Monthly Archives: Januar 2016

Neue Speicherlösungen von Kingston: DataTraveler 2000, DataTraveler Micro 3.1 und microSDHC/SDXC UHS-I U3 jetzt erhältlich!

Von | 28. Januar 2016

Kingston startet mit Vollgas ins neue Jahr und präsentiert gleich drei neue Speicherlösungen, die sich sowohl an professionelle Anwender mit hohem Speicherbedarf, wie Fotografen, als auch an Kunden mit gesteigertem Sicherheitsbedürfnis und Heimanwender mit ständig steigendem Anforderungen an die verfügbare Speichermenge richten. Nachfolgend stellen wir Ihnen die neuesten Gadgets im Detail vor.

Für Geräte mit großem Speicherhunger: Kingston microSDHC/SDXC UHS-I U3

SDCA3_128GB_hr

 

Den Anfang macht die neueste Generation der microSDHC-Karten aus dem Hause Kingston: Mit den Modellen der UHS-I U3-Serie stellt der Hersteller extreme zuverlässige und robuste microSD-Karten zur Verfügung. Auf nur winzigen 11x15x1 mm bringen die Speicherprofis bis zu 128 GB Speicherkapazität unter – bei Lese- von bis zu 90 MB/s und Schreibraten von maximal 80 MB/s. Selbstverständlich ist auch für diese Modelle ein optionaler Adapter auf SD-Kartenformat im Lieferumfang enthalten– so können Geräte mit einem normalen SD-Kartenslot ebenfalls mit den kleinen Platzwundern erweitert werden. Zur Auswahl stehen Speichergrößen von 32 GB, 64 GB und 128 GB, wobei die 32 GB-Variante standardmäßig mit einem FAT32-Dateisystem, die beiden Modelle mit 64 GB und 128 GB auf dem neueren exFAT-Dateisystem formatiert ausgeliefert werden. Um Ihre gespeicherten Daten zuverlässig zu schützen, sichert Kingston die hohe Qualität durch Wasser- und Temperaturbeständigkeit, Erschütterungs- und Schwingungfestigkeit sowie zusätzlich mit einem Schutz Ihrer Daten vor Röntgenstrahlung, welcher die Speicherkarte unter Umständen an Flughäfen ausgeliefert sein könnte – so werden Sie zuverlässig vor Datenverlust durch Umwelteinflüsse geschützt.

Auch mit neuen USB-Speicherlösungen kann Kingston so früh im Jahr bereits auftrumpfen: Die neuen Modelle der beliebten DataTraveler-Serie sind bereits erhältlich!

Kingston DataTraveler Micro 3.1 – der kleine Alleskönner

DataTraveler Micro 3_DTMC3-hand_27_05_2015 18_03

 

Erster Neuling im Bereich USB-Speicher: Kingstons DataTraveler Micro 3.1. Dieser Winzling, stilvoll und sicher in einem Vollmetallgehäuse verpackt, passt an jeden Schlüsselanhänger und kann, sogar in der Notebooktasche, im USB-Port Ihres Gerätes verbleiben – dank der kompakten und kleinen Bauform. Mit neuestem USB 3.1-Standard garantiert der DataTraveler Micro 3.1 enorme Übertragungsraten von bis zu 100 MB/s (lesen) und 15 MB/s (schreiben), selbst bei riesigen HD- und 4k-Filmen und unkomprimierten Audiodateien. Natürlich ist der USB-Speicherstick auch mit älteren USB-Standards, wie USB 2.0, kompatibel. In Kapazitäten von 16, 32, 64 oder 128 GB verfügbar, stellt der DataTraveler Micro 3.1 die ideale Speichererweiterung für alle Ihre Geräte dar. Um diesem großen Einsatzspektrum gerecht zu werden, ist der USB-Speicher mit Windows ab Windows Vista, MacOS X v.10.8+, Linux v2.6x+, sowie Chrome OS ganz einfach via Plug&Play verwendbar.

