Daily Archives: 19. Januar 2018

Samsung GDDR6 Videospeicher mit doppelter Performance

Von | 19. Januar 2018

Samsung hat mit der Massenproduktion von 16-GBit GDDR6 Videospeicher für Grafikkarten begonnen. Das Besondere an den Speichern dieser Produktionsreihe ist die Tatsache, dass die Chips mit doppelt so hoher Dichte als bisher gefertigt werden und sich die Geschwindigkeit am Pin erhöht.

GDDR6

GDDR6 erreicht bis zu 576 GByte pro Sekunde

Diese erhöhte Speicherdichte ist insbesondere für leistungsfähige (Gaming-) Grafikkarten der nächsten Generation von Vorteil. Im Vergleich zum aktuellen GDDR5-Speicher hat sich die Breite der Transistoren von 20 auf 10 Nanometern halbiert. Samsung gibt eine Geschwindigkeit von 18 Gbit pro Sekunde an jedem Pin an. Mit einer möglichen Übertragungsgeschwindigkeit von 576 GByte pro Sekunde wäre der GDDR6 Videospeicher von Samsung doppelt so schnell wie GDDR5. Hiermit könnte er sogar den extrem schnellen HBM2-Speicher in einigen Belangen schlagen. Ein verhältnismäßig niedriger Stromverbrauch soll auch den Einsatz in energiesparenden Systemen ermöglichen. GDDR5 benötigt 1,55 Volt, GDDR6-Videospeicher hingegen nur 1,35.

Vermutlich wird die Nvidia Geforce-Karten mit Ampere-Chips als erste Grafikkarten auf diesen Speicher verwenden. Das Anwendungsgebiet von GDDR6 scheint bis dato noch begrenzt. Aktuelle Anwendungen bewältigen GDDR5-Speicher noch recht zuverlässig. Bei grafisch sehr aufwendigen Anwendungen jenseits von 4K könnte GDDR6 einen Mehrwert bieten.

 

 

 

 

WPA3 – das neue Verschlüsselungsprotokoll fürs WLAN

Von | 19. Januar 2018

Die Verschlüsselungsmethode WPA (Wi-Fi Protected Access) erfährt ein Upgrade und wird schon bald in der dritten Generation unsere drahtlosen Netzwerke vor Angreifern schützen. Welche Neuerungen bringt WPA3?

Vergangenen Herbst offenbarte WPA2 mit „Krack“ eine kritische Sicherheitslücke. Diese ermöglichte es einem Angreifer die Verschlüsselung zu umgehen und damit das Netzwerk auszuspionieren und zu manipulieren. Drei Monate später kündigte die Wifi-Alliance (Zusammenschluss von Forschern, Entwicklern und Herstellern von WLAN-Geräten) nun WPA3 als neuen Standard an.

Vier neue Sicherheitsfunktionen

Heutzutage sollen Passwörter möglichst immer komplexer gestaltet werden. Einfache Zahlen- oder Buchstabenfolgen gelten meist als unzureichend. Häufig wird eine Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen gefordert – solche Passwörter kann man sich in der Regel nur schwer merken. WPA3 soll nun auch einfache Passwörter sicher machen, die nicht den derzeit empfohlenen Sicherheitsstandards entsprechen.


Auch die Privatsphäre in offenen Netzwerken wurd durch individualisierte Datenverschlüsselung verbessert. Darüber hinaus ermöglicht WPA3 auch den Betrieb von WLAN-Netzen in besonders sicherheitskritischen Umgebungen, wie sie beispielsweise bei Regierungen, Behörden oder im Militärwesen anzutreffen sind. WPA3 stellt hier eine 192-bit-Suite-Verschlüsselung zur Verfügung. Dies stellt sicherlich auch eine der wichtigsten Neuerungen für Unternehmen dar. Außerdem wird die Konfiguration von Sicherheitseinstellungen von Geräten ohne Display einfacher. Noch dieses Jahr sollen Netzwerkgeräte erhältlich sein, die WPA3 unterstützen.

Sollte man auf WPA3 umsteigen?

