beamer im Freien betreiben, muss unbedingt die Helligkeit stimmen – je heller, desto besser. Oftmals werden solche Beamer bei Großveranstaltungen oder beim Public Viewing eingesetzt, hier sind die Anforderungen besonders hoch. Für den professionellen Einsatz im Freien muss der Beamer einen sehr, sehr hohen Helligkeitswert aufweisen können. Der Panasonic PT EX16KE wird mit seiner Strahlkraft von 16.000 Lumen diesen Bedingungen gerecht. Dieser Projektor ist nicht für den Privatmann konzipiert, sondern findet sein Einsatzgebiet hauptsächlich im kommerziellen Bereich.

Unumgänglich für Beamer im Freien ist der Sonnenschutz. Die Sonne darf nicht direkt auf die Leinwand scheinen. Das wesentlich günstigere Modell, der PT EX800ZE, weist mit 7.500 Lumen eine nicht ganz so hohe Helligkeit auf, lässt sich mit ein paar Kniffen dennoch im Freien nutzen. Zeltplanen oder große Tücher können die Sonneneinstrahlung mindern. Spezielle Leinwände, die das Licht bündeln, sowie graue und dunkelgraue Leinwände verbessern den Kontrast und die Helligkeit der Projektion, bestenfalls baut man einen Pavillon oder ein Bierzelt auf.

 

Beamer Panasonic

 

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