 

Sicherheit auf höchstem Niveau garantiert – mit dem Kingston DataTraveler 2000

DT2000_64GB_ao_hr

Für Kunden mit einem gesteigerten Bedürfnis nach Datensicherheit bietet Kingston eine hervorragende USB-Speicherlösung an: Den DataTraveler 2000. Besonderes Merkmal des in Größen von 16, 32 und 64 GB erhältlichen Speichersticks stellt die in den Stick integrierte alphanumerische Tastatur dar. Mit dieser lässt sich der Stick, und somit alle darauf gespeicherten Daten, mit einer PIN versehen. Ohne Eingabe der korrekten PIN können die Daten auf dem Stick also nicht ausgelesen werden – so sieht effektive 256-Bit AES Hardwareverschlüsselung im Jahr 2016 aus! Zusätzlich ist der Stick Wasser- und Staubdicht (IP57), sowie gegen Stöße und Erschütterungen bestens geschützt. Dank der handlichen Maße von nur 80x20x10,5 mm (mit Schutzkappe) passt der Stick in jede noch so kleine Tasche – so haben Sie Ihre sensiblen Daten ständig und sicher bei sich. Softwareseitig ist der DataTraveler 2000 mit Windows ab Windows Vista, MacOS X v.10.8+, Linux v2.6x+, Android, sowie Chrome OS, kompatibel. Dank Abwärtskompatibilität kann der USB 3.1 Gen 1-Stick auch an USB 2.0-Ports betrieben werden. Allerdings kann der DataTraveler 2000 seine hohen Übertragungsraten von bis zu 135 MB/s (lesen) und 40 MB/s (schreiben) nur an einem USB 3.1-Port voll ausnutzen. Erhältlich ist der DataTraveler 2000 zu einem späteren Zeitpunkt diesen Frühjahres.

Oculus Rift vorbestellbar – Systemanforderungen und mehr

Von | 12. Januar 2016

Seit dem 6. Januar kann die mit Spannung erwartete Virtual Reality-Brille der Facebook-Tochter Oculus, Oculus Rift, endlich vorbestellt werden. Nachdem sich die, in Anbetracht des doch happigen Anschaffungspreises von 599U$, bzw. 741€ (inkl. Versand und Steuern), in Wallung gebrachten Gemüter etwas beruhigt haben, wollen wir Ihnen die finalen Spezifikationen, Systemanforderungen und Features vorstellen.

Oculus-Rift-2

Einstiegshürde Systemanforderungen

Die Mindestanforderungen für einen ruckelfreien VR-Genuss gestalten sich recht happig: Mindestens eine Grafikkarte vom Kaliber einer Nvidia GeForce GTX 970 oder AMD Radeon R9 290 werden von Oculus empfohlen. Für zukünftige VR-Games sollten sich diese Anforderungen jedoch noch weiter nach oben verschieben.
Etwas moderater sind die Anforderungen an den Prozessor. Hier soll laut Palmer Lucky, CEO von Oculus, ein Core i5-4590 oder ein gleichwertiger AMD FX-Prozessor ausreichend sein. Stehen der CPU noch mindestens 8 Gigabyte RAM zur Verfügung, sollten aktuelle Inhalte flüssig wiedergegeben werden.  Zur Verbindung mit dem PC setzt die Oculus Rift folgende Anschlüsse zwingend voraus:
1x HDMI 1.3, 3xUSB3.0, 1xUSB2.0.
Insbesondere die hohe Anzahl an benötigten USB3.0-Ports dürfte für einige PCs jedoch ein Problem darstellen. Hier muss ggf. mit PCIe-USB-Adaptern nachgerüstet werden. Als kompatible Betriebssysteme gibt Oculus Windows 7, Windows 8.0/8.1 und Windows 10 an. So müssen sich Linux- und Mac-User vorerst noch gedulden.

Die wichtigste Frage: Was kann die Hardware?

