Breitbandausbau durch die GroKo – wird unser Datennetz endlich konkurrenzfähig?

Von | 13. Februar 2018

Darüber geredet wird viel, getan hat sich allerdings bislang relativ wenig: die Modernisierung der Netzwerkinfrastruktur kommt nur schleppend voran. Laut Digitalisierungsindex 2017 schafft es  Deutschland europaweit gerade einmal auf Platz 11. Die Große Koalition möchte den Vorgang nun erheblich beschleunigen.

„Bauboom“ beim Breitbandausbau?

In ihrem gemeinsamen Koalitionsvertrag widmeten CDU, CSU und SPD 13 Seiten dem Thema Digitalisierung. Fonds mit einem Volumen von zehn bis zwölf Milliarden Euro sollen die nötigen Finanzmittel bereitstellen, um das Projekt Breitbandausbau voranzutreiben. Einer der Gründe, weshalb der Ausbau sich so lange hinzieht, sind die langwierigen Genehmigungsverfahren. Außerdem gehört Deutschland zu den wenigen Ländern, die für den Ausbau  jedes Mal die komplette Straße aufreißt, um die Kabel zu verlegen. „Wir wollen jetzt die Verfahren straffen“, so Thomas Jarzombek, Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für die „Digitale Agenda“. Weiterhin sagte er „Wir werden einen echten Bauboom im Bereich Breitband sehen in den nächsten Jahren.“

Gigabit Ethernet für alle bis 2025

2013 wurde versprochen, dass bis Ende 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen sollen. Durchschnittlich werden es gegen Ende des Jahres aber wohl nur 30 MB/s sein. Das neue Ziel der Großen Koalition lautet nun: einen „flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025“ zu erreichen. Damit wäre die Geschwindigkeit zirka 50 Mal schneller als ein aktuell durchschnittlicher deutscher Internetanschluss.

Wie zufrieden seid ihr mit eurer Internetverbindung? Wie sieht es abseits der Städte aus, wie ist die Verfügbarkeit auf dem Land? Reicht die aktuelle Geschwindigkeit noch für alle Anwendungen?