AMD EPYC Serverprozessoren – besser als Intel?

Von | 21. Juni 2017

Noch nicht allzu lange ist es her, als AMD die inzwischen sehr beliebte Ryzen-Prozessorenfamilie für Desktop- und Gaming-PCs vorstellte. Nun versucht der Chip-Hersteller auch wieder im Geschäftfeld der Serverprozessoren Fuß zu fassen. Mit den auf der bewährten ZEN-Architektur basierenden EPYC Serverprozessoren startet AMD einen Versuch, Intel in diesem Marktsegment Anteile abzuluchsen. Insgesamt 12 Prozessoren der EPYC 7000er-Serie präsentierte AMD. Im Bereich der Serverprozessoren spielt AMD nämlich derzeit kaum eine Rolle, der Konkurrent Intel ist technisch weit voraus. Das soll sich nun ändern.

AMD Blue Cipher Epyc Logo

Das AMD EPYC Sortiment

Die AMD EPYC 7000er Multi-Threading-Serverprozessoren verfügen über 8, 16, 24 oder 32 Rechenkerne und bieten allesamt acht Speicherkanäle und 128 PCIe-Lanes. Sie können in 1- sowie in 2-Sockelsystemen betrieben werden und weisen eine ziemlich große Preisspanne auf. Die Chips werden preislich grob von unter 400 bis zu über 4.000 US-Dollar angesiedelt sein. Der Kunde hat somit vielfältige Auswahlmöglichkeiten und kann seinen individuell passenden EPYC Prozessor finden. Der Stromverbrauch dieser Prozessoren kann dem individuellen Anwendungsszenario angepasst werden. Wer nicht immer die volle Performance benötigt, kann die AMD Prozessoren auch mit niedrigerer TDP betreiben. Durch eine Erhöhung der TDP können sie ihr volles Potenzial entfalten.

EPYC 7601 – der High-End-Serverprozessor der Serie

Der EPYC 7601 ist der leistungsstärkste unter den vorgestellten Prozessoren. Er verfügt über 32 Kerne, kann gleichzeitig 64 Threads verarbeiten und ist mit 8 Speichercontrollern bestückt. Darüber hinaus hat er einen Basistakt von 2,2 GHz und erreicht im Boost-Modus sogar 3,2 GHz. Der Stromverbrauch dieses Modells soll sich in der Grundeinstellung auf 180 Watt belaufen. Partner wie Lenovo, Dell oder HPE haben das Potenzial der neuen EPYC Prozessoren bereits für sich entdeckt und stellten ihre eigenen, auf EPYC-CPUs basierenden Systeme vor.

Modell Kerne Frequenz Preisbereich Intel-Konkurrent
Epyc 7601 32 2,2 bis 3,2 GHz Ab 4.000 US-Dollar Xeon E5-2699A v4
Epyc 7551 32 2,0 bis 3,0 GHz 3.400 US-Dollar Xeon E5-2698 v4
Epyc 7501 32 2,0 bis 3,0 GHz n.v. n.v.
Epyc 7451 24 2,3 bis 3,2 GHz Ab 2.400 US-Dollar Xeon E5-2695 v4
Epyc 7401 24 2,0 bis 3,0 GHz 1.850 US-Dollar Xeon E5-2680 v4
Epyc 7351 16 2,4 bis 2,9 GHz Ab 1.100 US-Dollar Xeon E5-2650 v4
Epyc 7301 16 2,2 bis 2,7 GHz Ab 800 US-Dollar Xeon E5-2640 v4
Epyc 7281 16 2,1 bis 2,7 GHz 650 US-Dollar Xeon E5-2630 v4
Epyc 7251 8 2,1 bis 2,9 GHz 475 US-Dollar Xeon E52620 v4
Epyc 7551P 32 2,0 bis 3,0 GHz Ab 2.100 US-Dollar 2x Xeon E5-2650 v4
Epyc 7401P 24 2,0 bis 3,0 GHz 1.070 US-Dollar 2x Xeon E5-2630 v4
Epyc 7351P 16 2,4 bis 2,9 GHz 750 US-Dollar 2x Xeon E5-2620 v4

 

 

[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

13 thoughts on “AMD EPYC Serverprozessoren – besser als Intel?

  1. Ella GoElla Go

    Ich benötige für die Wandertour einen neuen Rucksack und würde mich deswegen sehr freuen, wenn ich gewinnen würde😍😍😍😍

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    1. Darian MerzDarian Merz

      naja dazu kann ich nix sagen, weil ich noch kein AM4 board besitze. Hab mir aber eins ausgesucht, das dürfte in ordnung sein. werden ja bestimmt noch ein paar boards aufn markt geschmissen in nächster zeit.

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  2. Tobias HansenTobias Hansen

    irgendwo habe ich gelesen das das sie im um dual cpu bereich immer noch weit hinter intel ihren xeon’s liegen. außerdem finde ich die taktraten seltsam, scheint für mich als würde es hier nicht um defekte rechenwerke in den chips gehen, sondern um die güte des jeweiligen chips. kann mir diese seltsamen taktungen nicht erklären.

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    1. Kim WeißmannKim Weißmann

      1. ist das nur so weil sie mit bulldozer garnicht erst versuchten dual socket oder generell server cpu´s zu stellen 2. ist bei epyc sowie ryzen die chipausbeute genial d.h. 8 kerner müssen künstlich beschnitten werden um überhaupt 4 kerner anbieten zu können, man beschneidet also die cpu´s die nicht so eine hohe chipgüte haben weil sie ehh niedriger takten. simple as that.

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    2. Tobias HansenTobias Hansen

      du liest nur vice und jacob nehme ich an.
      amd hat sogar angegeben das sie expliziet auf den dual socket markt vorrücken und zu intel aufschließen wollen.
      ebenso drückt amd so viele kerne wie möglich in in die rein, ohne auf effektivität zu achten.

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    3. Kim WeißmannKim Weißmann

      Tobias Hansen häää du verstehst mich wohl eindeutig falsch. amd hat bisher nur weil sie mit bulldozer müll hatten nicht mehr auf dual socket gesetzt. amd hat eine spektakuläre chipausbeute weshalb alle 8 kerne im die meistens funktionieren weshalb für 4 und 6 kerner intakte 8 kerner benutzt werden welche lediglich den takt von den großen (ausser bei zwei r5) nicht halten können. wie man einen satz so missverstehen kann ist mir unbegreiflich, ich habe nur geschrieben das du im grossen und ganzen recht hast.

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    4. Kim WeißmannKim Weißmann

      Tobias Hansen jacob sehe ich nur in meiner timeline und auf vice nerve ich unwissende. sonst hab ich damit garnichts am hut. aber schön das du so schnell urteilst ohne richtig zu lesen.

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    5. Alexander ZinglerAlexander Zingler

      Vlt sollte man auch noch erwähnen… EPYC CPUS sind für den reinen Servermarkt gedacht und da sind die Taktraten alle ähnlich, denn die Dinger sollen laaaange halten, weil sie im 24/7 Betrieb laufen. Also Ryzen mit EPYC zu vergleichen in etwa so ein Vergleich wie Birnen und Äpfel miteinander zu vergleichen^^

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    6. Tobias HansenTobias Hansen

      es geht um die qualität der chips. ich erinnere an früher wo qualitativ hochwertige chips für ein paar euro mehr verkauft wurden

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