Im Vergleich zum Developers Kit 2 wurde die Auflösung weiter erhöht, was natürlich der Bildqualität zugute kommt: statt mit nur 1920×1080 Pixel, löst das Display der Consumer Version 1 mit beachtlichen 2160×1200 Pixel bei maximal 90 Bildern pro Sekunde (FPS – Frames per second) auf. Diese Auflösung, sowie die hohe Bildwiederholrate verstärken die Immersion beachtlich. Um mit dieser Immersion nicht zu brechen, unterstützt das Headset natürlich Headtracking, was mit dem mitgelieferten VR Sensor und Infratorsendern an der Brille realisiert wird. So werden alle Ihre Kopfbewegungen verzögerungsfrei und 1:1 in das Spiel oder die Anwendung übertragen, was ein extrem natürliches VR-Erlebnis ermöglicht. Dank dem zusätzlich integriertem HD-Kopfhörer wird nun auch der Ton, welcher bei der Orientierung im virtuellen Raum und dem Erzeugen der Immersion eine wichtige Rolle spielt, in höchster Qualität wiedergegeben. Trotz all dieser Neuerung wiegt die Endkundenversion der Oculus Rift nur leichte 440 Gramm, was den Tragekomfort erhöht, Ihren Nacken entlastet und so auch eine längere, unterbrechungsfreie Nutzungsdauer ermöglicht.

 

Oculus-Touch-3

Für noch mehr Immersion: Oculus Touch

Zum Verkaufsstart noch nicht verfügbar, aber bereits Vorbestellbar sind die Oculus Touch genannten VR-Controller. Wann genau Oculus plant, diese auszuliefern, ist noch nicht bekannt. Allerdings ist alles wichtige zu den beiden Steuergeräten bereits veröffentlicht: So bietet Oculus Touch neben den beiden Analogsticks und den Triggertasten für Zeige- und Mittelfinger auch zwei zusätzliche Tasten, welche mit dem Daumen bedient werden können. Wichtigstes Feature ist allerdings die durch Infrarot- und Beschleunigungssensoren realisierte Positionsbestimmung, was eine 4-Achsen-Steuerung im freien Raum ermöglicht und so das Benutzen der eigenen Hände im Spiel simuliert. Dies unterstützt die Immersion noch weiter und gibt dem Spieler das Gefühl, sich tatsächlich in der virtuellen Umgebung zu befinden.

oculus-home

Die passende Software: Oculus Home

Mit Oculus Home ist bereits jetzt die passende Software zur Verwaltung der digitalen Inhalte – ohne ein nötiges Abnehmen der VR-Brille, verfügbar. Oculus Home verbindet die digitale Spielebibliothek mit diversen sozialen Funktionen und dem Marktplatz. So stehen Freundeslisten, Demoversionen neuer VR-Titel, sowie die bereits erworbenen Oculus Rift kompatiblen Spiele in einer aufwändigen 3D-Umgebung zur Verfügung. Dank der Ähnlichkeit zu Valve’s Steam sollte das Navigieren in Oculus Home für die wenigsten User ein Problem darstellen – vor allem, weil hier das Headtracking auf natürlich Art und Weise die Bedienung mit Maus und Tastatur ersetzt und so äußerst intuitive Handhabung möglich ist.

Was Vorbesteller geliefert bekommen

Ausgeliefert wird die Oculus Rift in einem ansprechenden, mattschwarzen Koffer. Abgesehen von der Rift selbst und deren Verbindungskabeln finden wir den äußerst hochwertigen Xbox One Wireless Controller für PC im Koffer – wie bereits erwähnt müssen wir auf die Oculus Touch Controller noch etwas warten. Doch auch mit Microsofts neuem Standardcontroller lässt sich die Oculus Rift einwandfrei nutzen.
Zusätzlich liegen dem Paket der benötigte VR IR-Sensor, sowie eine spezielle Fernbedienung, Oculus Remote, bei.

pclogo2_w_195

Oculus Ready PCs und Komponenten

Um Käufern der Oculus Rift bei der Suche nach einem passenden System zu helfen, haben Oculus und Partner wie DELL und Nvidia ein eigenes Label für „zertifizierte“ Hardware, also Hardware, welche den Mindestanforderungen der Oculus Rift entspricht, entworfen: Oculus Ready. Mit diesem Label versehene Komponenten oder Komplettsysteme unterstützen alle Funktionen des VR-Headset – so ist es für den Kunden sofort ersichtlich, ob die gewünschte Hardware für den Betrieb der Oculus Rift geeignet ist.

