Daily Archives: 8. Februar 2018

UFS 3.0 – High-Speed-Speicher für das Smartphone

Von | 8. Februar 2018

UFS (Universal Flash Storage) ist ein Speicherstandard, den vor allem Smartphones und Embedded Systems nutzen. Hier fungiert UFS als interner, fest verbauter Daten- und Systemspeicher. In den meisten der aktuell erhältlichen Smartphones kommen UFS 2.0 oder UFS 2.1 Speicher zum Einsatz. UFS 3.0 soll die Datentransferrate des Vorgängers verdoppeln und so die Systemperformance wesentlich steigern.

UFS 3.0 schafft bis zu 2.900 MB/s

Die Datenflut nimmt auch auf dem Smartphone stetig zu. Vor allem die Datengrößen von Mediendateien steigen Jahr für Jahr. Beim Laden von riesiger Bildgalerien oder Datenarchiven benötigen die meisten Smartphones eine kleine Denkpause. UFS 3.0 soll dafür sorgen, dass die Speichergeschwindigkeit mobiler Geräte nicht auf der Strecke bleibt. Die US-amerikanische Organisation JEDEC (Joint Electron Device Engineering Council) zur Standardisierung von Halbleitern stellte nun die technischen Eigenschaften des neuen Speichers vor. Die größte Neuerung betrifft die Datenübertragungsgeschwindigkeit. Mit bis zu 2.900 Megabyte pro Sekunde ist UFS 3.0 mehr als doppelt so schnell wie die Vorgängergeneration.

UFS 3.0

Durch eine neue Refresh-Funktion, welche die auf dem Speicher abgelegten Daten aktualisiert, soll sich die Lebensdauer der NAND-Zellen erhöhen. Eine weitere Neuerung von UFS 3.0 ist die Anpassung der Versorgung mit elektrischer Energie: die VCC-Spannung von 2,5 Volt vereinfacht die Nutzung von aktuellem 3D-NAND. Ein zusätzlicher Vorteil, der vor allem für industrielle Anwendungen von Bedeutung sein wird, ist die hohe Temperaturtoleranz der USF 3.0-Speicher. Sie ermöglichen einen Betrieb zwischen -40°C und 105° Celsius. Darüber hinaus nutzt die neue Speichergeneration eine VCC-Spannung von 2,5 Volt, beim aktuellen Standard sind es 2,7 bis 3,6 Volt.

Die unterschiedlichen UFS-Standards im Vergleich

UFS 1.0 1.1 2.0 2.1 3.0
Einführung 2011 2012 2013 2016 2018
Datenübertragungsgeschwindigkeit pro Übertragungsstrang 300 MB/s 600 MB/s 1450 MB/s
Max. Anzahl der Übertragungsstränge 1 2
Max. Datenübertragungsgeschwindigkeit insgesamt 300 MB/s 1200 MB/s 2900 MB/s
M-PHY Version 3.0 4.1
UniPro Protokollversion 1.6 1.8

Standard für die UFS Card Extension

Mit UFS 3.0 geht auch ein neuer UFS Card Extension Standard einher, ein optisch an microSD-Karten angelehnter Speicherstandard. UFS sollte sich eigentlich auch für Speicherkarten etablieren, hier hat sich bis jetzt jedoch nicht allzu viel getan. Samsung kündigte zwar bereits microSD-Speicherkarten auf UFS Basis an, die bis dato allerdings noch nicht erschienen sind. Aktuell unterstützt noch kein Smartphone UFS Speicherkarten. Ob sich die UFS-Speicherkarten letzten Endes durchsetzen werden, bleibt abzuwarten.