Das Sicherheitsproblem „Krack“ konnte mit diversen Updates behoben werden. Geräte, die regelmäßig mit solchen Sicherheitsupdates versorgt werden, gelten auch mit WPA2 noch als sicher.  Der Privatnutzer ist im Moment also noch nicht unbedingt auf WPA3 angewiesen. Einrichtungen, die sich hohen Sicherheitsanforderungen gegenübersehen, könnten vom neuen Sicherheitsprotokoll profitieren.

 

 

 

 

 

Mining-Boom treibt Grafikkartenpreise in die Höhe

Von | 19. Januar 2018

Die Nachfrage nach leistungsfähigen (Gaming-) Grafikkarten ist seit Aufkommen der ersten Blockchain Kryptowährungen, im Speziellen Ethereum,  stark gestiegen und hat nun einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das freut vor allem die Hersteller, deren Grafikkarten gerade weggehen wie warme Semmeln. Auch die Zulieferer von Hardwarekomponenten kassieren mächtig. Der Gamer hingegen muss aktuell tiefer denn je in den Geldbeutel greifen, sofern das favorisierte Modell überhaupt noch erhältlich ist.

Mining

Nvidia sowie AMD betroffen

Seit Dezember 2017 treten wieder häufiger Lieferengpässe auf und die Preise im Großhandel haben stark angezogen. Viele Karten kosten aktuell um einiges mehr als zur Markteinführung. Vor allem die High-End-Modelle wie beispielsweise eine GeForce GTX 1080 (Ti) sind vergriffen. Bei AMD scheint die Lage noch schlimmer zu sein. Grafikkarten der AMD Radeon RX Vega 56/64 Serie sind kaum oder nur noch zu exorbitanten Preisen erhältlich. Neben der erhöhten Nachfrage von Minern spielt hierbei auch zusätzlich  die verhältnismäßig geringe Anzahl an produzierten RX Vega Grafikkarten eine große Rolle. AMD sprach davon, dass sich die Lage in absehbarer Zeit verbessern soll.

Grafikkarten landen teilweise direkt bei japanischen Crypto-Minern

Betroffen sind insbesondere europäische und amerikanische Händler. Die Grafikkartenhersteller sind angeblich zuletzt vermehrt dazu übergegangen, professionelle Miner aus Japan mit ganzen Grafikkarten-Sätzen zu beliefern. Es werden zur Zeit vieler sogenannten Mining Rigs verkauft, auf denen sich etliche Grafikkarten befinden. Ein lohnendes Geschäft, an dem nicht nur die Zulieferer von Einzelbauteilen profitieren, sondern auch die Hersteller von Computer-Zubehör.

Auch die Preise von Netzteilen und weiterer Komponenten steigen

Hochleistungsgrafikkarten und Mining Machines haben einen immensen Strombedarf. Sie sind auf Netzteile mit besonders hoher Stromzufuhr (ab 1.000 Watt aufwärts) und hoher Energieeffizienz angewiesen, um ihre Rechenoperationen halbwegs schnell durchführen zu können. Weiterhin zeichnen sich vereinzelt auch bei performantem Arbeitsspeicher ähnliche Tendenzen ab.

Wie geht es weiter?

Zurzeit ist noch nicht absehbar, wie sich die Verfügbarkeit in den nächsten Wochen und Monaten gestalten wird. Hält der Mining-Boon an, könnten schon bald auch die Preise von Komplettsystemen anziehen. Ein Crash der Blockchain Währung würde die angespannte Lage wahrscheinlich wohl schnell entschärfen. Zuletzt haben Währungen wie Ethereum an Boden verloren. Da die Kurse generell häufiger Schwankungen unterworfen waren, ist ein eindeutiger Trend allerdings noch nicht zu erkennen.

Ethereum Wochenchart Grafik: finanzen.net

Einsteigermodelle sind bisher nur teilweise betroffen

Insbesondere bei Einsteiger-Grafikkarten ist die Verfügbarkeit größtenteils noch gegeben. Die Power dieser Modelle reicht in der Regel nicht aus, um den hohen Anforderungen des rechenintensiven Mining gerecht zu werden. Für viele Einsteiger-Gamen reicht diese Performance aber dennoch aus.