Wermutstropfen Verfügbarkeit

Offiziell wird die Oculus Rift ab Anfang März 2016 ausgeliefert. Aufgrund vieler Vorbestellungen, werden Käufer, die sich erst jetzt für eine Vorbestellung entscheiden, allerdings erst im Juni das bestellte Gerät erhalten. Sobald wir die Möglichkeit für einen ausführlichen Test haben, werden wir diesen natürlich nachreichen!

AMDs neue Mikroarchitektur Zen

Von | 8. Januar 2016

Zen-Prozessoren ab 2016 auf dem Markt

Nachdem es lange ruhig war um den Prozessorhersteller AMD, sollen Anfang dieses Jahres die ersten Chips mit der angekündigten neuen Zen-Architektur erscheinen. Bei dieser Mikroarchitektur für CPUs und APUs (Accelerated Processing Units) soll vor allem die Single-Core-Performance verbessert und die Anzahl der CPU-Kerne erhöht werden. Für die Konstruktion der neuen Prozessoren wurde als Chefentwickler Jim Keller eingesetzt, der schon für andere erfolgreiche Projekte wie Athlon XP und Athlon 64 verantwortlich war. Nach Insiderspekulationen greift  Zen unter anderem Ideen von Intels Skylake- und Haswell-Architektur auf.

ZEN

Die ersten Tests zu den neuen Prozessoren wurden bereits im November letzten Jahres abgeschlossen, Berichten zufolge wurden dabei alle Erwartungen erfüllt und der Release wird bereits jetzt mit Spannung erwartet. Der Desktop-Bereich soll dabei noch vor dem Servermarkt bedient werden, wovon vor allem Gamer profitieren. Diese ersten Zen-basierten CPUs sollen voraussichtlich bereits im vierten Quartal 2016 auf den Markt kommen und gelten als bezahlbare High-End-Produkte. Mit der fortschrittlichen Mikroarchitektur versucht AMD seinen Platz auf dem Desktop-Markt zurückzuerobern und sich wieder als ernstzunehmender Konkurrent zu Intel zu etablieren. Da Intel mit seiner Skylake-Architektur die Messlatte hoch gesetzt hat und außerdem ab 2017 dessen Nachfolger Cannonlake auf den Markt bringen will, muss AMD dabei hohe Anforderungen erfüllen. Vor allem nach dem Bulldozer-Fiasko 2011 hat der zweitgrößte x86-Prozessorhersteller AMD einiges auszubügeln, das Potenzial dazu bietet die Zen-Architektur, denn laut Hersteller liefern sie eine 40% höhere Leistung pro Takt (Instructions per Clock – IPC) als die Vorgängerarchitekturen. In Planung sind außerdem neue FX-Prozessoren mit Zen-Architektur im 14-FinFET-Verfahren für noch höhere Geschwindigkeiten. Diese sollen Anfang dieses Jahres in Serienfertigung gehen.

SMT statt CMT

Bereits Anfang 2015 veröffentlichte AMD erste Informationen zur neuen Architektur, die von Grund auf neu entwickelt wurde. Auch ein neues Cache-System mit mehr Speicher für einen schnelleren Zwischenpuffer wurde eingeführt. Vor allem beim Core-Design ergeben sich Neuerungen, denn AMD setzt wieder auf Kerne, statt auf Module wie bisher. Das bisherige Core-Multithreading (CMT), wird durch Simultaneous Multithreading (SMT) ersetzt, wobei jeder der bis zu acht Kerne seine eigenen Ressourcen hat. Dies entspricht Intels Hyperthreading, bei dem jeder Kern zwei Threads verarbeiten kann. Damit wird also vor allem die Geschwindigkeit auf einem Kern gesteigert. Solche Achtkern-Prozessoren mit SMT für Desktop-PCs sind noch nicht weit verbreitet, daher eröffnet AMD hier ein recht neues Feld.