UFS 3.0

Ein Anwendungsschwerpunkt liegt in der Automobilindustrie

„UFS 3.0, UFSHCI 3.0 und das UFS Card Extension Update bieten eine Vielzahl von Verbesserungen gegenüber den früheren Versionen dieser Standards, die Produktdesignern dabei helfen werden, signifikante Verbesserungen bei mobilen Geräten und verwandten Anwendungen zu erreichen“, sagte Mian Quddus, Vorsitzender des JEDEC Board. Er fügte hinzu: „Die Hinzufügung von Funktionen speziell für den Automobilmarkt unterstreicht das Engagement der JEDEC-Mitglieder, das UFS-Ökosystem weiter zu entwickeln, um den Bedürfnissen der Industrie und letztlich der Verbraucher gerecht zu werden.“

Zusammenfassung – schneller, effizienter und resistenter

UFS 3.0 ist eine hochleistungsfähige Schnittstelle, die für Anwendungen entwickelt wurde, bei denen der Stromverbrauch minimiert werden muss, einschließlich mobiler Systeme wie Smartphones und Tablets sowie Automobilanwendungen. Die serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle und das optimierte Protokoll ermöglichen signifikante Verbesserungen des Durchsatzes und der Systemleistung. Zukünftig erscheinende Smartphones sollten deutlich von der neuen Technologie profitieren. Durch schnelle Ladevorgänge sollte sich insbesondere die allgemeine Systemperformance verbessern.

 

Wie Augmented Reality die Geschäftswelt verändert

Von | 8. Februar 2018

Augmented Reality (AR), die erweiterte Realität, birgt für Unternehmen riesiges Potenzial, das bislang allerdings größtenteils nicht ausgeschöpft wird. Viele Entwickler fokussieren sich eher auf Anwendungen aus dem Bereich der Unterhaltung. Doch so langsam scheint sich AR auch in Unternehmen zu etablieren. Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über alle betrieblichen Funktionen. Von der Logistik, über die Produktion bis hin zum Absatz – Unternehmen können die AR Technologie branchen- und funktionsübergreifend zu Steigerung der Produktivität von internen wie externen Prozessen einsetzen. Große Unternehmen wie Siemens, die Deutsche Bahn oder DHL nutzen bereits aktiv die Vorteile der AR-Technik. Nachfolgend ein kleiner Überblick über mögliche Anwendungsbereiche.

Produktion, Anlagenwartung & Qualitätssicherung

Hohes Potenzial für AR besteht auch bei der Anlagenwartung. Deutsche Bahn und 3spin haben zum Beispiel zusammen eine Augmented Reality Wartungsanwendung (DBHoloAssist) entwickelt. Diese Anwendung zeigt den Mitarbeitern in Echtzeit und 3D, welche Schritte in welcher Reihenfolge sie durchzuführen haben. Komplizierte Reparaturen können auf diese Weise auch schon von weniger erfahrenen Mitarbeitern durchgeführt werden. Vor allem bei wechselnden Montagevarianten können so Fehler vermieden und Zeit gespart werden. In der Fertigung unterstützt AR die Arbeiter bei der korrekten Bedienung von Maschinen und liefert Echtzeitinformationen zum Produktionsprozess.

Lagerhaltung

Neue Kommissioniersysteme auf Basis von Augmented Reality sollen die Prozessabläufe im Lager wesentlich effizienter und komfortabler als bisher gestalten. In einem Pilotprojekt hat DHL seinen Lagermitarbeitern eine AR-fähige Datenbrille aufgesetzt. Diese zeigt der Lagerfachkraft genau an, in welchem Gang und an welcher Stelle des Regals sich ein bestimmter Artikel befindet oder wo er platziert werden soll. Zugleich sind sämtlich Informationen des jeweiligen Auftrags am Blickfeldrand einsehbar. Mit einem einfachen Blick können QR- oder Barcodes gelesen werden, die weiterführende Informationen bieten.

Engineering & Architektur

Vor allem Ingenieure setzen vermehrt auf Augmented Reality-Systeme. Die reale Montagesituation wird jeweils in Echtzeit mit digitalen Bauplänen abgeglichen. Die Visualisierungen geben eindeutige Handlungsanweisungen, wie Bauteil oder Baugruppe zu montieren sind. Auch Architekten machen sich die AR-Technologie zunutze, um mit ihren Entwürfen in Interaktion zu treten.

