Daily Archives: 15. Februar 2018

Nvidia: neuer Turing Grafikchip und rekordverdächtiger Umsatz

Von | 15. Februar 2018

Zuletzt haben sich die Gerüchte um die neuen Nvidia Ampere Grafikkarten verdichtet. Angeblich befindet sich derzeit aber noch ein weiterer Grafikchip in der Mache, der auf den Codename Turing lautet. Die Nachrichtenagentur Reuters deutete dies in einem Bericht, in dem es hauptsächlich um die hohe Nachfrage und die Umsätze von Nvidia Grafikkarten geht, an.

Turing

Turing soll ein Gaming Chip werden

Der Name Turing stützt sich auf den britischen Mathematiker und Kryptoanalytiker Alan Turing. Der Turing Chip soll vor allem bei Gaming-Grafikkarten zum Einsatz kommen. Das ist etwas verwunderlich, da bisher vermutet wurde, dass im Gaming-Bereich der Nachfolger von Pascal Ampere sein wird. Es wird weiterhin spekuliert, dass es eventuell auch ein Krypto-Mining-Modell von Turin geben könnte. Genauere Angaben zu Leistung, Preisen oder Verfügbarkeit nannte Reuters leider nicht. Der Chips soll jedoch angeblich bereits im März offiziell vorgestellt werden. Es könnte also möglich sein, dass Nvidia auf der diesjährigen Spieleentwickler-Konferenz Games Developer Conference in San Francisco erste offizielle Informationen zu Turing preisgeben wird.

Nvidia steigert den Gaming-Umsatz

Der Gaming-Umsatz im vierten Quartal 2017 stieg um 29 Prozent auf 1,74 Milliarden US-Dollar und machte mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. „Wir sind der Meinung, dass die Kryptowährung ein sehr wichtiger Faktor sowohl für den Umsatz als auch für die Preisgestaltung ist und ein Mangelumfeld geschaffen hat, das die Preise erhöht“, sagte Morgan Stanley-Analyst Joseph Moore in einer Mitteilung nach Bekanntgabe der Ergebnisse. Aber auch das starke Wachstum im Bereich Rechenzentren, also der Grafiksparte Tesla, habe zu einem rekordverdächtigen Gesamtumsatz von 2,911 Milliarden im vierten Quartal 2017 geführt. Analysten sagen daher allerdings auch, dass der Wettbewerbsvorteil von Nvidia nur weiter steigen wird, wenn die im letzten Jahr gestartete Volta-Chip-Architektur, die derzeit nur in Rechenzentrums-GPUs zu finden ist, noch in diesem Jahr in Gaming-Chips umgesetzt wird.

Spielen wir zukünftig nur noch auf Cloud-Konsolen?

Von | 15. Februar 2018

Netflix und Co. machen es vor: das Streamen von Multimediainhalten ist schon längst für viele Standard und Cloud basierter Content wird immer beliebter. Doch wie sieht das bei Spielen aus? Auch hier zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab. Plattformen wie Playstation Now, GeForce Now, Nvidia Grid oder Gamefly verdeutlichen bereit das große Potenzial. Mit Xbox Two und PS5 stehen uns vielleicht bald 2 Konsolen bevor, die ihre Spiele ausschließlich übers Netz ziehen werden. Das bringt vielerlei Vorteile, doch an manchen Stellen leidet dieses Konzept noch an leichten Kinderkrankheiten.

Cloud-Konsolen

Bild: Nvidia

Die Gerüchte um die neuen Cloud-Konsolen

Der Entwickler Hajime Tabata (Final Fantasy XV) sieht in Cloud basierten Konsolen die Zukunft und geht davon aus, dass die Hersteller bei ihren nächsten Konsolengenerationen nicht mehr auf klassische Hardware setzen werden. Auch Masayaso Ito, Executive Vize Präsident bei Sony Computer Entertainment äußerte sich zur Zukunft  unserer Konsolen. „Ich denke, es wird eine PlayStation 5 geben. Allerdings weiß ich noch nicht, in welcher Form sie erscheinen wird. Es könnte sich um eine physische Konsole handeln – oder um eine Cloud-basierte Lösung. Aber auch wenn die Form sich ändern sollte, wird es PS5-Spiele geben. Das ist es, was wir wollen.“ Ein offizielles Statement, aus dem hervorgeht, dass es sich bei PS5 und Xbox Two tatsächlich um Cloud-Konsolen handeln wird, war Microsoft und Sony allerdings bisher noch nicht zu entlocken. 

Welche Vorteile bietet Cloud Gaming?

Beim Cloud Gaming läuft das Spiel nicht direkt auf der Konsole oder dem PC, sondern auf einem externen Server. Dieser leistungsstarke Server übernimmt den Großteil der Rechenleistung, was zur Folge hat, dass auf vergleichsweise schwacher Hardware gespielt werden kannDas Konzept hat weitere bedeutsame Vorteile: Spiele müssen nicht mehr physisch in Form von Blu-rays vorliegen und verbrauchen auch keinen unnötigen Speicherplatz auf der Festplatte. Für die Konsolenhersteller könnte Cloud Gaming die Produktionskosten der Konsolen drastisch senken, da weniger leistungsstarke Hardware verwendet werden müsste. Das könnte sich im Preis der Konsolen widerspiegeln. Auch für die Publisher hat Cloud Gaming Vorteile. So können diese Veränderungen vornehmen, Updates verteilen und Fehler beheben, ohne auf die Hardware-Spezifikationen der jeweiligen Nutzer Rücksicht nehmen zu müssen.

Cloud-Konsolen

Die Verzögerungszeiten stellen bei Ego-Shootern ein Problem dar

Cloud Gaming klappt bereits bei vielen Spielen ziemlich gut. So gut wie auf einem hardwarebasierten System allerdings noch nicht. Hin und wieder kommt es nämlich noch zu Verzögerungen. Wie groß die Verzögerungen sein dürfen, um das Spielerlebnis nicht zu beeinträchtigen, hängt stark vom jeweiligen Genre ab. Während Strategie- oder Rollenspiel eher weniger von dieser Problematik betroffen sind, sieht das bei Shooten schon etwas anders aus. Hier sind extrem schnelle Reaktionen gefragt. Selbst minimale Verzögerungen können den Spielfluss hier schon stören. Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut empfiehlt Entwicklern bei der Umsetzung von Cloud-basierte Ego-Shootern einen Referenzwert von unter 0,1 Sekunde. Bei weniger schnellen Third-Person-Perspektiven sind es hingegen eine halbe Sekunde, bei Strategiespielen sogar eine Sekunde.

Bild: Nvidia

Ist die Netzwerkinsfrastruktur schon bereit für Cloud-Konsolen?

Wer vernünftig in der Cloud zocken möchte, benötigt zuerst einmal eine schnelle Verbindung zum Internet. Eine hohe Bandbreite ist ausschlaggebend, damit die Inhalte verzögerungsfrei beim Gamer ankommen. Genau hier liegt aber oftmals noch der Hund begrabe. Vor allem in ländlichen Gegenden ist die Bandbreite noch nicht so hoch, wie sie für Cloud Gaming eigentlich sein sollte. Ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor von Cloud-Konsolen werden sicherlich auch die Kosten der Spiele-Abonnements sein.

Wird Cloud Gaming schon bald das herkömmliche Konzept der klassischen Spielekonsolen ersetzen? Wie gut sind die aktuellen Streaming-Plattformen bereits?