Zen3

Zen: endlich Herstellung in 14-Nanometer-FinFET-Verfahren

Die Chips werden, anders als bei den Vorgängern, die noch mit 32nm und 28nm hergestellt wurden, in einem 14-Nanometer-FinFET-Verfahren (auch: 14-FF) hergestellt. Diese haben eine geringere Oberfläche als die Vorgängermodelle. Dadurch, dass sie eine höhere Transistordichte haben, bieten sie mehr Leistung bei gleichbleibender Größe. Außerdem verbrauchen sie weniger Strom und müssen dank geringer thermischer Verlustleistung weniger gekühlt werden. Neben Globalfoundries dient dabei Samsung als Zweitfertiger, um eventuellen Lieferschwierigkeiten vorzubeugen. Neben den reinen CPUs mit Zen-Architektur und acht Kernen (Summit Ridge), sollen auch APUs mit integrierter GPU (Raven Ridge) hergestellt werden. Die Zen-basierten APUs sollen 2017 erscheinen. Ihnen wird nach unbestätigten Informationen für eine extrem schnelle Anbindung ein HBM-Speicher mit 128GB/sec zur Seite gestellt.

Die Prozessoren werden dabei von einem neuen Sockel AM4 unterstützt, der durch USB 3.1, bis zu 16 PCIe-3.0-Lanes und DDR4-Unterstützung gute Voraussetzungen für ein optimales Gamingerlebnis bietet. Dieser soll bereits im Frühjahr 2016, noch vor dem Start der Zen-CPUs auf den Markt kommen und kann nicht nur für die FX-Prozessoren, sondern auch für APUs verwendet werden. Die APUs basieren dabei zunächst noch auf Excavator, ab 2017 werden diese aber durch Zen-basierte Nachfolger abgelöst.

Mit der neuen Architektur, neuem Sockel und Taktraten auf Intelniveau zeigen die Kalifornier, dass sie noch lange nicht abgeschlagen sind und noch immer als gefährlicher Konkurrent auf dem Desktop-Markt gelten sollten. Vor allem, da Intel im Mainstream-Bereich bisher nur Vierkerner plant, kann AMDs neue Prozessorreihe, wenn sie denn alle Ankündigungen erfüllt, dem Marktführer sicherlich gefährlich werden. Viele Fragen zu der neuen Serie sind noch offen, daher wird sie mit Spannung erwartet.

 

 

 

Continuum – Aus Ihrem Lumia wird ein PC

Von | 6. Januar 2016

Noch immer sind wir zur Arbeit und mobil auf unterschiedliche Geräte angewiesen. Und genau dieses Manko will Microsoft mit Windows 10 Mobile endlich beseitigen. Bei der beachtlichen Rechenpower aktueller Smartphones ist dies nun endlich möglich! Dank Continuum von Windows 10 Mobile machen Sie aus Ihrem kompatiblen Smartphone einen fast vollwertigen PC!

Microsoft-Display-Dock-hero-jpg

Was ist Continuum?

Mit der Veröffentlichung von Windows 10 und Windows 10 Mobile präsentierte Microsoft im Sommer letzten Jahres eines der interessantesten und innovativsten neuen Features: Continuum. Dank dieser Technologie ist es möglich, ein Smartphone mit Hilfe einer kleinen Docking Station (Microsoft Display Dock) an einen gewöhnlichen Monitor anzuschließen und in eine Art „Desktop“-Betrieb zu wechseln. Nun verhält sich Ihr Smartphone wie ein gewöhnlicher PC. So können Sie im laufenden Betrieb Ihren Windows 10 Desktop anzeigen, Progamme, sogenannte „Universal Apps“, wie Microsoft Office, ausführen und im Internet browsen – wie an einem normalen PC mit Maus und Tastatur, auf einem gewöhnlichen Display. So reduziert sich nicht nur die Anzahl der benötigten Geräte, da nur noch Ihr Continuum-fähiges Smartphone erforderlich ist, auch wird der Wechsel zwischen mobilem und „stationärem“ Betrieb nahtlos ermöglicht. Ihr Bürocomputer ist also quasi immer dabei – in Ihrer Hosentasche!