AR als Kommunikations- und Marketinginstrument

Die erweiterte Realität ermöglicht interaktive Produktvorstellungen und Präsentationen, die Geschäftspartner und Kunden voll miteinbeziehen. Funktionen können ausprobiert werden, auch wenn sich ein Produkt noch in der Entwicklungsphase befindet. Hierbei werden häufig Smartphone AR-Apps genutzt. Diese greifen auf die integrierte Kamera zu, scannen die Umgebung und ergänzen diese um multimediale Inhalte. Der wesentliche Vorteil bei der Verwendung von Mobilgeräten beim Einsatz von Augmented Reality ist die flexible Nutzung von unterwegs, der hohe Verbreitungsgrad sowie größere Akzeptanz. Jeder kann heutzutage mit seinem Smartphone AR-Apps unkompliziert nutzen. Ikea bietet beispielsweise eine VR-App an, mithilfe derer sich die Möbel aus dem Katalog virtuell und lagegerecht in der Wohnung platzieren lassen.

Remote Support im Service

Der technische Kundenservice über das Telefon gestaltet sich häufig ziemlich schwierig und führt nicht immer zur gewünschten Lösung. Ein mit Echtzeit unterstützter Augmented Reality Support kann durch gezielte Visualisierungen viele Verständnisprobleme schneller und effektiver lösen. Hierdurch kann der Einsatz von teuren Technikern vor Ort vermeiden und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden.

Weitere bedeutsame Anwendungsgebiete von AR sind unter anderem die Bereiche Bildungswesen, Simulationen sowie Präsentations- und Konferenztechnik.

 

 

 

 

Sind Lootboxen mit Glücksspiel gleichzusetzen? Bayern prüft.

Von | 8. Februar 2018

Das Thema „Lootboxen“ ist nicht nur in der Gaming-Szene umstritten. Aktuell entbrennen in mehreren Ländern politische Debatten darüber, ob Lootboxen dem Glücksspiel gleichzusetzen sind.

Lootboxen bald erst ab 18 Jahren?

In Großbritannien kam man zum Schluss, dass Lootboxen nicht mit Glücksspielen vergleichbar sind. In anderen Ländern stehen sie derzeit noch auf dem Prüfstand. In Bayern wurden nun von CSU- und SPD-Fraktion sowie von den Freien Wählern Überprüfungsanträge bei der Landesregierung gestellt. Außerdem fordern sie die Kommission für Jugendmedienschutz auf, sich mit einzuschalten. Einige plädieren für eine grundsätzliche Freigabe ab 18 Jahren. Die Freien Wähler haben ihren Antrag sogar direkt an die Bundesregierung gestellt. Die Christdemokraten möchten parallel zu diesen Anträgen eine Aufklärungskampagne starten, um die Zielgruppe mehr für das Thema zu sensibilisieren.

LootboxenLootboxen

Was sind eigentlich Lootboxen und weshalb sind sie so umstritten?

Die sogenannten Lootboxen stellen virtuelle Schatzkisten dar, die innerhalb von Computerspielen erworben werden können. Sie enthalten zusätzliche, für das jeweilige Spiel nützliche Gegenstände wie beispielsweise Waffen, Kostüme oder Karten. Vor dem Kauf weiß der Spieler jedoch noch nicht, was er genau erhält. Insbesondere kostenlose Spiele finanzieren sich durch derartige Konzepte. Aber einige Hersteller sind auch inzwischen dazu übergegangene, bereits kostenpflichtige Spiele mit solchen Boxen voll zupacken – zum Ärgernis vieler Zocker. Als problematisch wird hierbei das süchtig machende Potenzial für jugendliche Spieler angesehen, die teilweise viel Geld investieren. Vor allem, weil der Käufer keine Kontrolle darüber hat, welchen Inhalt er mit dem Kauf einer Box erwirbt, ziehen viele Parallelen zum Glücksspiel.

Lootbox – Abzocke oder nützliches Feature?