Anfangs nur wenige Smartphones kompatibel

Zum Launch des Features und der Markteinführung des Display Dock sind bisher nur drei Smartphones mit Continuum-Fähigkeit verfügbar: Das Microsoft Lumia-Flaggschiff 950, dessen vergrößerter „Bruder“ 950 XL und das Jade Primo aus dem Hause Acer. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch andere Hersteller, die auf Windows Mobile setzen, auf den Zug aufspringen und entsprechende Geräte veröffentlichen. Insbesondere im Laufe der diesjährigen CES werden weitere Modelle erwartet.

Vorbehalten bleibt diese spannende Funktion allerdings ausschließlich Geräten, welche auf Windows 10 Mobile als Betriebssystem setzen.

Microsoft-Display-Dock-block2-jpg

Microsoft Display-Dock als weitere Vorraussetzung

Um Continuum zu nutzen, benötigen Sie allerdings nicht nur ein Smartphone mit Windows 10 Mobile, sondern auch das Microsoft Display Dock. Dieser kleine Würfel fungiert quasi als Schnittstelle zwischen Smartphone, Monitor, Maus und Tastatur und bietet entsprechende Anschlussmöglichkeiten. So stehen für das Handy, sowie zur Stromversorgung zwei USB Typ C-Anschlüsse zur Verfügung. Des Weiteren verfügt das Display Dock über drei USB2.0-Ports, welche für das Anschließen von Peripheriegeräten wie Maus und Tastatur gedacht sind. Um das Bild auf den Monitor zu übertragen verfügt das Gerät zusätzlich über einen Mini-Displayport und einen HDMI-Anschluss. So kann das Bild in einer Auflösung von maximal 1920×1080 Pixel (FullHD) bei 60 Bildern pro Sekunde ausgegeben werden. Die Systemanforderungen an das Smartphone gestalten sich recht moderat: Für einen Betrieb in 720p werden nur 2Gb RAM, für 1080p nur 3Gb RAM benötigt.

Im Continuum-Betrieb ist Ihr Smartphone, parallel zum Desktop, immernoch verwendbar. So können Anrufe getätigt werden oder, falls keine Maus angeschlossen ist, das Display des Handys als Trackpad verwendet werden. Zusätzlich stehen natürlich alle drahtlosen Verbindungsoptionen wie Bluetooth 4.0 oder WLAN 802.11n uneingeschränkt zur Verfügung.

Universal Apps schließen die Lücke zwischen Smartphone und Desktop-PC

Als besonderen Kniff setzt Microsoft auf besondere Anwendungen, sogenannte Universal Apps, welche sowohl im normalen Betrieb als Smartphone, als auch mit Continuum verwendet werden können. Dies vereinfacht nicht nur den Entwicklern die Arbeit, da nur noch eine Version der Anwendung geschrieben werden muss, es macht es auch für Benutzer besonders leicht, die gewohnten Apps im Desktopbetrieb zu benutzen. Hier verhalten sich diese Anwendungen ähnlich wie responsive Websites. Jedoch sind aktuell, abseits der Microsoft-eigenen Apps wie Office, kaum Universal Apps vorhanden. Dies sollte sich in naher Zukunft ändern, da nicht für die Verwendung in Continuum vergesehene Anwendungen gar nicht erst ausgeführt werden können – hier wird viel Potenzial verschenkt.

Fazit

Generell ist Microsoft mit Continuum ein geniales Feature gelungen. Allerdings versauern diverse Kinderkrankheiten, wie der im Desktop-Betrieb permanent aktivierte Handybildschirm oder der Mangel an Universal Apps, das prinzipiell gute Gesamtergebnis. Diese stellen aber keine Probleme dar, welche nicht durch softwareseitige Anpassungen beseitigt werden können. Falls Sie bereits über ein Continuum-fähiges Smartphone verfügen, ist der geringe Anschaffungspreis für das Display Dock von ca. 90€ aber durchaus kein Hindernis. Immerhin können Sie sich so einen unhandlichen Desktop-PC für Büroanwendnungen sparen! Wir bleiben jedenfalls gespannt, wie sich Continuum entwickelt und werden Microsofts Killeranwendung natürlich im Auge behalten!

 

 

Die DSL-Alternative Kabelmodem

Von | 4. Januar 2016

Breitbandinternet über ein Kabelmodem

Heutzutage spielt das Internet eine wichtige Rolle in unserem Leben und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Beinahe alle Anwendungen, die wir über den PC oder das Smartphone nutzen, brauchen einen Zugang zum Internet. Dafür benötigt man ein Modem, zusammen mit einem entsprechenden Internetvertrag. Dies kann über die Telefonleitungen (DSL-Modem) oder über das Kabelfernsehnetz (Kabelmodem) erfolgen.

Die Geschwindigkeiten der Datenübertragung entwickeln sich dabei stetig weiter. Die momentan schnellste Art des Internetzugangs ist Breitbandinternet: in Deutschland sind bereits über 93% aller Internetanschlüsse breitbandfähig. Die meisten Zugänge laufen noch über DSL, aber die Zahl der Internetverbindungen über Kabelmodems wächst immer weiter, denn mit dieser Technologie kann eine größere Bandbreite (8 Mhz) und dadurch schnellere Datenübertragungen erreicht werden. Ab welchem Wert es sich um eine Breitbandverbindung handelt, ist bisher nicht genormt, denn dieser ändert sich mit der Weiterentwicklung der Kommunikationstechnologien.

Fritzbox6360-4

Internet über das Kabelfernsehnetz

Das Kabelfernsehnetz besteht aus Koaxialkabeln, die dazu in der Lage sind, Signale im Bereich von wenigen kHz bis zu einigen GHz zu übertragen. Damit sich keine Störungen von Fernsehsignal und Internet ergeben, werden für das Breitbandinternet ungenutzte Frequenzen der Fernsehkabel exklusiv für die Datenübertragung genutzt. Es nicht nötig, einen Vertrag für TV-Empfang abzuschließen, um Internet über die Fernsehkabel zu empfangen, es muss aber ein spezielles Kabelmodem vorhanden sein. Dieses wird in den meisten Fällen vom Internetanbieter kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Modem wandelt die vom PC empfangenen Daten in ein mit dem Kabelnetz kompatibles Übertragungsformat um, diese werden dann über die Koaxialkabel zum Dienstanbieter übertragen. Die meisten Anbieter erlauben bisher es nicht, unregistrierte eigene Modems für den Internetzugang zu nutzen, denn es können Kompatibilitätsprobleme und dadurch Störungen im Kabelnetz auftreten, die auch andere Nutzer betreffen. Allerdings wird dieser „Modemzwang“ per Gesetz zum Juni 2016 abgeschafft, was den Weg für das Kabelmodem Ihrer Wahl frei macht.

942063_BB_00_FB.EPS_1000

Das Kabelmodem wird mit einem Koaxialkabel an der Antennendose angeschlossen, dafür wird eine sogenannte Multimediaanschlussdose mit drei Anschlüssen benötigt. Diese drei Buchsen sind für Internet, Radio und Fernsehen vorgesehen. Nicht jede Dose hat einen solchen Anschluss, was daran liegt, dass Teile des Fernsehnetzes ursprünglich als reines Verteilermedium konzipiert waren: man konnte nur Daten empfangen und nicht senden. Das Fernsehnetz wurde aber nach und nach modernisiert und um einen Rückkanal für bidirektionales Senden und Empfangen erweitert. Heutzutage können so gut wie alle ebenfalls für Internet und Telefon genutzt werden. Hat die Antennendose noch keinen Data-Anschluss, muss sie zuerst vom Kabelanbieter ausgetauscht werden.

DOCSIS 3.1 für noch schnellere Datenübertragung

Das Koaxialkabel wird durch einem F-Stecker mit Schraubverschluss in der Buchse befestigt, um ein versehentliches Herausrutschen und Wackelkontakte zu verhindern und ein gleichbleibende Qualität der Verbindung zu garantieren. Die Datenübertragungsrate ist dabei an das Nutzerverhalten angepasst, sodass schneller Daten zum Kunden übertragen werden als vom Kunden zurück zum Anbieter. Dies wird asymmetrischer Highspeed-Zugang genannt. Das Übertragungsverfahren des Kabelmodems basiert dabei auf dem DOCSIS-Standard (Data Over Cable Service Interface Specification). Dieser Standard legt die Anforderungen für Datenübertragung im Breitbandnetz fest. Die aktuellste Version ist DOCSIS 3.1, mit der seit Oktober 2013 Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Downstream und 1 Gbit/s im Upstream unterstützt werden. Um diese hohen Raten zu erreichen, werden Frequenzbänder bzw. Frequenzkanäle miteinander verbunden.

Die Geschwindigkeiten, die über das Kabelmodem erreicht werden, sind nicht abhängig vom Kabelnetz, sondern können vom Betreiber festgelegt und reguliert werden. Diese bieten unterschiedliche Geschwindigkeitspakete in unterschiedlichen Preisklassen an. Ein namhafter Anbieter von Kabelinternet bietet zum Beispiel Einsteigerangebote mit 10Mbit/s Download- und 1Mbit Uploadgeschwindigkeit an. Die Premiumpakete dagegen liefern bis zu 200Mbit/s beim Download und 10Mbit/s beim Upload, was bis zu 12-mal schneller als normales DSL ist. Natürlich gibt es auch bei DSL, das über die Kupfer-Doppelader des Telefonnetzes empfangen wird, Upgrademöglichkeiten, z.B. auf die schnelleren Varianten ADSL oder VDSL.

Kabelnetz als Shared Medium

Das Kabelnetz weist eine Baumstruktur auf: die Daten werden zuerst über ein Glasfaserkabel übertragen, danach splittet sich das Kabelnetz verästelt auf und bedient dann hunderte Kunden. Das Kabelinternet ist ein sogenanntes „shared medium“: Alle an einen Baum angeschlossene Kunden (z.B. ein Wohnblock) teilen sich einen Frequenzbereich. Dies tut der Qualität und Geschwindigkeit aber keinen Abbruch, höchstens zu Stoßzeiten kann es zu langsameren Ladegeschwindigkeiten kommen. Die beworbene Geschwindigkeit wird aber meist erreicht, was bei DSL nicht immer der Fall ist.

kdg_docsis_200-b8c485b1e19b9753

Ursachen für eventuelle Störungen können vor allem schwache oder zu hohe Pegel im Kabelnetz oder schwankende Spannungen sein. Auch zu geringe Abschirmungen oder eine qualitativ schlechte Anschlussdose können für Störungen verursachen. Für einen sicheren und störungsfreien Betrieb des Kabelmodems sollte bei der Anschlussdose hochwertiges Installationsmaterial verwendet und auf zusätzliche Verteiler oder Weichen verzichtet werden.

Um das Signal vom Kabelmodem auf den PC weiterzuleiten, wird ein Router benötigt, mit dem man über LAN oder WLAN alle Computer mit dem Internet verbinden kann. Da die meisten modernen Modems bereits einen integrierten Router mit WLAN-Empfänger haben, ist kein separates Gerät mehr erforderlich. Es sind auch keine speziellen Treiber oder Software nötig, um seinen PC mit einem Kabelmodem oder Router zu verbinden.

Vor allem durch die schnelle Datenübertragung über die Koaxialkabel des Fernsehnetzes ist ein Kabelmodem eine gute Wahl. Natürlich hängt die Übertragungsrate auch vom entsprechenden Internetvertrag ab, aber bei einem Kabelmodem ist immer noch Luft nach oben.